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Richtig heizen schont die Umwelt und den Geldbeutel

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Der Herbst ist da – und mit ihm beginnt die Heizsaison.
Quelle: lucadp / Fotolia.com

Heizen verbraucht im Haushalt am meisten Energie – das geht ins Geld und verursacht große Mengen an klimaschädlichem Kohlendioxid. Auch das Heizen mit Holz birgt Risiken.

Rund 70 Prozent des Energieverbrauchs im Bereich Wohnen verbraucht das Heizen, der Anteil des CO2-Ausstoßes für diesen Bereich liegt bei knapp 60 Prozent (Stand 2013). Neben baulichen Maßnahmen wie Wärmedämmung kann auch bewusstes Heizen und Lüften helfen, den Energieverbrauch zu senken. Die Tipps unserer UBA-Experten zeigen, wie es geht.

Abdichten und Vorhänge schließen

Schließen Sie nachts die Rollläden – so können die Wärmeverluste durch das Fenster um rund 20 Prozent verringert werden. Geschlossene Vorhänge verstärken diesen Effekt und helfen, die Heizkosten klein zu halten. Heizkörper allerdings sollten nicht durch Vorhänge abgedeckt oder durch Möbelstücke zugestellt werden – sonst kann sich die erwärmte Luft nicht im Raum verteilen. 

Richtige Raumtemperatur finden

Schon wenige Grad können im Energieverbrauch einen großen Unterschied machen. Im Wohnbereich reicht meist eine Temperatur von 20 bis 22 Grad Celsius. In der Küche sind für gewöhnlich rund 18 Grad, im Schlafzimmer 17 bis 18 Grad Celsius ausreichend. Kälter sollte es dort aber nicht werden, denn dann steigt das Schimmelrisiko. Im Badbereich darf es etwas wärmer sein, 22 Grad Celsius sind hier ideal. Nachts kann man die Heizung generell herunter drehen. In Abwägung zwischen „Energie einsparen“ und „möglichst wenig Energie zum Wiederaufwärmen verwenden“ ist es am besten, wenn die Temperatur in Wohn- und Arbeitsräumen nachts um 4 bis 5 Grad Celsius gesenkt wird. Mehr sollte es nicht sein, da sonst zu viel Energie beim Wiederaufheizen benötigt wird. 

Temperaturregelung einstellen

Programmierbare Thermostatventile haben den Vorteil, dass sie Räume zu bestimmten Zeiten auf die gewünschte Temperatur heizen. Am besten ist dabei, die Thermostaten auf der einmal eingestellten Wohlfühltemperatur zu belassen, auch wenn man tagsüber nicht zuhause ist. Denn das Drosseln der Thermostaten während der Abwesenheit am Tag und dem Wiederaufdrehen nach Rückkehr am Abend führt nur dazu, dass unnötig viel Energie zum Wiederaufheizen verbraucht wird. Temperatureinstellungen sollten nicht am Heizkörper direkt, sondern an der zentralen Bedieneinheit, zum Beispiel Heizkessel oder Tag-Nachtabsenkung, vorgenommen werden.

Regelmäßig Lüften

Regelmäßiges Lüften während der Heizsaison ist sehr wichtig, auch wenn es draußen kalt ist. Frische Luft verringert die Feuchtigkeit in den Wohnräumen und sorgt für eine gute Luftqualität. Die Menschen in einem Vier-Personenhaushalt etwa geben – zum Beispiel durch Atmen, Duschen, Kochen und Waschen – täglich rund zwölf Liter Flüssigkeit an die Luft ab. Am effektivsten ist so genanntes Stoßlüften, das bedeutet, mehrmals täglich mit komplett offenen Fenstern etwa fünf Minuten kräftig durchzulüften, anstatt Fenster dauerhaft gekippt zu lassen. 

Schimmel vorbeugen

Schimmel entsteht dann, wenn es in der Wohnung regelmäßig zu feucht ist. Spätestens wenn sich die Wände ständig nass anfühlen oder es innen an den Fensterscheiben herunter regnet ist es höchste Zeit zu lüften. Wer kalte Außenwände hat, wie es zum Beispiel in einigen Altbauten der Fall ist, sollte Möbelstücke einige Zentimeter von der Wand entfernt aufstellen. Denn an Wänden kann sich Feuchtigkeit sammeln, wodurch Schimmelpilze und Bakterien wachsen können. Dies kann allergische Reaktionen oder Reizerscheinungen in den Atemwegen auslösen. Generell gilt: Heizen und regelmäßiges Lüften sind die besten Mittel, um Feuchte und Schimmel vorzubeugen. Natürlich sollte auch das Gebäude baulich intakt sein, damit darüber keine Feuchte in die Wände und Fußböden gelangt.

Heizen mit Kamin- und Kachelöfen

Abende vor dem Kaminofen bei einem wärmenden Feuer sind gemütlich, können jedoch zur Gesundheitsgefahr werden. Denn Kamine können gesundheitsschädliche Luftschadstoffe ausstoßen. Sie emittieren, je nach Brenngut (zum Beispiel Holz oder Kohle) verschiedene flüchtige und schwerflüchtige Chemikalien. Besonders die polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) sind gefährlich, weil sie Krebs erzeugen können. Auch Metalle werden vor allem beim Verbrennen von Kohle ausgestoßen. Das größte Problem ist jedoch der Ausstoß von Staub. Moderne Kamine verfügen über eine Mehrfachverbrennung und eine sorgfältig ausgestattete Luftführung, so dass Emissionen zwar nicht gänzlich zurück gehen, aber gegenüber alten Geräten doch deutlich verringert werden. Jeder Kamin muss ohnehin vom zuständigen Schornsteinfeger vor Inbetriebnahme abgenommen werden. Es darf nur trockenes und abgelagertes Holz verbrannt werden und die Ofentür sollte nur geöffnet werden, wenn das Holz rot durchglühend abgebrannt ist. Beim Aschewechsel aufpassen, dass keine Asche in der Wohnung verteilt wird. Von Alternativen wie Ethanolkaminen oder sogenannten schornsteinlosen Kaminen rät das Umweltbundesamt ab, da hier die Abgase unmittelbar in die Wohnräume gelangen können und die vorgesehenen Abgaskatalysatoren nicht genügend wirksam sind.

 

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 Heizen  energiesparend  Energiesparen  Heizen mit Holz  Lüften  Schimmel
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