Supermärkte

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Supermärkte sollten klimafreundlich kühlen, energieefizient und ohne Fluorkohlenwasserstoffe.
Quelle: Bernard Bailly / Fotolia.com

Kälteanlagen der gewerblichen Kühlung dienen der Frischhaltung und Tiefkühlung von Verkaufswaren, vor allem Lebensmitteln. Sie sind im Lebensmitteleinzelhandel, in Gaststätten, Blumengeschäften und anderen Bereichen installiert. Im deutschen LEH waren im Jahr 2006 etwa 30.000 Kälteanlagen installiert. Meist handelt es sich dabei um Direktverdampfer-Verbundanlagen mit HFKW-134a oder HFKW-404A.

Klimafreundlich kühlen

Wer auf HFKW verzichten möchte, hat dazu bereits heute die Möglichkeit. Mit unterschiedlichen Konzepten werden halogenfreie Stoffe wie Kohlenwasserstoffe und CO2 als Kältemittel in Gewerbekälteanlagen eingesetzt. Entsprechende Anlagen sind in mehreren Ländern Europas realisiert und haben den Stand der Technik erreicht.

Bedingt durch steigende Energiekosten nimmt in der Branche die Bereitschaft zu, sich mit dem Thema Energieeffizienz zu befassen. Denn es gibt erhebliche technisch und wirtschaftlich realisierbare Energieeinsparpotenziale. Beim Neubau ist es heute bereits üblich, den Supermarkt als energetisches Gesamtsystem zu betrachten. Dabei wird auch  die bei der Kälteerzeugung entstehende Wärme zur Brauchwarmwassererwärmung oder Heizung des Gebäudes genutzt. Bei der Sanierung sind individuelle Konzepte gefragt, die den jeweiligen Anforderungen gerecht werden. Viele Beispiele belegen, dass durch die energetische Modernisierung von Lebensmittelmärkten im Vergleich zum Standardmarkt bei gleicher Dienstleistung in bedeutendem Maße (bis fast 50%) Energie eingespart werden kann.

Für Maßnahmen zur energetischen Sanierung bestehender Kälteanlagen sowie für die Installation von Anlagen ohne halogenierte Kältemittel kann eine Förderung innerhalb des vom Bundesumweltministerium aufgelegten Klimaschutz-Impulsprogramms für gewerbliche Kälteanlagen beantragt werden.

Runder Tisch Supermarktkälte

Der vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt veranstaltete „Runde Tisch Supermarktkälte“ dient dem Erfahrungsaustausch von Betreibern, Anlagen- und Komponentenbauern mit der Politik und dem Handwerk. Sein Ziel ist die Förderung der breiten Markteinführung besonders energieeffizienter und klimafreundlicher Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln im Supermarkt.

5. Runder Tisch Supermarktkälte am 9. September 2015

Neue Vorschriften für Kältemittel und hohe Anforderungen an die Energieeffizienz machen zukunftsfähige Lösungen erforderlich – auch für Kälteanlagen kleiner Leistung, wie sie zur Kühlung von Lebensmitteln in Tankstellen, Fleischereien, Nachtshops oder kleinen Supermärkten benötigt werden. Beim „5. Runden Tisch Supermarktkälte“ haben Hersteller und Planer aktuelle Konzepte für diesen Leistungsbereich vorgestellt und mit mehr als 50 Teilnehmern diskutiert.

Konzepte mit natürlichen Kältemitteln wie Propan und Kohlendioxid standen wegen der Zukunftssicherheit dieser Kältemittel im Fokus der Veranstaltung. Ergänzend wurde auch ein auf dem fluorhaltigen Kältemittel R410A beruhendes Konzept vorgestellt, bei dem laut Hersteller Heizung und Kälteerzeugung in einem System energieeffizient kombiniert sein sollen. Hersteller setzen zunehmend auf modulare Bauweisen, um den unterschiedlichen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. So soll auch mit Propan oder CO2 nicht nur gekühlt, sondern bei entsprechendem Kundenwusch beispielsweise auch klimatisiert werden können. Bei Propan geht der Trend zu größeren Füllmengen. Gezeigt wurden Konzepte mit Kaltwassersätzen, Kaskadenanlagen und steckerfertigen Kühlregalen, bei denen eine Wärmeabfuhr nach außen realisiert werden kann. Sowohl die im Fall von CO2 möglichen hohen Drücke, als auch die Füllmengen der vorgestellten Propan-Aggregate sind nach Darstellung der Vortragenden gut beherrschbar. Nachdem sie heute aus dem „klassischen Supermarkt“ nicht mehr wegzudenken sind, setzen Hersteller zunehmend auch in Aggregaten kleinerer Leistung auf natürliche Kältemittel. Bei seriengefertigten Gesamtkonzepten dominieren zwar noch fluorierte Treibhausgase den Markt. Vor dem Hintergrund der beschlossenen Verknappung bestimmter Kältemittel, sind auch hier Änderungen zu erwarten.

Programm und Vorträge finden Sie unten.

4. Runder Tisch Supermarktkälte am 25. September 2012

Schwerpunkt beim „Runden Tisch Supermarktkälte” im Jahr 2012 war der sichere Umgang mit den natürlichen Kältemitteln Kohlenwasserstoff und Kohlendioxid. Die Referenten und fast 60 Teilnehmer diskutierten Vorschriften zur Herstellung und zum Betrieb von Kälteanlagen und -geräten. Festgehalten wurde, dass die Verwendung brennbarer Kältemittel beherrschbar ist. Erforderlich ist aber gleichzeitig eine umfassende Information von Betreibern und Installations-/Wartungspersonal.

Der Nachmittag widmete sich Wirtschaftlichkeits- und TEWI-Vergleichen verschiedener Kältesysteme mit und ohne Wärmerückgewinnung. Wobei TEWI für Total Equivalent Warming Impact steht.

Die vorgetragenen Ergebnisse zeigten eindeutige Wirtschaftlichkeits- und TEWI-Vorteile integraler Konzepte (Systemlösung für die gesamte thermische Versorgung) gegenüber  separat geplanten Anlagen für z. B. Heizung und Kühlung. Transkritische CO2-Anlagen erwiesen sich im Vergleich zu R134a/ CO2 Kaskaden Systemen energetisch als nochmals deutlich vorteilhafter.

Programm und Vorträge finden Sie unten

3. Runder Tisch Supermarktkälte am 11. Februar 2011

Fast 60 Teilnehmer zeigten die Bedeutung des Themas klimafreundliche Supermärkte für die Betroffenen. Programm und Vorträge finden Sie unten

2. Runder Tisch Supermarktkälte am 8. Oktober 2009

Programm und Protokoll des zweiten runden Tischs finden Sie unten.

1. Runder Tisch Supermärkte am 4. September 2008

Programm und Protokoll des ersten runden Tischs finden Sie unten.

Veranstaltung "Klimafreundliche Kälteanlagen für den Supermarkt"

Am 5. September 2008 fand im Umweltbundesamt in Dessau die Abschlussveranstaltung „Klimafreundliche Kälteanlagen für den Supermarkt“ statt, auf der u.a. die Ergebnisse des Berichts „Vergleichende Bewertung der Klimarelevanz von Kälteanlagen und –geräten für den Supermarkt” vorgestellt wurden. Die Studie gibt einen umfassenden Überblick über die deutschland- und europaweit für Supermarktanwendungen angebotenen Kälteanlagen mit natürlichen, halogenfreien Kältemitteln.

Deren Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit sind konventionellen Anlagen mit synthetischen, halogenhaltigen Kältemitteln gegenübergestellt. Darüber hinaus gibt der Bericht einen Überblick über die Emissionen kältetechnischer Einrichtungen im Lebensmitteleinzelhandel. Insgesamt zeigen die durchgeführten TEWI-Analysen, dass Anlagen mit natürlichen, halogenfreien Kältemitteln die günstigste Klimabilanz haben.

Internationale Konferenz „Co2ol Food – klimafreundlich Kühlen im Supermarkt“

Aus Anlass der deutschen EU-Ratspräsidentschaft fand auf Einladung des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamts am 23. Mai 2007 die internationale Konferenz „Co2ol Food – klimafreundlich Kühlen im Supermarkt“ in Berlin statt.

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