CLIMATOOLS

Hintergrund und Ziele

"Climatools" ist ein Forschungsprogramm zu Instrumenten, die bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen können. Das Climatools-Forschungsprogramm besteht aus einer Anzahl von Projekten, die wiederum zu acht verschiedenen Instrumenten führen werden, mit denen Entscheidungsträger in der Anpassung der Gesellschaft an die Konsequenzen des Klimawandels unterstützen werden können. Der Fokus des Programms liegt auf den Bereichen Gesundheit, Wohnen, Tourismus und das Leben im Freien.

Die acht Instrumente sind:

  • Szenario -basierte Konvergenz-Seminare, die einen Aufschluss über ethische Argumente für die Auswahl von Aktionen und Strategien geben.
  • Typische Szenarien, die die Entwicklung von lokalen Szenarien zur Entscheidungsunterstützung erleichtern.
  •  Methoden für die Analyse von Anpassungsfähigkeit , basierend auf Methoden zur Vulnerabilitäts-Analyse.
  • Leitfaden für die Analyse von Gesundheitsauswirkungen des Klimawandels.
  •  Leitfaden für die ökonomische Analyse von Klimawandel und Anpassung.
  • Ein Katalog, den man nutzen kann um ethische Probleme die auftreten, wenn die Gesellschaft Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel übernimmt, zu erkennen und mit ihnen umzugehen.
  •  Ein Handbuch, das die Methoden beschreibt, die zur Bewältigung von Konflikten benutzt werden können, die möglicherweise zwischen den gesetzten Zielen auftreten.
  •  Eine Anleitung zur Behandlung von Genderfragen und Gendergleichberechtigung in der Anpassung an den Klimawandel.

Das Hauptziel dieses Forschungsprogramm liegt darin, die zukünftige schwedische Arbeit zur Anpassung in Sektoren und Regionen als Reaktion auf laufenden und langfristigen Klimawandel zu unterstützen.

Laufzeit

bis

Untersuchungsregion/-raum

Land
  • Schweden

Schritte im Prozess zur Anpassung an den Klimawandel

Schritt 1: Klimawandel verstehen und beschreiben

Ansatz und Ergebnisse 

Das Projekt zu Senarien wird zwei Instrumente entwickeln, die von Entscheidungsträgern und Analysten in Regionen und Sektoren genutzt werden sollen, die mit dem Problem konfrontiert werden zwischen Politikmaßnahmen und Strategien wählen zu müssen, um mit den Effekten des Klimawandels zurecht zu kommen.

Das erste Instrument besteht in Szenario -basierten Konvergenz-Seminaren. Es kann dazu genutzt werden, um ethische Argumente zur Wahl zwischen Politikmaßnahmen und Strategien herauszustellen.

Das zweite Instrument besteht aus einem Set von Szenario-Vorlagen, die die Entwicklung von lokalen Szenarien zur Entscheidungsunterstützung erleichtern sollen. Beide Instrumente sind so gestaltet, das sie die Vorbereitung für eine Bandbreite von möglichen Entwicklungen, die wichtig sind in Situationen wahrgenommener Risiken und Unsicherheiten, erleichtern.

Schritt 2a: Risiken erkennen und bewerten (Klimafolgen/-wirkungen)

Analyseansatz 

In dem Projekt zur Gesundheit werden eine Wissenserhebung in Bezug auf die erwarteten Auswirkungen auf die Gesundheit, sowie Studien zu direkten Temperatureffekten auf die Mortalität und den Pflegebedarf in Schweden durchgeführt.

Schritt 2b: Vulnerabilität, Risiken und Chancen

Ansatz und Risiken / Chancen 

Ein Projekt wird Methoden zur Analyse von Anpassungsfähigkeit entwickeln, basierend auf Vulnerabilitäts-Methoden, die heutzutage in verschiedenen Sektoren angewandt werden. Das Motiv für die Weiterentwicklung der Vulnerabilitäts-Methoden liegt darin, dass Methoden für das erforschen der Konsequenzen des Klimawandels in einer Mittel- und Langfristperspektive (30-50 Jahre) benötigt werden. Weiterhin werden Methoden benötigt, die nicht nur auf die Vulnerabilitäten in verschiedenen Systemen abzielen, sondern auch in der Lage sind, Chancen in der Anpassung an den zukünftigen Klimawandel zu finden.

Schritt 3: Maßnahmen entwickeln und vergleichen

Maßnahmen und/oder Strategien 

In einem Projekt werden die Genderaspekte der Anpassung an den Klimawandel untersucht und verschiedene Ansätze, die die Gleichberechtigung der Interessen von Männern und Frauen bei der Ausgestaltung verschiedener Klimaanpassungsmaßnahmen sicherstellen, werden vorgeschlagen.

Ein weiteres Projekt zielt im Prinzip auf die Evaluierung ab, in wieweit traditionelle ökonomische Analysemethoden (CBA, CEA, etc.) als Entscheidungsunterstützung in der Klimaanpassung dienen können. Besonderes Augenmerk wird auf den Umgang mit Unsicherheiten in der ökonomischen Wertermittlung gelegt.

Ein anderes Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung von praktisch anwendbaren Instrumenten zur Analyse und Evaluierung von Konflikten in Bezug auf Ziele und Bewertungen die entstehen, wenn Entscheidungsträger die notwendige Anpassung an den Klimawandel berücksichtigen.

Wer war oder ist beteiligt?

Förderung / Finanzierung 

Das Forschungsprogramm im Auftrag der Swedish Environmental Protection Agency besitzt ein Budget von SEK 25 Millionen.

Projektleitung 

Swedish Defence Research Agency (FOI)

Beteiligte/Partner 

Royal Institute of Technology, Umeå University und der Uppsala University

Ansprechpartner

Swedish Defence Research Agency (FOI)
16490 Stockholm
Sweden

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Handlungsfelder:
 Bauwesen  Menschliche Gesundheit  Tourismuswirtschaft