Anchor links Go to main navigation Go to subnavigation Go to content Go to search
Suchen

Achtung Tigermücke!

schwarze Mücke mit weißen Streifen auf einem Blattzum Vergrößern anklicken
Die Asiatische Tigermücke ist auffällig schwarz-silberweiß gestreift und relativ klein.
Quelle: Pluskota / KABS

Die Asiatische Tigermücke ist nun auch in Teilen Süddeutschlands regelmäßig in den Sommer- und Herbstmonaten anzutreffen. Da sie Krankheitserreger übertragen kann, sollte die Ansiedelung verhindert werden.

Mückenstiche jucken und oft schwellen sie an. Aber besonders unangenehm kann es werden, wenn die Asiatische Tigermücke zusticht. Denn sie kann das Chikungunya-, Dengue-, Gelbfieber- und West-Nil-Virus übertragen. In Teilen Südeuropas und der USA kam es durch diese Mückenart bereits zu Krankheitsfällen und Epidemien von Dengue- und Chikungunya-Fieber.

Die Asiatische Tigermücke - auch Aedes albopictus genannt - gehört zu den hundert Arten der Welt, die sich am aggressivsten ausbreiten. Unter den Stechmücken rangiert sie hier unangefochten auf Platz eins.

Seine Eier legt das Weibchen oberhalb von Wasserflächen ab, etwa an Rändern von Gewässern oder Gefäßen wie Regentonnen oder an aus dem Wasser ragenden Strukturen. Die Larven schlüpfen, wenn der Wasserpegel steigt und die Eier ins Wasser geraten – oft erst Monate nach der Eiablage. Die Eier sind sehr resistent gegenüber Kälte und Trockenheit. Mit dem internationalen Warenverkehr – vor allem dem Handel mit Altreifen und „Glücksbambus“ – werden die Eier über weite Strecken verschleppt. So hat sich die Mücke aus ihren ursprünglichen Verbreitungsgebieten in Ostasien inzwischen fast weltweit ausgebreitet. In Italien ist sie mittlerweile nahezu flächendeckend etabliert und wurde bis heute in mindestens 21 weiteren europäischen Staaten nachgewiesen.

Seit 2011 ist die Tigermücke in den Sommer- und Herbstmonaten regelmäßig im südlichen Bayern und Baden-Württemberg entlang von Reiserouten aus dem Süden kommend anzutreffen. Eine Etablierung der Asiatischen Tigermücke in Deutschland hat aber den aktuellen Erkenntnissen zufolge noch nicht stattgefunden. Auch wurden in den gefangenen Exemplaren keine Krankheitserreger nachgewiesen.

Um einer Gefährdung der menschlichen Gesundheit  vorzubeugen, sollte eine Ansiedelung dieser Mückenart in Deutschland verhindert werden. Dazu ist eine Überwachung an Risikostandorten notwendig, wie sie derzeit im Rahmen eines vom Bundesumweltministerium geförderten Umweltforschungsplan-Projektes durchgeführt wird.

Wer sich aktiv an der Forschung über die Verbreitung verschiedener Stechmückenarten in Deutschland beteiligen und außerdem gerne erfahren möchte, mit welcher Mückenart er es zu tun hat, kann ausgewachsene Mücken an das Projekt „Mückenatlas“ schicken.

Grenzen Sie Ihre Suche ein

Teilen:
Artikel:
Drucken Senden
Schlagworte:
 Biodiversität  Einschleppung fremder Arten  Asiatische Tigermücke

Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt