Meeresmüll: Mikroplastik aus Kosmetika nur Spitze des Eisbergs

eine Krabbe auf einem Sandstrand sitzt in einer kaputten Plastikflaschezum Vergrößern anklicken
Kunststoffe bedrohen zunehmend die Meeresökosysteme.
Quelle: Sabina Bredemeier

Rund sechs bis zehn Prozent der weltweiten Kunststoffproduktion landen in den Weltmeeren. Auf diesen alarmierenden Befund verweist eine aktuelle UBA-Studie. Mikroplastik aus kosmetischen Mitteln, wie Peelings oder Duschgels, leistet einen mengenmäßig vergleichsweise geringen, wenn auch unnötigen Beitrag. Bedeutsamste Quelle für Mikroplastik im Meer ist die Zersetzung größerer Plastikteile.

Plastiktüten, alte Fischernetze und anderer Kunststoffmüll werden durch Wind, Wetter und Gezeiten zu sogenanntem sekundärem Mikroplastik zerkleinert. Dieses wird von vielen Meerestieren mit Nahrung verwechselt und kann zu Verletzungen des Verdauungstraktes führen, die Verdauung behindern oder gar die Nahrungsaufnahme völlig blockieren. Oft verhungern Tiere, da sie ein ständiges Sättigungsgefühl verspüren, wenn ihr Magen mit Plastik gefüllt ist. Um das Problem zu lösen, muss der Eintrag von Kunststoffen in die Umwelt generell drastisch reduziert werden.