Aussehen und Vorkommen
Landasseln (Oniscoidea) zählen zur Tierordnung der Asseln (Isopoda) und sind landbewohnende Krebstiere. Es gibt mehrere Landassel-Arten, die in unseren Breiten auftreten, zum Beispiel die Mauerasseln (Oniscus asellus), die Kellerasseln (Porcellio scaber) und die Rollasseln (Armadillidium vulgare). Ihr Körper ist oval und flach. Sie werden, je nach Art, zwischen 16 und 20 mm lang und haben sieben Laufbeinpaare. Der Rückenpanzer ist grau bis braungrau und halbringförmig gegliedert. Die Larven der Kellerasseln haben die Form der Elterntiere, ihnen fehlt jedoch noch das siebente Beinpaar.
Ihr Körper ist gegenüber Austrocknung sehr empfindlich, denn anders als bei ihren im Wasser lebenden Verwandten ist ihr Außenpanzer nicht mit einer isolierenden Wachsschicht bedeckt. Sie atmen aber, wie im Wasser lebende Krebse, über Kiemen. Die Kellerasseln sind daher auf Orte mit hoher Luftfeuchtigkeit angewiesen und halten sich bevorzugt an dunklen und vor allem feuchten Orten wie einem Keller auf, wo sie sich meist unter Gegenständen verkriechen.
Kellerasseln ernähren sich vor allem von abgestorbener organischer Substanz wie beispielsweise morschem, mit Pilzen befallenem Holz, abgestorbenen Pflanzenteilen oder anderen pflanzlichen Materialien. Kellerasseln sind im Zusammenhang mit der Kompostierung wichtige Humusbildner. Gefangene Tiere sollten daher, wenn möglich, im Freien zum Beispiel auf einem Komposthaufen ausgesetzt werden.