Anchor links Go to main navigation Go to subnavigation Go to content Go to search
Suchen

Luftbelastung

Seit Beginn der 1990er Jahre ist die Schadstoffbelastung der Luft in Deutschland deutlich zurückgegangen. Dennoch kommt es immer noch zu Überschreitungen von Luftqualitätsgrenz- und Zielwerten. Am höchsten belastet ist die Luft in Ballungsräumen und an Orten mit starkem Verkehrsaufkommen.

Zu den Hauptquellen von Luftschadstoffen zählen die Energieerzeugung, der Straßenverkehr, die Landwirtschaft und die Produktion von Gütern. Für die Gesundheit des Menschen sind unter anderen Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon bedeutsam. Erhöhte Ozonkonzentrationen können auch Ökosysteme schädigen. Ebenso wirken sich versauernde und eutrophierende (nährstoffanreichernde) Luftverunreinigungen – vor allem Stickstoffoxide und Ammoniak, aber auch Schwefeldioxid – nachteilig auf empfindliche Ökosysteme und die Artenvielfalt aus.

Luftbelastungen halten sich nicht an Staats- und Ländergrenzen. Sie sind ein nationales, europäisches und teilweise auch ein globales Problem. Die Luftreinhaltung in Deutschland ist deshalb durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz und seine Verordnungen national geregelt und in internationale Strategien und Übereinkommen eingebettet. Wichtige Elemente sind dabei Grenzwerte, Zielwerte und nationale Emissionshöchstmengen für Luftschadstoffe sowie Regelungen zur Emissionsbegrenzung an der einzelnen Quelle (zum Beispiel Abgasnormen für Kraftfahrzeuge).

Wichtiges in Kürze

  • Das Kurvendiagramm zeigt die Emissionen von Feinstaub in den Fraktionen PM10 und PM2,5 von 1995 bis 2013 als Indexwerte mit der Basis 1995 = 100. Bis 2013 sanken die PM10-Emissionen auf den Wert 72,8. Die PM2,5-Emissionen sanken auf den Wert von 59,1.
    Indikator: Emission von Feinstaub

    Die Feinstaub (PM10 und PM2,5)-Emissionen sind zwischen 1995 und 2013 deutlich gesunken. Sie lagen zuletzt um über ein Viertel (PM10) und über 40 % (PM2,5) niedriger als 1995. Im Krisenjahr 2009 sanken die Emissionen etwas, stiegen im Jahr 2010 aber wieder an. weiterlesen

  • Zwischen 1990 und 2013 liegen für Stickstoffdioxid die Werte zwischen 23 und 62 Prozent. Für Ozon liegen die Werte zwischen 2 und 56 Prozent. Bei Feinstaub (PM2,5) liegen die Werte im abweichenden Zeitraum von 2010 bis 2013 zwischen 58 und 90 Prozent.
    Indikator: Belastung durch Luftschadstoffe in Ballungsräumen

    Ballungsräume sind durch die Konzentration vielfältiger menschlicher Aktivitäten wie Industrie, Gewerbe oder Verkehr stärker als andere Gebiete in Deutschland Luftverunreinigungen ausgesetzt. Die Bezugswerte für Ozon, Stickstoffdioxid und Feinstaub (PM2,5) werden von einem deutlichen Anteil der entsprechenden Stationen überschritten. weiterlesen

  • Der Luftschadstoffindex der Emissionen ging zwischen 1990 und 2010 um 57,8 % (2013: 58,4 %) zurück. Damit wurden nur 83 % (2013: 84 %) des Indikatorziels erreicht.
    Indikator: Emissionen von Luftschadstoffen

    Der Indikator bildet die Emission wichtiger Luftschadstoffe ab. Außer Ammoniak ist der Ausstoß aller Schadstoffe seit den 90er Jahren deutlich zurückgegangen. weiterlesen

< >

Wie geht es der Umwelt?

Emissionen versauernder und eutrophierender Stoffe

Seit den 1970-er Jahren führten zahlreiche politische und technische Anstrengungen zur Reduzierung der Emissionen von Ammoniak, Stickstoffoxiden und Schwefeldioxid. Dennoch sind die Einträge in Ökosysteme nach wie vor zu hoch. Versauernde und eutrophierende Stoffeinträge beeinträchtigen Ökosystemfunktionen und die Artenvielfalt. weiterlesen

105

Schwermetall-Emissionen

Hochwirksame Staubminderungsmaßnahmen und die Stilllegung veralteter Produktionsstätten in den neuen Bundesländern führten seit 1990 zu einer erheblichen Minderung der verbrennungsbedingten Schwermetall-Emissionen. weiterlesen

113

Schwefeldioxid-Emissionen

Schwefeldioxid entsteht hauptsächlich bei der Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe. Seit 1990 sind die Emissionen um über 90 Prozent gesunken, vor allem durch technische Maßnahmen sowie den Einsatz schwefelarmer Brennstoffe. Die Reduktionsziele sind damit alle vorzeitig erreicht oder sogar übererfüllt worden. weiterlesen

125

Ammoniak-Emissionen

Die Ammoniak-Emissionen stammen im Wesentlichen aus der Tierhaltung und weiteren Quellen in der Landwirtschaft. Von 1990 bis 2013 sanken die Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft um 16,8 Prozent. weiterlesen

123

Emission von Feinstaub der Partikelgröße PM2,5

Feinstaub mit einem aerodynamischen Durchmesser kleiner als 2,5 Mikrometer (PM 2,5)ist vor allem aufgrund seiner geringen Größe ein Gesundheitsrisiko. Die feinen Partikel können tiefer in die Atemwege eindringen, dort länger verbleiben und die Lunge nachhaltig schädigen. Der Artikel beschreibt die Feinstaubemissionen seit 1995. weiterlesen

111

Emission von Feinstaub der Partikelgröße PM­10

Staub lässt sich nach Größe in verschiedene Fraktionen einteilen. Eine relevante Fraktion des Gesamtstaubes stellen die Partikel dar, deren aerodynamischer Durchmesser weniger als 10 µm beträgt (Feinstaub - PM10). Von 1995 bis 2013 sind die Feinstaub-Emissionen um 27 Prozent gesunken. weiterlesen

107

Stickstoffoxid-Emissionen

Stickstoffoxide entstehen hauptsächlich bei Verbrennungsprozessen in Anlagen und Motoren. Geringe Emissionen entstehen auch in bestimmten Industrieprozessen und in der Landwirtschaft. Trotz erheblicher Reduzierungen sind weitere Maßnahmen nötig, um die seit 2010 einzuhaltenden Höchstmengen zu unterschreiten. weiterlesen

121

Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt