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Luftbelastung

Seit Beginn der 1990er Jahre ist die Schadstoffbelastung der Luft in Deutschland deutlich zurückgegangen. Dennoch kommt es immer noch zu Überschreitungen von Luftqualitätsgrenz- und Zielwerten. Am höchsten belastet ist die Luft in Ballungsräumen und an Orten mit starkem Verkehrsaufkommen.

Zu den Hauptquellen von Luftschadstoffen zählen die Energieerzeugung, der Straßenverkehr, die Landwirtschaft und die Produktion von Gütern. Für die Gesundheit des Menschen sind unter anderen Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon bedeutsam. Erhöhte Ozonkonzentrationen können auch Ökosysteme schädigen. Ebenso wirken sich versauernde und eutrophierende (nährstoffanreichernde) Luftverunreinigungen – vor allem Stickstoffoxide und Ammoniak, aber auch Schwefeldioxid – nachteilig auf empfindliche Ökosysteme und die Artenvielfalt aus.

Luftbelastungen halten sich nicht an Staats- und Ländergrenzen. Sie sind ein nationales, europäisches und teilweise auch ein globales Problem. Die Luftreinhaltung in Deutschland ist deshalb durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz und seine Verordnungen national geregelt und in internationale Strategien und Übereinkommen eingebettet. Wichtige Elemente sind dabei Grenzwerte, Zielwerte und nationale Emissionshöchstmengen für Luftschadstoffe sowie Regelungen zur Emissionsbegrenzung an der einzelnen Quelle (zum Beispiel Abgasnormen für Kraftfahrzeuge).

Wichtiges in Kürze

  • Zwischen 2000 und 2015 liegen für Stickstoffdioxid die Werte zwischen 36 und 9 Prozent. Für Ozon liegen die Werte zwischen 71 und 84 Prozent. Bei Feinstaub (PM2,5) liegen die Werte zwischen 77 und 26 Prozent.
    Indikator: Luftqualität in Ballungsräumen

    Ballungsräume sind durch die Konzentration vielfältiger menschlicher Aktivitäten wie Industrie, Gewerbe oder Verkehr stärker als andere Gebiete in Deutschland Luftverunreinigungen ausgesetzt. Die Bezugswerte für Ozon, Stickstoffdioxid und Feinstaub (PM2,5) werden von einem deutlichen Anteil der entsprechenden Stationen überschritten. weiterlesen

  • Der Luftschadstoffindex der Emissionen ging zwischen 1990 und 2010 auf 44,2 % (2014: 43,4 %) der Emissionen in 1990 zurück. Damit wurden nur 80 % (2014: 81 %) des Indikatorziels erreicht.
    Indikator: Emission von Luftschadstoffen

    Der Indikator bildet die Emission wichtiger Luftschadstoffe ab. Außer Ammoniak ist der Ausstoß aller Schadstoffe seit den 90er Jahren deutlich zurückgegangen. weiterlesen

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Wie geht es der Umwelt?

Schwermetalldepositionen

Bei den Schwermetallen Blei, Cadmium und Quecksilber ist ein Rückgang der atmosphärischen Einträge (Deposition) zu verzeichnen. Modellrechnungen zeigen: In Deutschland liegen die Schwermetalleinträge aus der Atmosphäre überwiegend bei 0,6 bis 1,8 kg Blei pro km², 20 bis 60 g Cadmium pro km² und 10 bis 30 g Quecksilber pro km². weiterlesen

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Ozon-Belastung

Die Höhe der Ozon-Spitzenkonzentrationen und die Häufigkeit sehr hoher Ozonwerte haben seit 1990 deutlich abgenommen. Der Zielwert für 2010 für den Schutz der menschlichen Gesundheit wird jedoch weiterhin überschritten. Im Unterschied zu der Entwicklung der Spitzenwerte nahmen die Ozon-Jahresmittelwerte im gleichen Zeitraum zu. weiterlesen

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Stickstoffdioxid-Belastung

Die Jahresmittelwerte der Stickstoffdioxid-Belastung zeigen seit 1995 nur eine leichte Abnahme. An mehr als der Hälfte der verkehrsnahen Stationen überschreiten die gemessenen Stickstoffdioxid-Konzentrationen den seit 2010 einzuhaltenden Grenzwert. weiterlesen

222

Feinstaub-Belastung

Gegenüber den 1990er Jahren konnte die Feinstaubbelastung erheblich reduziert werden. Zukünftig ist zu erwarten, dass die Belastung eher langsam abnehmen wird. Großräumig treten heute PM10-Jahresmittelwerte um 20 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) auf. weiterlesen

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Luftqualität in deutschen Ballungsräumen

Ballungsräume sind im Vergleich zu anderen Gebieten in Deutschland durch vielfältige menschliche Aktivitäten (Industrie, Gewerbe, Verkehr) geprägt und am stärksten durch Luftverunreinigungen belastet. Ein großer Teil der Stationen überschreitet Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). weiterlesen

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Nasse Deposition saurer und säurebildender Regeninhaltsstoffe

An den Stationen des UBA-Luftmessnetzes wurden von 1982 bis 2014 eine Abnahme saurer und säurebildender Regeninhaltsstoffe sowie eine geänderte Zusammensetzung des Niederschlags beobachtet. Die stärksten Abnahmen zeigten Wasserstoffionen und das schwefelhaltige Sulfat, während die stickstoffhaltigen Ionen Nitrat und Ammonium deutlich geringere Rückgänge aufwiesen. weiterlesen

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Emission von Feinstaub der Partikelgröße PM2,5

Feinstaub mit einem aerodynamischen Durchmesser kleiner als 2,5 Mikrometer (PM 2,5) ist vor allem aufgrund seiner geringen Größe ein Gesundheitsrisiko. Die feinen Partikel können tiefer in die Atemwege eindringen, dort länger verbleiben und die Lunge nachhaltig schädigen. Der Artikel beschreibt die Feinstaubemissionen seit 1995. weiterlesen

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Schwermetall-Emissionen

Hochwirksame Staubminderungsmaßnahmen und die Stilllegung veralteter Produktionsstätten in den neuen Bundesländern führten seit 1990 zu einer erheblichen Minderung der verbrennungsbedingten Schwermetall-Emissionen. weiterlesen

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Emissionen versauernder und eutrophierender Stoffe

Seit den 1970-er Jahren führten zahlreiche politische und technische Anstrengungen zur Reduzierung der Emissionen von Ammoniak, Stickstoffoxiden und Schwefeldioxid. Dennoch sind die Einträge in Ökosysteme nach wie vor zu hoch. Versauernde und eutrophierende Stoffeinträge beeinträchtigen Ökosystemfunktionen und die Artenvielfalt. weiterlesen

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Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt