Sie sind hier: Startseite > Umweltbewusstsein und Nachhaltiger Konsum - Aktuelles
Letzte Änderung: 03.05.2013
Wie sehr einige unserer Alltagsprodukte Mensch und Umwelt in den Ländern ihrer Herstellung belasten und wie man umweltfreundliche und faire Produkte erkennt, zeigt eine neue Wanderausstellung mit 16 Mitmachstationen. Die Ausstellung von Deutscher Bundesstiftung Umwelt und UBA ist vom 6. Mai 2013 bis Winter 2014/2015 in Osnabrück zu sehen. Anschließend kann sie ausgeliehen werden, um für fünf Jahre in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Wanderschaft zu gehen.
Der Umweltschutz ist ein zentrales politisches Anliegen der Deutschen. Das hat die Befragung für die neue Umweltbewusstseins-Studie ergeben. 20 Prozent der Befragten geben an, dass sie nun Ökostrom beziehen (2010 waren es 8 Prozent). Aber nicht immer führt das hohe Umweltbewusstsein zwangsläufig zu umweltgerechterem Verhalten. Die Bereitschaft zum Kauf energieeffizienter Geräte ist von 65 auf 52 Prozent zurückgegangen, nicht benötigte Geräte und Lichtquellen werden statt von 83 nur noch von 74 Prozent abgeschaltet. Oft stehen alltägliche Zwänge und Gewohnheiten der Umsetzung des Umweltbewusstseins im Weg.
Die Akzeptanz öffentlicher Vorhaben hängt davon ab, wie frühzeitig die Öffentlichkeit an der Diskussion um Planungs- und Genehmigungsverfahren eingebunden ist. Wenn die Beteiligung bürgernah, objektiv, allgemeinverständlich, transparent und nicht interessengeleitet ist, wird dem Projekt weit weniger Skepsis entgegen gebracht. Strenge Schutzstandards für Umwelt und Gesundheit sowie angemessener Ausgleich in unvermeidbaren Fällen sind Voraussetzung für schnelle und bessere Ergebnisse, sagt Jochen Flasbarth .
Umweltpolitische Maßnahmen nützen nicht nur der Umwelt. Sie kommen auch dem Menschen und insbesondere sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen zugute. Eine Energiesparberatung für einkommensschwache Haushalte etwa hilft sowohl, den CO2-Ausstoß, als auch die Stromrechnung zu senken. Eine Studie im Auftrag des UBA zeigt, wie Synergien zwischen Umwelt- und Sozialpolitik gestärkt werden können, zum Beispiel durch eine vermehrte Kooperation der Akteure in den beiden Bereichen.
Spätestens seit Rio 1992 steht bei den Kommunen eine nachhaltige, zukunftsfähige, krisenfestere Entwicklung auf der Agenda. Vielfältige Strategien, Pläne, Programme und Konzepte haben innovative Aktivitäten und unkonventionelle Pionierideen hervorgebracht. Die Broschüre „Rio+20 vor Ort“ fasst den Erfahrungsschatz für nachhaltige Verhaltensweisen und die politische Steuerung zusammen und führt Beispiele für Innovations- und Engagementpotenziale der Kommunen auf. Für Rio 2012 wird es die Broschüre auch in Englisch und Spanisch geben.
Konsultationsrunden, Verbändeanhörung im Bundeskanzleramt und Ressortabstimmungen gingen dem Beschluss des Berichtes durch das Kabinett und der Veröffentlichung voraus. Neben den Schwerpunktthemen nachhaltiges Wirtschaften, Energie/Klima und Wasser wird durchgängig die fiskalische Nachhaltigkeit betont. Bestandteil der Strategie sind die Nachhaltigkeitsindikatoren zu insgesamt 38 Zielen. Diese Indikatoren sind Management- und Steuerungsinstrumente. Sie zeigen den Grad der Zielerreichung und zugleich noch notwendigen Veränderungen.
Sozial benachteiligte Menschen leben häufiger in einer Umwelt, die krank machen kann. Sie werden in weniger attraktive Stadtteile abgedrängt, sind Lärm und Abgasen von stark befahrenen Straßen ausgesetzt. Klimawandel und soziale Polarisierung erhöhen den Druck, in diese soziale (Ungleich-)Verteilung von Umweltbelastungen und -ressourcen politisch einzugreifen. Das UBA setzt sich unter dem Begriff „Umweltgerechtigkeit“ dafür ein, dass jeder Mensch in einer gesunden Umwelt leben kann.
