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Gewässerbelastung

Gewässer werden vielfältig genutzt. Stoffeinträge können Lebensgemeinschaften schädigen, aber auch die Trinkwassergewinnung aus dem Grundwasser beeinträchtigen. Für Entwässerung, Hochwasserschutz, Schifffahrt, Energiegewinnung und Erholung werden zudem Gestalt und Lauf von Bächen und Flüssen sowie die Ufer von Seen verändert. Auch das beeinflusst deren Ökologie und kann Nutzungen erschweren.

In Deutschland werden Oberflächengewässer und Grundwasser regelmäßig untersucht. Im Rahmen internationaler und nationaler Überwachungsprogramme erheben die Bundesländer Daten zu Biologie und Chemie sowie Hydromorphologie der Oberflächengewässer. Für das Grundwasser sind bei der Überwachung insbesondere Nitrat und Pestizide von Bedeutung.

Die Ende 2000 in Kraft getretene Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union (EU) ist die erste ganzheitliche Richtlinie im Gewässerschutz. Ihr unmittelbares Ziel ist der gute Zustand: zum einen der ökologische und chemische gute Zustand der Oberflächengewässer, zum anderen der chemische und mengenmäßig gute Zustand des Grundwassers. Zur Überwachung der Ziele hat die EU biologische Zustandsklassen sowie Umweltqualitätsnormen (UQN) für Schadstoffe eingeführt. Die Wasserrahmenrichtlinie enthält auch Vorschriften und Fristen für die Planung in Flussgebieten sowie Vorgaben, wie sich die Öffentlichkeit an diesen Planungen beteiligen kann.

Mit der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie der EU, die 2008 in Kraft trat, fordert die EU zudem, die Meeresökosysteme in ihrer Gesamtheit und ihren gegenseitigen Wechselwirkungen zu bewerten – und vor allem zu schützen.

Wichtiges in Kürze

  • Ein Diagramm zeigt die Entwicklung der Konzentration von Gesamtstickstoff in allen Hauptflüssen, die in Deutschland in Nord- und Ostsee münden. Es wird nach Nord- und Ostsee unterschieden und der frachtgewichtete Mittelwert aller Flüsse angegeben.
    Indikator: Eutrophierung von Nord- und Ostsee durch Stickstoff

    Deutschland hat sich verpflichtet, zur Erreichung der Ziele des Meeresschutzes maximale Konzentrationen für Stickstoff an den Flussmündungen einzuhalten.Im Mittel aller Flüsse werden diese Zielkonzentrationen in Nord- und Ostsee überschritten.Damit die Stickstoffkonzentrationen in den Flüssen weiter sinken, müssen vor allem Maßnahmen in der Landwirtschaft ergriffen werden.  weiterlesen

  • Ein Diagramm bildet die Verteilung des ökologischen Zustands der Übergangs- und Küstengewässer jeweils für Nord- und Ostsee für die Jahre 2010 und 2015 ab. Das Ziel für das Jahr 2027 wird dargestellt (100 % gut oder sehr gut).
    Indikator: Ökologischer Zustand der Übergangs- und Küstengewässer

    Kein einziges Gebiet (Wasserkörper) der Übergangs- und Küstengewässer in Nord- und Ostsee war 2015 in gutem oder sehr gutem Zustand.Laut europäischer Wasserrahmenrichtlinie sollten bis zum Jahr 2015 alle Gewässer mindestens in einem guten ökologischen Zustand sein.Dieses Ziel wurde verfehlt. Es gilt nun die Zeit bis spätestens 2027 zu nutzen, um die anspruchsvollen Ziele zu erreichen.Dazu sind wei… weiterlesen

  • Ein Diagramm stellt für die Jahre 2008 bis 2014 den Anteil der Grundwassermessstellen dar, an denen mehr als 25 bzw. 50 Milligramm pro Liter Nitrat gemessen wurden. Im dargestellten Zeitraum zeigen beide Teilindikatoren keine signifikante Entwicklung.
    Indikator: Nitrat im Grundwasser

