Erste Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass die Nahrungsgebiete der Pinguine auf den Danger Islands sich auf die umliegenden Meeresgebiete erstrecken. Der umfassende Schutz der Tiere kann also nur gewährleistet werden, wenn auch die Nahrungsgründe vor direkten menschlichen Einflüssen – wie etwa der (Krill-)Fischerei geschützt sind. Hierzu soll weiter geforscht werden, um die entsprechenden Meeresgebiete genauer zu verorten und diese dann als marine Komponente des ASPA zu bewahren.
Ein weiteres Schutzgebiet in Planung
Der weitere Vorschlag für ein ASPA Otto-von-Gruber-Gebirge wird derzeit von den Antarktisvertragsstaaten noch diskutiert. Das Otto-von-Gruber-Gebirge, das als zweites besonders schützenswertes Gebiet identifiziert wurde, ist ein Teil des Wohlthat Massiv Gebirgszugs in der Ostantarktis. Mehrere der Berggipfel erreichen hier fast 2.800 m Höhe. Das Gebiet umfasst aber auch zwei Seen, deren Einzugsgebiet und einen Gletscher. Die Oberflächen der Seen - Unter- und Obersee genannt – sind permanent gefroren. Im Inneren dieser extrem alkalischen Seen finden sich neben einzigartigen mikrobiellen Lebensgemeinschaften auch sogenannte Stromatolithen. Dabei handelt es sich um geschichtete Gesteinsstrukturen, die von Bakterien in flachen Gewässern gebildet werden. Die Bakterien scheiden durch ihre Stoffwechselprozesse eine Substanz aus, an der sich Sedimente festsetzen. Mit der Zeit wachsen die Bakterien weiter nach oben, während die unteren Schichten verhärten und schließlich versteinern. Diese bis zu 3,5 Milliarden Jahr alte Lebensform gilt heute als weitgehend ausgestorben und ist nur noch an wenigen Stellen der Erde zu finden. Das Otto-von-Gruber-Gebirge beherbergt außerdem eine der größten bekannten Kolonien des Schneesturmvogels. Vor allem die beiden Seen sind Gegenstand laufender wissenschaftlicher Forschung, für die das Gebiet auch weiterhin zur Verfügung stehen soll.