Screeninguntersuchungen zur Implementierung der DIN 19738 und Bewertung der Resorptionsverfügbarkeit von Schadstoffen im Vollzug der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung
Die Resorptionsverfügbarkeit nach DIN 19738 ist der unter Laborbedingungen prozentual ermittelte Anteil oral aufgenommener Schadstoffe (z. B. mit kontaminierten Bodenpartikeln oder Staub), die im Magen-Darmtrakt freigesetzt und vom Organismus über den Verdauungsprozess resorbiert werden können. In dem Projekt wurden 735 Bodenproben nach DIN 19738 gemessen und unter Einbeziehung der Bodeneigenschaften ausgewertet. Der Carbonatgehalt und der Gehalt an organischem Kohlenstoff im Boden hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Resorbierbarkeit der untersuchten Schadstoffe. Insgesamt ergaben die Messungen eine große Streuung der Resorptionsverfügbarkeit, vor allem bei organischen Schadstoffen. Die Ergebnisse zeigen, dass für organische Schadstoffe eine Weiterentwicklung der Methodik sinnvoll ist.