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Welche Umweltwirkungen gehen vom Fernlinienbus aus?

Zuverlässige Aussagen über die Umweltwirkungen des Fernlinienbusverkehrs, wie zum Beispiel Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen, können bisher nicht gemacht werden. Die Emissionsfaktoren für den Reisebus, die in die Tabelle zum UBA-Verkehrsträgervergleich eingehen, sind nicht direkt auf den Fernlinienbus übertragbar. Dies liegt daran, dass die Auslastung – also die Anzahl der tatsächlich besetzen Sitzplätze – beim Fernlinienbus geringer ist und dem Umweltbundesamt bisher auch keine Daten zum Flottenbestand, also zum Beispiel zu Alter und Größe der eingesetzten Busse, vorliegen.

Der Fernlinienbus nimmt – wie andere Verkehrsträger auch – Fläche in Anspruch und trägt damit zur Versiegelung von Flächen bei. Durch wachsende Fernlinienbusverkehre kann es zudem auch zu höheren Lärmemissionen kommen. Das Preisniveau bei Fahrten mit dem Fernlinienbus liegt derzeit erheblich unter dem Preisniveau des Schienenverkehrs. Dies liegt unter anderem auch daran, dass er von der Maut auf Autobahnen und Stationsentgelten an Busbahnhöfen befreit ist. Es ist daher nicht auszuschließen, dass dieses vergleichsweise preisgünstige neue Fernlinienbusangebot verkehrsinduzierend wirkt. Das bedeutet, dass Fahrten unternommen werden, die ohne dieses Angebot nicht stattgefunden hätten. Zudem kann das günstige Preisniveau bei den Reisewilligen einen Wechsel von der Bahn zum Fernlinienbus fördern. Beide Entwicklungen können zu zusätzlichen Umweltbelastungen führen.

Hinsichtlich der Umweltwirkungen besteht daher vor dem Hintergrund der derzeitigen Datenlage noch erheblicher Forschungsbedarf.

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Schlagworte:
 Fernlinienbusverkehr  Fernbuslinienverkehr  Fernbus

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