Prognosen

Auch fluorierte Treibhausgase schädigen das Klima. Weltweit wird von steigenden Emissionen ausgegangen, denn auch der Bedarf an Kühlung und Klimatisierung wächst stetig.

Fluorierte Treibhausgase

Zu den fluorierten Treibhausgasen (F-Gasen) gehören teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (H-FKW), vollfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW) und Schwefelhexafluorid (SF6). Diese Stoffe werden vielfältig verwendet: beispielsweise als Kältemittel, bei der Herstellung bestimmter Schaumstoffe oder in Aerosolen. Fluorierte Treibhausgase haben ein zum Teil sehr hohes Treibhauspotenzial und tragen damit zur Erderwärmung bei.

Globale Entwicklung

Global steigt der Bedarf stetig. Zum einen, weil damit ozonabbauende Stoffe ersetzt werden. Zum anderen weil der Bedarf an Kühlung stetig steigt. Die weltweiten Emissionen an F-Gasen werden auf etwa vier Gigatonnen CO2-Äquivalente bis 2050 steigen, falls keine Minderungsmaßnahmen ergriffen werden. Der Beitrag der F-Gase zum Treibhauseffekt wird von 1,3 Prozent (2004) auf 7,9 Prozent bezogen auf die globalen direkten CO2-Emissionen steigen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2010. Die Studie zu den globalen Emissionen unterstreicht einmal mehr die Notwendigkeit weiterer internationaler Maßnahmen zur Senkung der F-Gas-Emissionen, obwohl sie eine eher moderate Steigerung der Emissionen annimmt.

Projektionen für Deutschland

In Deutschland ist ein etwas anderer Trend zu erwarten. Die bisher geleisteten technischen und rechtlichen Fortschritte und deren konsequente Umsetzung können die Emissionen fluorierter Treibhausgase mittelfristig senken. Durch einen stetig wachsenden Anlagenbestand könnte dieser Trend aber umgekehrt werden. Deshalb wurde ein Szenario „Mit weiteren Maßnahmen“ betrachtet, in dem von einem klimaneutralen, weitgehenden Verzicht der Verwendung fluorierter Treibhausgase ausgegangen wird. Durch Ausschöpfung aller Möglichkeiten kann es zu einer nachhaltigen Reduzierung der Emissionen fluorierter Treibhausgase kommen.

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