Im 7. Jahr wird der Lokale Nachhaltigkeitspreis Zeitzeiche(N)Engagement für eine lebenswerte Zukunft vergeben, wie gewohnt auf dem Netzwerk21Kongress, der dieses Jahr in Stuttgart gastiert. Deshalb sind vorbildliche Initiativen und Aktivitäten, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und die Brücken in eine zukunftsfähige Gesellschaft bauen, gefragt. Unternehmen, Initiativen oder Kommunen können ihre Ideen bis zum 15.August 2013 einsenden.
Dass mineralölfreie Druckbilder hochwertig aussehen können, zeigt eine neue Broschüre des UBA. Fünf verschiedene Recyclingpapiere mit unterschiedlichen Weißegraden, Grammaturen und Oberflächen demonstrieren die Zukunftsfähigkeit von Recyclingpapier. Gegenüber konventionellem Primärfaserpapier hat es sowieso die Nase vorn, denn die optimale Funktionalität paart sich mit ökologischen Spitzenwerten: Die Herstellung spart bis zu 60 Prozent Energie und 70 Prozent Wasser.
Das Auge isst mit – und das Auge des Gemüse-Einkäufers mag nur schöne, gerade gewachsene Möhren, Gurken und Kartoffeln. Krummes oder ungewöhnlich aussehendes Gemüse bleibt daher gleich auf dem Feld liegen und wird entsorgt. Die Gemüseküche „Culinary Misfits“ aus Berlin bewahrt solche „kulinarischen Außenseiter“ vor dem Müll und verkauft sie oder kocht damit. Wie und für wen, erklärt Lea Brumsack im Interview mit Green Radio.
Ob Car-Sharing oder Tauschring - immer mehr Menschen wollen nachhaltig konsumieren. Recht und Gesetze können dafür ein Hindernis sein, aber sie können auch fördern. Ein Rechtsgutachten des UBA hat den Einfluss des Rechts auf die Nutzung von Produkten untersucht. Möglich ist, Produkte (Glühbirne oder Heizpilze) zu verbieten. Die Mitnutzung von Produkten zu erleichtern oder das Kaufrecht nachhaltiger auszugestalten – das verspricht bessere Effekte.
Beim bundesweiten Kongress „Umweltgerechtigkeit und biologische Vielfalt“ im November 2011 hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) eine Resolution vorgelegt, die ein Bündnis aus Umwelt- und Sozialverbänden anregt, um umweltbezogene soziale Benachteiligungen zu überwinden. Ein Ziel dabei ist es, mehr Grün in unterversorgte Stadtteile zu bringen. Auch Privatpersonen können die Resolution unterzeichnen.
Dass es zahlreiche Anknüpfungspunkte für verbesserte Strategien in der Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation gibt und welche das sind, haben vertiefenden Analysen mit den Daten der Repräsentativumfrage „Umweltbewusstsein in Deutschland 2010“ herausgearbeitet.
Kommunen, die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit ganz nach oben auf ihre Agenda setzen wollen, haben jetzt mit dem Handlungsleitfaden einen argumentativen Kompass. Der große Serviceteil, Tipps, Links, Ansprechpartnern und Checklisten zur gezielten Vertiefung in die Materie richten sich gezielt an Einsteigerkommunen. Fiktive Stories und good practices aus den Handlungsfeldern Energie, Flächenmanagement, Mobilität, aktive Bürgergesellschaft/Bürgerkommune, Bildung und Integration bieten anschaulich Vernetzungs- und Professionalisierungsangebote.
Konferenzen und andere Veranstaltungen können die Umwelt in sehr unterschiedlicher Weise belasten. Der Leitfaden, der Empfehlungen und praktische Hinweise zu den wichtigsten Handlungsfeldern bei der Organisation von Veranstaltungen enthält, soll den mit der Vorbereitung betrauten Personen als Arbeitshilfe für eine umweltgerechte Gestaltung dienen.