    Die europäische Nitratrichtlinie verpflichtet Deutschland, Überschreitungen des Grenzwertes von 50 Milligramm pro Liter zu verhindern.Seit 2008 wird der Grenzwert an rund 18 Prozent der Messstellen überschritten.Die EU-Kommission hat ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet.Die Landwirtschaft ist der wichtigste Verursacher hoher Nitratkonzentrationen im Grundwasser. weiterlesen

  • Ein Diagramm bildet die Verteilung des ökologischen Zustands und Potenzials der Flüsse für die Jahre 2010 und 2015 ab. Das Ziel für das Jahr 2027 wird dargestellt (100 % gut oder sehr gut). 2015 zeigten 6,7 % mindestens guten Zustand oder gutes Potenzial.
    Indikator: Ökologischer Zustand der Flüsse

    Nur rund 7 % der deutschen Bäche und Flüsse waren 2015 in einem mindestens „guten“ ökologischen Zustand oder hatten mindestens gutes ökologisches Potenzial.Laut europäischer Wasserrahmenrichtlinie sollten bis zum Jahr 2015 alle Flüsse mindestens in einem „guten“ ökologischen Zustand oder Potenzial sein.Dieses Ziel wurde verfehlt. Die Zeit bis 2027 muss genutzt werden, die anspruchsvollen Ziele zu… weiterlesen

  • Ein Diagramm bildet die Verteilung des ökologischen Zustands und Potenzials der Seen für die Jahre 2010 und 2015 ab. Das Ziel für das Jahr 2027 wird dargestellt (100 % gut oder sehr gut). 2015 zeigten 26,4 % mindestens guten Zustand oder gutes Potenzial.
    Indikator: Ökologischer Zustand der Seen

    2015 waren 26 % der Seen in Deutschland in einem mindestens guten ökologischen Zustand oder zeigten mindestens ein gutes ökologisches Potenzial.Laut europäischer Wasserrahmenrichtlinie sollten 100 % im Jahr 2015 erreicht werden.Deutschland ist noch weit davon entfernt, dieses Ziel zu erreichen. Die Zeit bis 2027 muss genutzt werden, die anspruchsvollen Ziele zu erreichen.  weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt in 5-Jahres-Mitteln der Jahre 2003 bis 2014 die Entwicklung des Anteils der an Nordsee-Stränden gefundenen toten Eissturmvögel, bei denen mehr als 0,1 Gramm Plastik im Magen vorgefunden wurde. Der Indikator verharrt bei ungefähr 60 %.
    Indikator: Plastikmüll in der Nordsee

    Seit Beginn der Untersuchungen werden in 93 % bis 97 % der Mägen von tot gefundenen Eissturmvögeln Plastikmüll gefunden.In rund 60 % der Mägen toter Eissturmvögel an Küsten der Nordsee finden sich mehr als 0,1 Gramm Plastik.Ziel der OSPAR-Konvention ist es, dass dieser Anteil maximal 10 % betragen sollte. Es wird noch lange dauern, bis das Ziel erreicht ist.Nach wie vor gelangen große Mengen Plast… weiterlesen

  • Ein Diagramm stellt für die Jahre 1982 bis 2014 die Verteilung der Gesamtphosphor-Güteklassen (GK) II-III und schlechter dar. Der Anteil starker Überschreitungen (GK IV) ist stark gesunken, der Anteil schwacher Überschreitungen (II-III) stark gestiegen.
    Indikator: Eutrophierung von Flüssen durch Phosphor

    An fast zwei Drittel aller Messstellen an Flüssen werden zu hohe Phosphor-Konzentrationen beobachtet.Der Anteil ist seit Beginn der 1980er Jahre nur gering zurückgegangen. Sehr hohe Belastungen treten jedoch nur noch selten auf.Ziel der Bundesregierung ist es, dass die Phosphor-Orientierungswerte spätestens 2030 in allen Gewässern eingehalten werden.Dafür muss vor allem die Düngepraxis in der Land… weiterlesen

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Wie geht es der Umwelt?

