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Zusammen ist es Klimaschutz – jeder kann das Klima schützen

eine Frau und ein Mann beim Wandern mit Wanderrucksäcken und Wanderstöcken auf einem Waldwegzum Vergrößern anklicken
Wandern in der Heimat statt Flugreise in die Ferne verbessert die persönliche Klimabilanz erheblich.
Quelle: CandyBox Images / Fotolia.com

Tipps und Tricks zum Tag der Umwelt: Wo bringt Klimaschutz im Alltag am meisten?

Am Freitag ( 5. Juni 2015) ist Internationaler Tag der Umwelt. Thema dieses Jahr in Deutschland: „Zusammen ist es Klimaschutz“ – denn um das Klima zu schützen, sind wir alle gefragt. Wo die großen Stellschrauben im Alltag liegen, zeigen unsere Tipps:

Die meisten Treibhausgas-Emissionen unseres täglichen Lebens entfallen auf

  • Heizung und Strom (25 Prozent),
  • Mobilität (23 Prozent) und
  • Ernährung (14 Prozent).

Wer hier ansetzt, kann durch wenige effektive Veränderungen besonders viel für den Klimaschutz erreichen.

Stellschraube 1: Heizenergie- und Strom-Bedarf

Für die Heizung unserer Wohnräume verbrauchen wir besonders viel Energie. Je mehr Quadratmeter wir beheizen und je schlechter diese gedämmt sind, desto größer sind der Heizenergie-Bedarf und damit der Treibhausgas-Ausstoß. Eine effiziente Heizungsanlage und ein guter Dämmstandard senken deshalb nicht nur die CO2-Emissionen, sondern auch die Heizkosten. Dabei ist es auch wichtig, die Temperatur unter Kontrolle zu halten. Als Richtwert gelten 20°C für den Wohnbereich, 18°C für die Küche und 17°C für den Schlafbereich.

Haushaltsgroßgeräte wie Kühlschrank  und Herd  sowie – weniger bekannt – die Heizungsumwälzpumpe  sind die großen Stromfresser im Haushalt. Bei den Haushaltsgroßgeräten hilft das EU-Energieverbrauchslabel beim Stromsparen. Orientieren Sie sich beim Neukauf daran und bevorzugen Sie A++ bzw. A+++ - Geräte. Die Stromsparinitiative des Bundesumweltministeriums  zeigt darüber hinaus, wie man mit überschaubarem Aufwand 1.000 kWh und mehr Strom sparen kann.

Beispiel:

Wer seine 70 m²-Wohnung auf 22 Grad Celsius heizt und zum Lüften viele Fenster auf Dauerkippstellung hat, kann künftig etwa eine Tonne Treibhausgase im Jahr sparen, wenn er seine Raumtemperatur um ein Grad Celsius senkt und per Stoßlüften für Frischluft sorgt.

Stellschraube 2: Fernreisen und Autofahrten

Fernreisen, insbesondere mit dem Flugzeug, schlagen auf dem Klimakonto besonders negativ zu Buche. Aber auch die zurückgelegten Autokilometer und der Kraftstoffverbrauch des Autos bestimmen die persönliche Klimabilanz. Laut Schätzungen des Umweltbundesamts könnten besonders in Ballungsgebieten bis zu 30 Prozent der Pkw-Fahrten per Rad zurückgelegt werden. Denn etwa die Hälfte aller Fahrten mit dem Auto ist unter 5 Kilometer lang.

Beispiele:

Wer einmal von Berlin nach Bangkok und zurück fliegt, hat bereits dadurch einen mehr als doppelt so hohen Treibhausgasausstoß erzeugt wie „Otto Normalverbraucher“ für Mobilität im ganzen Jahr.

Wer im Jahr 10.000 Kilometer mit einem Pkw der Oberklasse (Benzinverbrauch elf Liter pro 100 Kilometer) zurücklegt, stößt eine gute Tonne mehr Treibhausgase aus, als wenn er dieselbe Strecke mit einem erdgasbetriebenen Kleinwagen zurücklegen würde.

Zusammen ist es Klimaschutz: Ein Autopendler, der eine täglichen Arbeitsweg von 20 Kilometern hat, kann fast 10 Prozent seiner gesamten Treibhausgasemissionen einsparen, wenn er zusammen mit einem Kollegen oder einer Kollegin fährt.

Stellschraube 3: Ernährung

Weniger Fleisch essen und mehr Bioprodukte kaufen – beides wirkt sich deutlich positiv auf die eigene Klimabilanz aus. Auch saisonale und regionale Produkte helfen, die Klimabilanz zu verbessern. So können Emissionen durch lange Transportwege und intensive Kühlung reduziert werden.

Beispiel:

Durch eine gesundheitsbewusste mediterrane, also nicht so fleischlastige Ernährung, oder Vollwertkost kann man gegenüber einer durchschnittlichen Ernährung um die 15 Prozent Treibhausgas-Emissionen einsparen. Ebenfalls circa 15 Prozent lassen sich durch den konsequenten Einkauf von Bioprodukten einsparen.

 

Wie Ihre persönliche CO2-Bilanz aussieht und welche Veränderung was bewirkt, können Sie einfach online mit dem CO2-Rechner berechnen.

Übrigens: Das auch vom UBA geförderte Umweltfestival am Brandenburger Tor in Berlin, das jedes Jahr rund um den „Tag der Umwelt“ stattfindet, ist dieses Jahr am Sonntag, den 14. Juni. Umsonst und draußen gibt es ein buntes Programm für die ganze Familie. Aussteller präsentieren ihre Aktivitäten und neuen Ideen zu einer nachhaltigen Entwicklung. Newcomerbands, Theatergruppen und Straßenkünstler geben Kostproben ihres Repertoires. In Streitgesprächen und Vorträgen geht es dieses Jahr zum Beispiel um das Freihandelsabkommen TTIP, Radverkehr, nachhaltigen und weniger Konsum oder die Energiewende. Dazu gibt es Lesungen, Kochworkshops, Öko-Mode und vieles mehr zu erleben.

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