2003

Außengelände mit grünen künstlichen Fließrinnen inmitten von Feldern und Wiesenzum Vergrößern anklicken
Das UBA in Berlin-Marienfelde: Fließrinnen der Fließ- und Stillgewässer-Simulationsanlage (FSA)
Quelle: Christoph Zinsius / Umweltbundesamt

2003 geht im UBA Berlin-Marienfelde die Fließ- und Stillgewässer-Simulationsanlage (FSA) in Betrieb – eine einzigartige Anlage, um den Einfluss von Schadstoffen, Bakterien und Viren auf Umwelt und Mensch zu erforschen. In Dessau ist Richtfest für den neuen UBA-Hauptsitz. In Deutschland wird das „Dosenpfand“ eingeführt. Auf europäischer Ebene gründet sich das EPA-Netzwerk der Umweltämter Europas.

Inhaltsverzeichnis

 

Der Bach unter dem Hallendach: Ein Ökosystem der besonderen Art

In Berlin-Marienfelde fließt kein natürlicher Bach in den grünen Rinnen der Fließ- und Stillgewässer-Simulationsanlage (FSA). In der großen Halle des UBA ist für rund 17 Mio. Euro eine riesige und international einzigartige Anlage entstanden, die auch für externe Forschungen offen ist. Das UBA erforscht hier Gefahren, die von Schadstoffen sowie von Bakterien und Viren auf die natürliche Flora und Fauna der Gewässer und auf den Menschen ausgehen. Geklärt werden der Verbleib, die Schadwirkung und die Abbaubarkeit der eingesetzten Stoffe und Stoffgemische.

künstliche grüne Rinnen in einer Halle, mit Wasser gefüllt und mit Pflanzenbewuchs
Rinnen der Hallenanlage
Quelle: UBA
 

Richtfest am neuen UBA-Dienstsitz in Dessau

Auch der damalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin ist dabei, als am 3. Juli Richtfest gefeiert wird. Der UBA-Neubau ist ein Vorbild für ökologisches Bauen. Am „Tag der offenen Baustelle“ können sich alle Besucherinnen und Besucher vom nachhaltigen Architekturkonzept mit eigenen Augen überzeugen.

 

Das Dosenpfand wird eingeführt

Auf jede Dose, jede Einweg-Flasche für kohlensäurehaltige Getränke gibt es jetzt in Deutschland einen Pfand von 25 Cent. Das ist nicht ganz so bequem für Verbraucher und Handel – aber bewirkt hoffentlich eine Änderung im Einkaufsverhalten. Die Einweg-Verpackungen verdrängen nämlich immer mehr die umweltfreundlicheren Mehrweg-Verpackungen.

 

EPA-Netzwerk: die Umweltagenturen Europas tauschen sich aus

Internationale Netzwerke zum Erfahrungs- und Informationsaustausch sind ein gutes Mittel, den Herausforderungen grenzüberschreitender Umweltprobleme zu begegnen. Seit 2003 gibt es das Europäische Netzwerk der Leitungen der nationalen Umweltämter (EPA-Netzwerk). Im Jahr 2010 gehören Behörden aus 31 Staaten und Regionen sowie die Europäische Umweltagentur zum EPA-Netzwerk. Die Europäische Kommission nimmt als ständiger Gast und das Europäische Parlament als gelegentlicher Gast an den Sitzungen teil. Treffen finden zwei Mal im Jahr statt. Zudem gibt es Arbeitsgruppen. In der Arbeitsgruppe „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ hat das Umweltbundesamt die Federführung. 2006 traf sich das Netzwerk in Dessau, und verabschiedete die Dessauer Erklärung über die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen.

Gruppenfoto vor dem Berliner Brandenburger Tor
55 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 32 Umweltbehörden des EPA-Netzwerks trafen sich 2013 in Berlin
Quelle: Catrin Wolf