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Algen

Algenteppich auf Gewässer
Algen
Quelle: Thomas Max Müller / PIXELIO

Ein Bewuchs mit Algen an Fassaden oder auf Gehweg- und Terrassenplatten ist ein optisches Problem, das aber viele Hausbesitzer umtreibt. Auch im Gartenteich kann es zu massenhafter Vermehrung von Algen kommen. In den meisten Fällen ist ein Einsatz von Bioziden jedoch nicht nötig.

Inhaltsverzeichnis

Aussehen und Vorkommen

Algen sind ein- bis mehrzellige pflanzliche Organismen die Fotosynthese betreiben können (autotroph). Für die Photosynthese sind sie unter anderem auf Licht und Wasser angewiesen und bevorzugen daher helle und feuchte Lebensräume.

Je nach Systematik werden Algen in 12 bis 15 Klassen unterteilt. Die Unterscheidung beziehungsweise Einteilung erfolgt dabei überwiegend auf Grund ihrer Färbung, zum Beispiel unterscheidet man Grün-, Braun-, Gold- oder Rotalgen. Algen können in Salz- und Süßwasser, aber auch an Land leben, wenn es ausreichend Wasser gibt.

Schadpotential

Algenbefall kann im Haushalt auftreten, zum Beispiel an der Hausfassade und auf Gehwegen und Terrassenplatten. Auch im Gartenteich und im Aquarium kann es zu massenhaftem Auftreten kommen.

Die oftmals zu den Algen gezählten „Blaualgen“ sind keine Algen sondern gehören zu den Bakterien. Cyanobakterien, wie sie korrekt heißen, führen wie Pflanzen Photosynthese durch und produzieren dabei Sauerstoff. Einige Arten bilden jedoch Toxine und können zum Beispiel in Badeseen problematisch werden.

Weiterführende Informationen sind im „Cyanocenter“ des Umweltbundesamtes zu finden: Cyanocenter | Umweltbundesamt

Vorbeugen, Abwehren und Bekämpfen

Wärmegedämmte Fassaden können durch die erhöhte Tauwasserbildung das Algenwachstum fördern. Weitere Faktoren können ein fehlender konstruktiver Regenschutz (Dachüberstand) oder der Aufbau des Putzes sein. Algenbewuchs wird lediglich aus ästhetischen Gründen als störend empfunden, verursacht aber keine Materialschäden.

Hier finden Sie Tipps zur Vermeidung des Bewuchses an Fassaden: biozidmerkblaetter_1-5_fassaden_230323.pdf (umweltbundesamt.de)

Das Ausmaß des Algenbefalls auf Gehweg- und Terrassenplatten lässt sich durch die Materialauswahl und eine gute Drainage positiv beeinflussen. Ein vorhandener Algenbefall kann durch mechanisches Reinigen oder mit Hilfe von Hochdruck- oder Dampfreinigern eingedämmt werden. 

Weiterführende Informationen zum Thema „Grünbelagsentferner“: Grünbeläge chemiefrei entfernen | Umweltbundesamt

Algen im Gartenteich gehören zum normalen Ökosystem des Teichs. Allerdings kann es vor allem bei Faden- und Schwebalgen zu übermäßigem Algenwachstum im Gartenteich kommen. Die Beschattung der Wasserflächen durch Bäume, Sträucher, Schwimmpflanzen (zum Beispiel Wasserlinse) und Wasserpflanzen (zum Beispiel Seerosen) begrenzt den Lichteinfall. Durch Einsatz von Wasserflöhen (Daphnien) lässt sich die Algendichte vor allem im Frühjahr, wenn die Teichpflanzen erst beginnen zu wachsen, begrenzen. Die Zufütterung von Fischen ist oftmals die wichtigste Eintragsquelle für Phosphat und sollte vermieden beziehungsweise verringert werden.

In Aquarien kann das Algenwachstum durch folgende Maßnahmen eingedämmt werden:

  • Überfütterung vermeiden, um die Phosphatkonzentrationen zu begrenzen
  • Auswahl von Leuchtstoffröhren, deren Lichtspektrum das Algenwachstum begrenzt
  • Reduzierung der Beleuchtungszeiten
  • Einsatz von algenfressenden Aquarienbewohnern (Zooplankton, algenfressende Fische, Schnecken)
  • manuelles Entfernen der Algen von Glaswänden durch Kratzer oder Schwamm und nachfolgendes Absaugen der Algen
  • Wasserreinigung durch Filteranlagen
  • regelmäßiger Wasserwechsel.

Auch im Swimmingpool kann es zur Ansiedlung von Algen kommen. 

Tipps zur Vorbeugung und Bekämpfung finden Sie hier: Fragen und Antworten zum Thema Swimmingpool | Umweltbundesamt

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