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Luftbelastung

Seit Beginn der 1990er Jahre ist die Schadstoffbelastung der Luft in Deutschland deutlich zurückgegangen. Dennoch kommt es immer noch zu Überschreitungen von Luftqualitätsgrenz- und Zielwerten. Am höchsten belastet ist die Luft in Ballungsräumen und an Orten mit starkem Verkehrsaufkommen.

Zu den Hauptquellen von Luftschadstoffen zählen die Energieerzeugung, der Straßenverkehr, die Landwirtschaft und die Produktion von Gütern. Für die Gesundheit des Menschen sind unter anderen Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon bedeutsam. Erhöhte Ozonkonzentrationen können auch Ökosysteme schädigen. Ebenso wirken sich versauernde und eutrophierende (nährstoffanreichernde) Luftverunreinigungen – vor allem Stickstoffoxide und Ammoniak, aber auch Schwefeldioxid – nachteilig auf empfindliche Ökosysteme und die Artenvielfalt aus.

Luftbelastungen halten sich nicht an Staats- und Ländergrenzen. Sie sind ein nationales, europäisches und teilweise auch ein globales Problem. Die Luftreinhaltung in Deutschland ist deshalb durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz und seine Verordnungen national geregelt und in internationale Strategien und Übereinkommen eingebettet. Wichtige Elemente sind dabei Grenzwerte, Zielwerte und nationale Emissionshöchstmengen für Luftschadstoffe sowie Regelungen zur Emissionsbegrenzung an der einzelnen Quelle (zum Beispiel Abgasnormen für Kraftfahrzeuge).

Wichtiges in Kürze

  • Der Luftschadstoffindex der Emissionen ging zwischen 1990 und 2010 auf 44,2 % (2014: 43,4 %) der Emissionen in 1990 zurück. Damit wurden nur 80 % (2014: 81 %) des Indikatorziels erreicht.
    Indikator: Emissionen von Luftschadstoffen

    Der Indikator bildet die Emission wichtiger Luftschadstoffe ab. Außer Ammoniak ist der Ausstoß aller Schadstoffe seit den 90er Jahren deutlich zurückgegangen. weiterlesen

  • Zwischen 1990 und 2014 liegen für Stickstoffdioxid die Werte zwischen 23 und 62 Prozent. Für Ozon liegen die Werte zwischen 2 und 56 Prozent. Bei Feinstaub (PM2,5) liegen die Werte im abweichenden Zeitraum von 2010 bis 2014 zwischen 48 und 90 Prozent.
    Indikator: Belastung durch Luftschadstoffe in Ballungsräumen

    Ballungsräume sind durch die Konzentration vielfältiger menschlicher Aktivitäten wie Industrie, Gewerbe oder Verkehr stärker als andere Gebiete in Deutschland Luftverunreinigungen ausgesetzt. Die Bezugswerte für Ozon, Stickstoffdioxid und Feinstaub (PM2,5) werden von einem deutlichen Anteil der entsprechenden Stationen überschritten. weiterlesen

  • Das Kurvendiagramm zeigt die Emissionen von Feinstaub in den Fraktionen PM10 und PM2,5 von 1995 bis 2013 als Indexwerte mit der Basis 1995 = 100. Bis 2013 sanken die PM10-Emissionen auf den Wert 72,8. Die PM2,5-Emissionen sanken auf den Wert von 59,1.
    Indikator: Emission von Feinstaub

    Die Feinstaub (PM10 und PM2,5)-Emissionen sind zwischen 1995 und 2013 deutlich gesunken. Sie lagen zuletzt um über ein Viertel (PM10) und über 40 % (PM2,5) niedriger als 1995. Im Krisenjahr 2009 sanken die Emissionen etwas, stiegen im Jahr 2010 aber wieder an. weiterlesen

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Wie geht es der Umwelt?

Luftschadstoff-Emissionen in Deutschland

Luftschadstoff-Emissionen aus unterschiedlichsten Quellen beeinträchtigen die Luftqualität, können in der Umwelt Säuren bilden oder die Eutrophierung der Ökosysteme vorantreiben. Auch die menschliche Gesundheit kann belastet werden. weiterlesen

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Ozon-Belastung

Die Höhe der Ozon-Spitzenkonzentrationen und die Häufigkeit sehr hoher Ozonwerte haben seit 1990 deutlich abgenommen. Der Zielwert für 2010 für den Schutz der menschlichen Gesundheit wird jedoch weiterhin überschritten. Im Unterschied zu der Entwicklung der Spitzenwerte nahmen die Ozon-Jahresmittelwerte im gleichen Zeitraum zu. weiterlesen

251

Stickstoffdioxid-Belastung

Die Jahresmittelwerte der Stickstoffdioxid-Belastung haben bis zum Ende der 1990er Jahre abgenommen, seitdem stagnieren sie. An weit mehr als der Hälfte der verkehrsnahen Stationen überschreiten die gemessenen Stickstoffdioxid-Konzentrationen den seit 2010 einzuhaltenden Grenzwert. weiterlesen

196

Feinstaub-Belastung

Während in den 1990er Jahren die Staubemissionen drastisch reduziert werden konnten, ist zu erwarten, dass die Staubkonzentrationen in der Luft zukünftig nur noch langsam abnehmen werden. Großräumig treten heute PM10-Jahresmittelwerte zwischen 20 und 30 Mikrogramm pro Kubikmeter auf. weiterlesen

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Luftqualität in Ballungsräumen

Ballungsräume und Städte zählen in Deutschland zu den am stärksten durch Luftverunreinigungen belasteten Regionen. Ernsthafte Probleme bei der Einhaltung der Luftqualitätsgrenzwerte ergeben sich hier durch die räumliche Nähe zu Schadstoffquellen (Emittenten). weiterlesen

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Schwermetall-Emissionen

Hochwirksame Staubminderungsmaßnahmen und die Stilllegung veralteter Produktionsstätten in den neuen Bundesländern führten seit 1990 zu einer erheblichen Minderung der verbrennungsbedingten Schwermetall-Emissionen. weiterlesen

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Emissionen versauernder und eutrophierender Stoffe

Seit den 1970-er Jahren führten zahlreiche politische und technische Anstrengungen zur Reduzierung der Emissionen von Ammoniak, Stickstoffoxiden und Schwefeldioxid. Dennoch sind die Einträge in Ökosysteme nach wie vor zu hoch. Versauernde und eutrophierende Stoffeinträge beeinträchtigen Ökosystemfunktionen und die Artenvielfalt. weiterlesen

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Schwefeldioxid-Emissionen

Schwefeldioxid entsteht hauptsächlich bei der Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe. Seit 1990 sind die Emissionen um über 90 Prozent gesunken, vor allem durch technische Maßnahmen sowie den Einsatz schwefelarmer Brennstoffe. Die Reduktionsziele sind damit alle vorzeitig erreicht oder sogar übererfüllt worden. weiterlesen

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Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt