Sie sind hier: Startseite > Ressourcenschonung - Aktuelles
Letzte Änderung: 27.01.2012
Es ist nicht immer klar, was genau gemeint ist, wenn von Ressourceneffizienz die Rede ist. Das „Glossar zum Ressourcenschutz“ stellt die wichtigsten Fachbegriffe in einen logischen Zusammenhang und grenzt sie klar voneinander ab. So werden wissenschaftliche, politische und öffentliche Diskussionen verständlich.
Das weltweite Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum verstärkt den Druck auf die natürlichen Ressourcen wie Rohstoffe, Flächen und die biologische Vielfalt. Bis 2050 müssen wir unseren Verbrauch drastisch reduzieren, um den Ansprüchen einer nachhaltigen, auch für 9 Milliarden Menschen tragfähigen Entwicklung gerecht zu werden. Eine Studie im Auftrag des UBA zeigt, wie sich unser weltweiter Ressourcenverbrauch messen lässt, um Daten für politische Entscheidungen und eine Erfolgskontrolle zu gewinnen.
Rechenzentren brauchen viel Energie, aber auch seltene Metalle. Eine Studie im Auftrag des UBA hat ermittelt, dass in den 12.000 Tonnen Elektronik deutscher Rechenzentren im Jahr 2008 7,5 Tonnen Silber und 1,8 Tonnen Gold steckten. Und der Bedarf wird voraussichtlich weiter steigen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, materialsparende Server, Speicher und andere Rechenzentrumskomponenten zu entwickeln und durch ein intelligentes Recycling die wertvollen Rohstoffe wiederzuverwerten.
Wie wir bauen, wohnen und siedeln schadet der Umwelt mehr als nötig. Unsere
Häuser und Wohnungen verbrauchen zu viel Energie, mehr Fläche als nötig und
mit Baumaterialien gehen wir wenig sparsam um. Das muss sich ändern. Wie,
erläutert die UBA-Broschüre "Nachhaltiges Bauen und Wohnen".
Der Export von sogenanntem Elektroschrott hat immer wieder für Aufsehen gesorgt. Denn Altgeräte werden in den Importländern unter katastrophalen Bedingungen für Umwelt und Gesundheit verwertet und entsorgt. Eine neue Studie von Ökopol im Auftrag des UBA zeigt: Auch der Verbraucher ist gefragt, wenn es um die Lösung der Problematik geht.
Rund die Hälfte der Fläche in Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt. Dies reicht schon heute nicht aus, um unseren Verbrauch an landwirtschaftlichen Produkten (Nahrungsmittel und Biomasse) zu decken. Etwa ein Fünftel zusätzliche Anbaufläche benötigen wir im Ausland. Eine Ausweitung der Biomassenutzung in Deutschland würde unseren Flächenbedarf im Ausland weiter erhöhen. Ackerland muss deshalb geschützt werden und darf nicht weiter durch Zersiedelung verloren gehen.
Wie sich eine zunehmende Bereitstellung von Bioenergieträgern auf die Nachhaltigkeitssituation von unterschiedlichsten Landwirtschaftsbetrieben auswirkt, untersuchte ein Forschungsprojekt anhand von Szenarien mit dem Analyse- und Bewertungsverfahren "Kriteriensystem nachhaltige Landwirtschaft (KSNL)". Ökonomie, Ökologie und Soziales werden im Einzelfall differenziert betrachtet. Damit werden wichtige Anpassungsoptionen landwirtschaftlicher Betriebe zur Ausweitung der Bioenergie erfasst und beurteilt.
Biomasseerzeugung und -anwendung sowie globaler Handel mit Bioenergieträgern sind durch ambitionierte Ausbauziele national und international stark angestiegen. Dies führt in Europa und international zu Zielkonflikten, die die politischen Bemühungen um Klima-, Biodiversitäts- und Ressourcenschutz konterkarieren können. Das F+E-Vorhaben soll konkrete Vorschläge zu Standards und Zertifizierungssystemen sowie zu deren Implementierung auf nationaler, europäischer und globaler Ebene erarbeiten und in internationale Prozesse einbringen.
Mit Recyclingpapier lassen sich erhebliche Einsparpotenziale zum Schutz von Klima und natürlicher Ressourcen nutzen. 1000 Blatt sparen Energie für 70 Computer. Anlässlich der diesjährigen Paperworld in Frankfurt mit dem Motto „Green Office”, fordern BMU, UBA, NABU und IPR den verstärkten Einsatz von Recyclingpapier in der öffentlichen Verwaltung und Privatwirtschaft.
Produktion und Konsum von Gütern nehmen die natürlichen Ressourcen zu stark in Anspruch. Ein im Auftrag des Umweltbundesamtes erstelltes Gutachten zeigt auch, dass die Regelungen des Umweltrechts derzeit nicht ausreichen, eine nachhaltige Ressourcennutzung zu erreichen. Deshalb ist eine deutlich nachhaltigere Ressourcennutzung erklärtes umweltpolitisches Ziel der Bundesregierung. Das Gutachten weist Wege zur Optimierung des bestehenden rechtlichen Instrumentariums und schlägt neue rechtliche Instrumente vor.
Der Indikator "Ökologischer Fußabdruck" ist die Differenz aus Ressourcenverbrauch eines Landes und vorhandener Biokapazität. Ein vom Umweltbundesamt beauftragtes Gutachten analysierte die Datengrundlagen und die Methodik zur Erstellung des Indikators mit dem Ergebnis, dass beide verbessert werden müssen.
