Mobilitätsmanagement

Gruppe Radfahrer vor dem UBA in Dessauzum Vergrößern anklicken
Alternative zum Auto: Radfahren macht Spaß und hält fit.
Quelle: UBA

Projekte

Mobilitätsmanagement strebt für alle Mobilitätsträger gleiche Rechte an. Damit soll die duale Struktur mit einem überbewerteten motorisiertem Individualverkehr einerseits und dem öffentlichen Personennahverkehr und dem Fußgänger- und Fahrradverkehr andererseits überwunden werden. Notwendige Vorraussetzungen dafür sind adäquate Infrastruktureinrichtungen wie z.B. attraktive Fuß- und Radverkehrsnetze, geeignete Fahrradabstellanlagen, weiterhin ein leistungsfähiger ÖPNV, der auch zu Zeiten geringer Nachfrage ein Angebot bereithält und alternative Mobilitätsangebote wie CarSharing. Zu einem erfolgreichen Mobilitätsmanagement gehört aber auch ein professionelles Marketing, das sich sowohl an die politischen Entscheidungsträger als auch an die Nutzer richtet.

Neben dem kommunalen Mobilitätsmanagement bietet das betriebliche Management einen speziellen Ansatzpunkt. Die von Unternehmen hervorgerufenen Umweltbelastungen sind zu einem hohen Anteil auf den betrieblich bedingten Verkehr zurückzuführen. Besonders in Dienstleistungsunternehmen und Verwaltungen ist der Verkehr in der Regel der hauptsächliche Belastungsfaktor. Sogar in produzierenden Betrieben liegt er in der Skala der Umweltbelastungen häufig noch vor der Produktion. Laut Mikrozensus 2000 nutzen 64 % der Erwerbstätigen den Pkw für den Weg zur Arbeit. 95 % davon fahren selbst. Aber selbst in Großstädten ist für etwa die Hälfte der Arbeitnehmer das Auto das bevorzugte Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit - selbst für innerstädtische Kurzstrecken unter 5 km. Ein betriebliches Mobilitätsmanagement, abgestimmt mit dem kommunalen Angebot, kann hier zu einer Umsteuerung beitragen.

Clever mobil und fit zur Arbeit

Eine Kampagne für mehr Nachhaltigkeit und Effizienz durch betriebliches Mobilitätsmanagement

Radfahrer auf dem Weg zur ArbeitDie von Unternehmen hervorgerufenen Umweltbelastungen sind zu einem hohen Anteil auf den betrieblich bedingten Verkehr zurückzuführen. Einen großen Anteil hier dran haben die Arbeitswege der Beschäftigten und wie sie diese bewältigen. Weit mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen nutzen den Pkw für den Weg zur Arbeit und verstärken so die kommunalen Verkehrsprobleme.

Mobilitätsmanagement bietet sich in dieser Situation, wo althergebrachte Lösungen, wie neue Straßen und Parklätze, nicht nur in Städten versagen, als ein zeitgemäßes Instrument an, um neue Potentiale für die umweltfreundliche Abwicklung von Verkehrsströmen zu erschließen.

Das Klima-Bündnis entwickelte die Kampagne „Clever mobil und fit zur Arbeit” als Beitrag zur Europäischen Woche der Mobilität (16. – 22. September 2005). Sie macht die Vorteile des betrieblichen Mobilitätsmanagements für Betriebe und ihre Belegschaften besser nutzbar. Die am Einstieg interessierten Unternehmen und Kommunen erhalten im Rahmen der Kampagne umfangreiche Unterstützung und Informationen:

  • einen Aktionskoffer mit umfangreichen Materialien
  • 1-Tages-Vorort-Mobilitätsberatungen
  • Eine Aktionswoche oder ein Aktionstag des Betriebes
  • Vernetzung von Betrieben und Kommunen und die Vermittlung von Ergebnissen und Erfahrungen in Workshops oder Foren durch das Klima-Bündnis und seine Projekt-Partner