Was verbirgt sich hinter dem Begriff Krankheitslast (burden of disease)?
Das Konzept der Krankheitslast (burden of disease) wurde in den 90er Jahren von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Zusammenarbeit mit der Harvard School of Public Health und der Weltbank entwickelt, um die Krankheitslast der Weltbevölkerung vergleichbar darzustellen. Mit dem Konzept wird der Verlust von gesunden Lebensjahren aufgrund von Erkrankungen, Verletzungen und Risikofaktoren berechnet. Diesem Konzept liegt die Annahme zugrunde, dass alle Menschen auf der Welt eine gewisse Anzahl an Jahren leben können, aufgrund von Einschränkungen der Gesundheit durch Erkrankungen und dem vorzeitigen Versterben, jedoch eine bestimmte Anzahl an gesunden Lebensjahren verloren geht.
Solche Berechnungen tragen dazu bei, bedeutende Faktoren zu identifizieren, die sich negativ auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirken. Als Maßeinheit für die Bevölkerungsgesundheit wurden die disability-adjusted life years (DALYs) entwickelt, die Gesundheitsverluste in verlorenen gesunden Lebensjahren ausdrücken. Darüber hinaus kann die Krankheitslast durch andere Maße beschrieben werden, wie beispielsweise durch attributable Todesfälle oder die Zahl an erkrankten Personen.