Die Bundesregierung strebt als Beitrag Deutschlands für ein internationales Klimaschutzabkommen nach 2012 an, die Kohlendioxidemissionen bis 2020 um 40 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Dazu kann und muss die Informations- und Kommunikationstechnik die dynamische Entwicklung umweltgerecht gestalten und für die Ziele der Ressourcenschonung – speziell auch zur Steigerung der Materialeffizienz – nutzbar machen. Das Umweltbundesamt stellt anlässlich der CEBIT Handlungsoptionen dazu vor.
Im Auftrag des Umweltbundesamtes schlägt das IZT Berlin u.a. eine Definition für "seltene Metalle" vor und informiert über die Verwendung von Metallen in der Informations- und Kommunikationstechnik. Am Beispiel des Coltan-Abbaus in der DR Kongo wird untersucht, inwieweit die Nachfrage nach seltenen Metallen bewaffnete Konflikte verschärft, hierzu werden Lösungsansätze vorgestellt .
Statistisches Bundesamt und UBA stellen neueste Daten und Analysen zur Umweltökonomischen Gesamtrechnung vor – erstmals incl. der „Rohstoffrucksäcke“ von Importgütern. Zwar hat sich die Rohstoffeffizienz in den letzten Jahren erhöht, aber für das Ziel, die Rohstoffproduktivität bis 2020 im Vergleich zu 1994 zu verdoppeln, sind noch mehr Anstrengungen erforderlich.
Das UBA -Forschungsprojekt Bio-global zeigt eine langfristige Strategie für nachhaltige Bioenergie auf. Dafür wurden Nachhaltigkeitsanforderungen für den Anbau und die energetische Nutzung von Biomasse definiert. Denn Bioenergie ist nur dann ökologisch sinnvoll, wenn weniger Treibhausgase ausgestoßen und Boden, Wasser und die biologische Vielfalt nicht beeinträchtigt werden.
Am 18.Oktober 2010 eröffnete UBA-Präsident Jochen Flasbarth die 10. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention über die biologische Vielfalt in Nagoya, Japan. Als amtierender Präsident der letzten Vertragsstaatenkonferenz übergab er den Vorsitz an den japanischen Umweltminister Ryu Matsumoto. Flasbarth forderte die Delegierten der 193 Vertragsstaaten auf, die Verhandlungen über ein völkerrechtliches Abkommen gegen Biopiraterie abzuschließen. Er forderte zudem ein entschlossenes Handeln der Weltgemeinschaft gegen die weltweite dramatische Naturzerstörung. Deutschland sei bei der Förderung zum Schutz der Wälder und anderer Ökosysteme in Entwicklungsländern mit gutem Beispiel vorangegangen: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hatte bei der Vertragsstaatenkonferenz in Bonn 2008 zugesagt, dafür bis 2012 500 Mio. Euro zusätzlich bereitzustellen und diese Hilfe ab 2013 weiter auf jährlich 500 Mio. zu erhöhen.
Mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung soll die Rohstoffproduktivität verdoppelt werden. Ziel des vom Statistischen Bundesamt mit Unterstützung des UBA durchgeführten Projektes war die methodische Weiterentwicklung des Indikators durch die rechnerische Einbeziehung des gesamten – auch im Ausland entstandenen – Rohstoffeinsatzes, der mit ein- bzw. ausgeführten Gütern verbunden ist.
Wie können wir unsere Beziehung zu den wichtigsten Elementen des täglichen Lebens wieder herstellen? Zu Wasser, Erde, Luft, Tieren und Pflanzen, die die Vielfalt des Lebens auf der Erde ausmachen? Dieser Frage widmet sich die EUA-Publikation „Signale 2010” und führt so an umweltpolitisch aktuelle Themen heran.
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2010 zum „Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt” erklärt, um den Verlust biologischer Vielfalt zu stoppen, Erfolge beim Schutz zu verdeutlichen und um Bewusstsein zu schaffen, dass das Wohl des Menschen von biologischer Vielfalt abhängt.
Im Auftrag des Umweltbundesamtes analysierte das Öko-Institut die Exportströme von Gebraucht-Pkw und –Elektro(nik)geräten am Hamburger Hafen. Anlass waren unter anderem die derzeit unbefriedigenden Recyclingraten für Platin und Co. aus Autokatalysatoren. Zu ihrer Steigerung empfiehlt die Studie, am Export beteiligte Firmen für eine verbesserte internationale Recyclingwirtschaft zu gewinnen.
Der weltweit zunehmende Verbrauch an nicht-energetischen Rohstoffen ist mit einer nachhaltigen Entwicklung nicht vereinbar. Das vorliegende Papier des UBA gibt Anregungen zur Gestaltung und Weiterentwicklung der Rohstoffinitiative der Europäischen Kommission. Der Schwerpunkt der Vorschläge liegt auf der Entwicklung hin zu einer effizienten, nachhaltigen und umweltgerechten Rohstoffwirtschaft.
Nachhaltig wirtschaften – und natürliche Ressourcen und Umwelt schonen. Eine neue Broschüre bietet auf rund 120 Seiten Zahlen, Daten und Fakten über die Nutzung natürlicher Ressourcen in Deutschland. Kennzahlen und Trends zeigen, wo sich Effizienzgewinne abzeichnen und wo die Ressourceneffizienz noch zu steigern ist.
Die ersten Ergebnisse des vom UBA initiierten Dialogprozesses zur Steigerung der Rohstoffproduktivität und zur Senkung des Ressourcenverbrauchs liegen für die Fokusbereiche „Bauen und Wohnen”, „Kupfer” sowie „Stahl” vor.
Unter dem Titel „Materialeffizienz und Ressourcenschonung”
(MaRess)
hat das UBA ein Forschungsprojekt zu Möglichkeiten der Ressourcenschonung in den Bereichen Produktion und Konsum in Auftrag gegeben. Darin sollen Potenziale ermittelt, Maßnahmen und Instrumente analysiert und Umsetzungsvorschläge gemacht werden.