Umweltprobenbank des Bundes: Untersuchung der biologischen Vielfalt mit der Umweltprobenbank
Das TrendDNA-Projekt
Die Umweltprobenbank des Bundes archiviert seit über 40 Jahren biologische und abiotische Umweltproben aus Meeres-, Süßwasser- und Landökosystemen bei ultratiefen Temperaturen unter −150 °C, wodurch auch DNA und RNA erhalten bleiben. Das TrendDNA-Projekt (2021–2025) prüfte erstmals systematisch, ob diese Proben auch für genetische Biodiversitätsanalysen nutzbar sind. Ein Konsortium aus Universität Duisburg-Essen, Universität Trier, Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie sowie Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung untersuchte mittels eDNA-Metabarcoding, Metagenomik, Populationsgenomik und Transkriptomik Zeitreihen von bis zu 30 Jahren. Die Ergebnisse zeigen deutliche Biodiversitätstrends, u. a. die Ausbreitung invasiver Arten und einen schnellen Arten-Turnover, und belegen das Potenzial der UPB als genetisches Langzeitarchiv für die behördliche Umweltbeobachtung. Die Publikation richtet sich an Wissenschaft und Umweltbehörden.