Fließgewässer

Nur 10 Prozent unser Fließgewässer befinden sich in einem guten oder sehr guten ökologischen Zustand – dem Ziel, das die Europäische Union für das Jahr 2015 vorgegeben hat. Gründe dafür sind der vielfältige Gewässerverbau und zu hohe Nährstoffeinträge. Die Belastung mit Schadstoffen sank zwar, bei einzelnen Schwermetallen, Pestiziden oder Arzneimitteln besteht aber weiterhin Handlungsbedarf. weiterlesen

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Chemischer Zustand der Fließgewässer

Im Jahr 2008 legte die Europäische Union für 33 Schadstoffe erstmals Umweltqualitätsnormen für die chemische Beschaffenheit von Fließgewässern fest. Messungen zeigen, dass deutsche Flüsse und Bäche vor allem die Normen für Quecksilber und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe überschreiten. weiterlesen

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Ökologischer Zustand der Küstengewässer der Ostsee

Für die Bewirtschaftungspläne der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) wurde der ökologische Zustand der Küstengewässer der Ostsee anhand der biologischen Qualitätskomponenten Phytoplankton, Makrophyten und Makrozoobenthos bewertet. Nur einer der 44 Wasserkörper erreichte 2009 den „guten Zustand“, 14 wurden als „mäßig“ bewertet, 22 als „unbefriedigend“ und sieben als „schlecht“. weiterlesen

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Ökologischer Zustand der Küstengewässer der Nordsee

Für die Bewirtschaftungspläne der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) wurde der ökologische Zustand der Übergangs- und Küstengewässer der Nordsee anhand der biologischen Qualitätskomponenten Phytoplankton, Makrophyten und Makrozoobenthos sowie Fische bewertet. Keiner der 28 Wasserkörper erreichte 2009 den „guten Zustand“. Hohe Nährstoffbelastungen werden dafür als Hauptursache angesehen. weiterlesen

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Eutrophierung der Ostsee

Nährstoffeinträge sind für die Ostsee ein großes ökologisches Problem. Übermäßiges Wachstum von Phytoplankton ist die Folge. Absterbendes Plankton wiederum führt zu Licht- und Sauerstoffmangel, die das Leben von Seegräsern, Blasentang und Bodentieren beeinträchtigen. Die Nährstoffeinträge in die Ostsee sinken zwar seit den 1980er Jahren, dennoch gilt das Binnenmeer weiterhin als stark eutrophiert. weiterlesen

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Eutrophierung der Nordsee

Die deutsche Nordsee ist überdüngt. Phytoplanktonblüten trüben oft das Wasser und der Lichtmangel beeinträchtigt die Seegraswiesen. Sauerstoffmangel schadet den Lebewesen am Meeresboden. Die Flüsse tragen seit Mitte der 1980er Jahren zwar weniger Stickstoff und Phosphor in die Nordsee ein, jedoch sind weitere Reduktionen der Nährstoffeinträge, vor allem aus der Landwirtschaft, erforderlich. weiterlesen

243

Nordsee

Viele Einzugsgebiete der großen Nordseezuflüsse sind dicht besiedelt, stark industrialisiert und werden intensiv landwirtschaftlich genutzt. Sie sind damit Hauptquellen der Nähr- und Schadstoffbelastung für die Nordsee. weiterlesen

217

Ostsee

Der größte Teil der Nähr- und Schadstofffrachten wird über die größeren Zuflüsse in die Ostsee eingetragen. Sie stammen aus punktuellen und diffusen Einleitungen aus dem ganzen Ostsee-Einzugsgebiet. weiterlesen

307

Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt