Ein langes Leben fürs Smartphone

Smartphones hängen an Ladekabelnzum Vergrößern anklicken
Akkus halten länger, wenn einige Tipps beachtet werden
Quelle: Artur Golbert / Fotolia.com

Die Deutschen behalten ihr Smartphone im Schnitt nur 2,5 Jahre. Wer sein Gerät länger nutzt, schont Ressourcen und entlastet so die Umwelt. Unsere Tipps, wie der Akku – und damit das Smartphone – länger hält.

  • Achten Sie bereits beim Kauf des Smartphones darauf, ob Sie den Akku selbst wechseln können – bzw. was es kostet, wenn ein fest verbauter Akku durch einen Service getauscht wird.
  • Die Lebensdauer eines Lithium-Akkus kann verlängert werden, wenn der Akku nicht vollständig bis 100% aufgeladen und nicht komplett auf 0% entladen wird.
  • Genau anders verhält es sich beispielsweise bei Nickel-Cadmium-Akkus, die früher häufig in Elektrogeräten verbaut waren: Hier wirkt der „Memory Effekt“, der bei Teilladung  die Kapazität  des Akkus verringert. In modernen Geräten werden jedoch inzwischen ausschließlich Lithium-Akkus verwendet.
  • Hohe und auch niedrige Temperaturen können Akkus schädigen. Sie sollten deshalb bei Zimmertemperatur und möglichst im ausgeschalteten Zustand geladen werden und nicht länger als notwendig am Ladekabel hängen, um eine übermäßige Erwärmung zu vermeiden. 
  • Um einen Lithium-Akku möglichst lange nutzen zu können, sollten die Geräte nicht extremer Hitze ausgesetzt werden, also das Smartphone nicht auf dem Fensterbrett mit Sonneneinstrahlung  oder an der Frontscheibe eines PKW ablegen. Ebenso sollte das Aufbewahren bei extremer Kälte vermieden werden.
  • Tiefenentladung schädigt Lithium-Akkus erheblich – wenn Sie ein Gerät bzw. einen Akku nicht nutzen, achten Sie dennoch darauf, dass der Akku nicht vollständig entladen wird. Das UBA empfiehlt, Lithium-Akkus bei einem Ladestand von 40 bis 60 % bei Zimmertemperatur zu lagern. 
  • Ein Lithium-Akku verliert mit der Zeit an speicherbarer Kapazität, auch wenn er nicht genutzt wird. Aus diesem Grund ist es nicht ratsam einen Ersatz-Akku vorzeitig zu beschaffen.

Entsorgung von Akkus

  • Ist das Lebensende eines Akkus erreicht, gehört er auf keinen Fall in den Hausmüll oder gar in die Umwelt. Altbatterien bzw. -akkus können zum Beispiel bei den Sammelstellen der (Händler) zurückgegeben werden. Teilweise nehmen sie auch die Kommunen zurück, zum Beispiel über Schadstoffmobile oder auf Recyclinghöfen. 
  • Die sachgerechte Entsorgung ist nicht nur auf Grund der gefährlichen exothermen Reaktionen eines Lithium-Akkus (d.h. Explosionsgefahr bei einer Beschädigung des Akkus) notwendig, sondern, weil wertvolle Metalle dem Recycling verloren gehen. In Lithium-Akkus kann beispielsweise Kobalt enthalten sein, das dem Materialkreislauf zugeführt werden kann. Kobalt gilt als einer von 20 sogenannten „Kritischen Rohstoffen" („Critical Raw Material“, Europäische Kommission 2014). Kriterien sind die wirtschaftliche Bedeutung, Versorgungsrisiken und Umweltrisiken.
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