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Burbacher Hüttengelände/Saarterrassen, Flächenrecycling und Innenentwicklung
© Peggy König / Umweltbundesamt / nach GIU mbH

Was bedeutet Flächenrecycling und welche guten Beispiele gibt es?

+Brachflächen stellen Flächenpotenzial dar
Brachflächen stellen Flächenpotenzial dar

Mit dem Begriff "Brachfläche" werden Grundstücke bezeichnet, die entweder gar nicht oder nicht entsprechend ihrer städtebaulichen Potenziale genutzt werden. Das heißt, dass die Flächen ungenutzt oder untergenutzt sind ("Rumpelflächen"). Eine offizielle Brachflächendefinition gibt es nicht. Es handelt sich bei Brachflächen meist um aufgegebene Betriebsgrundstücke oder Betriebsflächen, die von den Unternehmen nicht mehr benötigt werden. Wirtschaftlicher Strukturwandel und Betriebsschliessungen sind meist die Ursache für das Entstehen von Brachflächen.

Diese Brachflächen sind aufgrund der früheren Nutzung in der Regel gut erschlossen und stellen ein Potenzial für die Flächenentwicklung dar. Der Prozess der Wiederherrichtung einer Fläche für eine neue Nutzung nach Beendigung der alten Nutzung wird auch als „Flächenrecycling“ bezeichnet. Damit verbunden sind oftmals Abriss- und Rückbautätigkeiten, um bestehende Bebauung, alte Versorgungsleitungen und alte Fundamente zu entfernen und das Beseitigen von Altlasten.

Unterschiedliche Typen von Brachflächen

Die Rentabilität des Flächenrecyclings hängt von vielen Faktoren ab, wie dem örtlichen Immobilienmarkt oder der Lage der Fläche. Dabei können Brachenflächen hinsichtlich ihrer Kosten-/Erlöserelation in Typen eingeteilt werden:

  • Typ "Selbstläufer": Das sind Standorte, bei denen der zu erwartende Ertrag des Flächenrecyclings höher ist, als die zu erwartenden Kosten der Baufreimachung. Diese Flächen befinden sich meistens in sehr guten Lagen und liegen nicht lange brach.
  • Typ "Flächen mit Entwicklungspotenzial": Das sind Flächen, bei denen die Rentabilität aufgrund von Risiken unsicher ist. Gründe können hier die fehlende Erschließung oder ein ungeeigneter Zuschnitt der Flächen sein.
  • Typ "Reserveflächen": Hier handelt es sich um Standorte, bei denen der zu erwartende Ertrag weit unter den zu erwartenden Kosten der Baufreimachung liegt. Diese Flächen können meistens nur mit erheblichen Fördermitteln entwickelt werden.
Schaubild Typen Flächenrecycling
© IÖR
Gute Beispiele Flächenrecycling

Ein gelungenes Flächenrecycling zeichnet sich dadurch aus, dass Grundstücke, die ihre bisherige Funktion und Nutzung verloren haben, wie zum Beispiel stillgelegte Industrie- oder Gewerbebetriebe, mittels planerischer, umwelttechnischer und wirtschaftspolitischer Maßnahmen wieder adäquat in den Wirtschafts- und Naturkreislauf eingegliedert werden.

Gute Praxisbeispiele für ein gelungenes Flächenrecycling finden Sie im Portal "Aktion Fläche" des Bundes.

Ergänzend können Sie sich auf der Informationsplattform "Positivbeispiele Flächenrecycling" des Bayerischen Landesamtes für Umwelt über viele gelungene Nachnutzungen im Innen- und ⁠Außenbereich⁠ von Siedlungen in Bayern informieren.

Nützliche Hinweise und weiterführende Informationen zum Thema "Flächenrecycling" finden Sie zudem im Artikel "Flächenrecycling ung Innenentwicklung" auf der Seite des Umweltbundesamtes.

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Im Baustein "Bauen, Wohnen, Haushalte" des UBA-Umweltatlas erfahren Sie, welche gesellschaftlichen Zusammenhänge einen Einfluss darauf haben, wie wir bauen und wohnen, und welche Umweltwirkungen damit verbunden sind. Außerdem zeigen wir Ihnen, was die Politik für nachhaltiges Bauen und Wohnen unternimmt und wir geben Ihnen Tipps, was Sie selbst dafür machen können.

Im Themenfeld „Nachhaltige Stadtentwicklung“ erfahren Sie mehr über Innenentwicklung, Flächenrecycling, Nachverdichtung, Klimaschutz sowie Flächenhandel und wir zeigen Ihnen gute Praxisbeispiele.

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