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Letzte Änderung: 16.03.2010
Lärmbelastungen haben vielfältige Auswirkungen auf unser tägliches Leben. Anhand von Dosis-Wirkungsrelationen können diese Wirkungen abgeschätzt und beurteilt werden. In einem Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes wurden vorliegende Dosis-Wirkungsbeziehungen hinsichtlich Belästigungen, Schlafstörungen, gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Kosten-Nutzen-Funktionen zusammengetragen und vergleichend bewertet.
Ein Schwerpunkt der 5. Ministerkonferenz für Umwelt und Gesundheit vom 10.-12. März im italienischen Parma war „Klimawandel und Gesundheit“. Der Klimawandel birgt Gesundheitsrisiken - zunehmende Wetterextreme und UV-Strahlung, beeinträchtigte Luft- und Wasserqualität oder die Ausbreitung von Krankheitsüberträgern, zum Beispiel Zecken. Die Ratgeber des UBA informieren über direkte und indirekte Effekte des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit und geben Tipps zur Vorsorge und Anpassung.
Bei den meisten Menschen können die hormonwirksamen Plastikweichmacher Phthalate oder der Plastikgrundstoff Bisphenol A im Körper nachgewiesen werden. Beim Menschen kann die seit 30 Jahren zu beobachtende Verminderung der Spermienqualität und der Anstieg hormonabhängiger Krebserkrankungen zumindest zum Teil durch Umwelthormone hervorgerufen sein.
Das neue Heft bietet einen Überblicksartikel zum Einfluss des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit, Beiträge zu Einzelaspekten und stellt wichtige Informations- und Servicemöglichkeiten vor. Es enthält außerdem eine Übersicht der Aktivitäten ausgewählter Bundesoberbehörden Deutschlands zum Themenfeld „Klimawandel und Gesundheit”.
Schall wird zu Lärm, wenn er Störungen, Belästigungen oder körperliche Beeinträchtigungen hervorruft. Ein Übermaß an Schall beeinträchtigt das subjektive Wohlempfinden und kann zu nachhaltigen gesundheitlichen Schäden führen. Das „European Centre for Environment and Health, Bonn Office" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den aktuellen Wissensstand zum Thema Lärm und Schlafstörungen zusammentragen lassen und neue Qualitätsziele für nächtliche Geräuschbelastungen abgeleitet.
Ein weiterer Berichtsband mit Ergebnissen aus dem Kinder-Umwelt-Survey (KUS) ist erschienen. Mit dem Bericht werden repräsentative Daten zur Belastung von Kindern mit Schadstoffen aus ihrer Umwelt (Phthalat- und Phenanthrenmetabolite sowie Bisphenol A) bereitgestellt.
Ab sofort gibt es 23 Arbeitsblätter für Grundschüler zu den Themen Innenraumluft, Lärm, Badegewässer, Strahlung, Klimawandel und Chemikalien im Haushalt. Druckexemplare können kostenlos beim BMU bestellt werden. Die von BMU und UBA erarbeiteten Blätter ergänzen die vorliegenden Materialien für die Sekundarstufe. Sie vermitteln Lerninhalte lebensnah und spielerisch, mit Experimenten und Beobachtungen, um das Thema mit allen Sinnen zu erfahren.
Als Folge der Diskussion um Dioxin- und dl-PCB-Funde in der Umwelt hatte das BMU zu einem Fachgespräch am 7. April 2009 eingeladen. Ziele der Veranstaltung waren eine Bestandsaufnahme der Belastungen von Böden, die sich auch auf die Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit auswirken, sowie die Koordinierung des weiteren Vorgehens von Bund und Ländern. In diesem Bericht werden die Stellungnahmen der Länder dargestellt und ausgewertet.
Jede/r fünfte Europäerin/Europäer ist regelmäßig nächtlichem Lärm ausgesetzt, der krank machen kann. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des WHO-Regionalbüros für Europa. Der Lärm einer verkehrsreichen Straße kann auf Dauer Schlafstörungen, psychische Störungen, ja sogar frühzeitige Morbidität und Mortalität zur Folge haben. Nachgewiesen sind auch durch Fluglärm verursachte Herz-Kreislaufprobleme.
Deshalb empfiehlt die WHO als neuen Richtwert ("Night Noise Guidelines"), dass die Bevölkerung nachts außen vor den Wohnungen als Jahresmittelwert keinem höheren Schalldruckpegel (Lnacht) als 40 dB(A) ausgesetzt sein sollte. Das entspricht etwa dem Schallpegel einer ruhigen Wohngebietsstraße. Wenn dieses Ziel kurzfristig nicht zu erreichen ist, wird als Interimswert 55 dB(A) als Obergrenze empfohlen. Die WHO fordert Regierungen und Kommunen auf, etwas gegen Lärm zu tun, denn Lärm kann zu sozialem Gefälle in den Wohnquartieren beitragen und unerwünschte Folgekosten bei den Krankenkassen verursachen.
Mit 60 Quiz-Fragen können Kinder auf spielerische Art und Weise ihr Wissen rund um die Themen Umwelt und Gesundheit testen: Wie schütze ich mich richtig vor der Sonne oder wann ist der Badesee sauber? Diese und andere Fragen im praktischen Spielkartenformat sind für zwei Altersgruppen erhältlich. Kostenlose Bestellung beim Umweltbundesamt.
Nanomaterialien gewinnen bei Produkt- und Prozessinnovationen zunehmend an Bedeutung. Das bietet Chancen für neue Produkte, jedoch auch Risiken für Umwelt und Gesundheit. Produkte, die Nanomaterialien enthalten und freisetzen können, sollten möglichst vermieden werden, solange ihre Wirkung auf Mensch und Umwelt noch weitgehend unbekannt ist.
Die Klimaänderung wirkt auch positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden – aber nicht nur. Wie sich die Gesundheits- und Umweltbeobachtung bislang auf die erhöhten klimawandelbezogenen Gesundheitsrisiken vorbereitet haben, zeigt eine aktuelle Zusammenstellung von Informations- und Überwachungssystemen zu den gesundheitlichen Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in Deutschland.
Wer arm ist, lebt häufiger in einer Umwelt, die krank machen kann. Das belegen sozial- und umweltepidemiologische Studien. Sozial Benachteiligte wohnen beispielsweise häufiger an stark befahrenen Straßen. Der UBA-Bericht stellt ausgewählte Studien aus Deutschland vor, die empirische Befunde zur sozialen Verteilung von Umweltbelastungen und deren gesundheitlichen Wirkungen liefern.
Der Alltag gibt den Kindern permanent etwas auf die Ohren. Untersuchungen des UBA zeigen: Jedes achte Kind weist eine auffällige Minderung der Hörfähigkeit, jedes sechste wohnt an stark befahrenen Haupt- und Nebenstraßen. Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus sind insgesamt stärker betroffen. Als häufige Lärmquellen identifiziert die aktuelle Studie Verkehr und Freizeitaktivitäten.