UBA kritisiert übermäßigen Einsatz von Glyphosat

Bauer bringt Pflanzenschutzmittel auf seinem Feld auszum Vergrößern anklicken
Jährlich werden auf einem Hektar Acker etwa neun Kilogramm Pflanzenschutzmittel eingesetzt.

Jährlich werden auf einem Hektar Acker etwa neun Kilogramm Pflanzenschutzmittel eingesetzt.

Quelle: Penny Williams / Fotolia.com

Glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel werden in großen Mengen verwendet. Die biologische Vielfalt ist dadurch beeinträchtigt.

Mit knapp 6000 Tonnen im Jahr 2012 ist Glyphosat der am häufigste verwendete Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln. Etwa jede vierte Tonne Pflanzenschutzmittel enthält diesen Wirkstoff. Warum hat die Glyphosatanwendung in den vergangenen 15 Jahren um das Dreifache zugenommen?
Unter anderem, weil Landwirte ihre Böden nicht mehr pflügen, verwenden sie mehr Herbizide gegen Unkraut. Unkräuter lassen sich aber auch ohne Pflug und mit wenig Herbiziden effektiv bekämpfen. Zum Beispiel mit vielfältiger Fruchtfolge, Zwischenfruchtanbau und der bodenschonenden mechanischen Unkrautbekämpfung mit Eggen. Rund 15 Prozent des Wirkstoffs könnten dadurch eingespart werden, wenn auf Glyphosat als Erntebeschleuniger, die so genannte Sikkation, verzichtet würde. Insgesamt hält das Umweltbundesamt eine Reduktion um tausend Tonnen pro Jahr für möglich.

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