CANES - Veränderung nordischer Energiesysteme durch den Klimawandel

Hintergrund und Ziele

Hauptziel des CANES-Projektes ist es, das Verständnis darüber zu verbessern, wie sich die Investitionsmuster in nordischen Energiesystemen ändern (werden), wenn sie unter dem Einfluss politischer Umstellungen stehen, die auf Anpassung an den Klimawandel abzielen.  Das Projekt wird sich empirisch darauf konzentrieren wie aktuelle und geplante klimainduzierte Maßgaben auf EU- und nationaler Ebene die Energienachfrage und -versorgung sowie die Infrastrukturentwicklung in Norwegen und Schweden beeinflussen. Hierbei geht es besonders um die starke Vernetzung der nationalen Energiesysteme in diesen beiden Ländern.

Um das Hauptziel zu erreichen, geht es im Projekt um ein vertieftes Verständnis folgender Punkte:

  • Faktoren, die die Integration von Klimabelangen in die EU-Politik fördern oder behindern, mit ihren Rückwirkungen auf Investitionsmuster im nordischen Energiesystem.
  • Binnenländische Faktoren, die die Integration von Klimabelangen in das norwegische und schwedische Energiesystem fördern oder behindern, mit Bezügen zu nationalen Energiesystem-Investitionsmuster.
  • Wie EU-Richtlinien mit binnenländischen Faktoren in Norwegen und Schweden interagieren und damit Investitionsmöglichkeiten stärken oder schwächen.
  • Wie binnenländische Faktoren durch die Vernetzung nationaler Energiesysteme in den nordischen Ländern übergreifend interagieren und die Investitionsmuster beeinflussen.

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit wichtigen industriellen Akteuren durchgeführt. Für diese geht es darum,

  •  ihre Bereitschaft zu verbessern, auf politische Entwicklungen auf nationaler, nordischer und EU-Ebene zu reagieren,
  •  ihre Prognosen bezüglich künftiger Anforderungen an Produktionskapazitäten und Energieinfrastruktur (national und grenzübergreifend) genauer zu gestalten
  • sowie politisch machbare zukünftige Ausgleichsstrategien für das nordische Energiesystem in einer Welt der begrenzten CO2 -Möglichkeiten zu identifizieren.

Laufzeit

bis

Untersuchungsregion/-raum

Land
  • Norwegen
  • Schweden

Schritte im Prozess zur Anpassung an den Klimawandel

Schritt 1: Klimawandel verstehen und beschreiben

Ansatz und Ergebnisse 

keine Klimaszenarien entwickelt

Schritt 2a: Risiken erkennen und bewerten (Klimafolgen/-wirkungen)

Analyseansatz 

Die Entwicklung der Energieinfrastruktur wird direkt und indirekt von der EU-Politik beeinflusst - durch Energiepolitik, Klimapolitik, Wettbewerbspolitik und Maßgaben, die sich auf den Energiebedarf auswirken. Außerdem können klimawandelbedingte Veränderungen meteorologischer Voraussetzungen weitreichende Auswirkungen auf die Energieinfrastruktur haben.

Ein Arbeitspaket behandelt die gegenseitige Abhängigkeit zwischen norwegischen und schwedischen Energiesystemen und die Frage, wie klimawandelinduzierte Maßgaben, die in einem Land angewandt werden, Energieverbrauch und -versorgung, die Entwicklung verschiedener Energie-Infrastrukturen (Elektrizität, Heizung, Erdgas) und Systemoperatorenrollen im anderen Land beeinflussen.

Schritt 2b: Vulnerabilität, Risiken und Chancen

Ansatz und Risiken / Chancen 

Um die Frage zu beantworten, wie und zu welchem Grad Klimabelange in verschiedene Sektoren integriert sind, ist ein kleinschrittiger explorativer Prozess erforderlich. Erst wird der Zusammenhang zwischen sozialen Regeln und Klimabelangen untersucht. Dann wird herausgearbeitet, wie diese Regeln das Minderungs- und Anpassungsverhalten steuern. Die Anpassung an den Klimawandel beinhaltet Maßnahmen, die negative Auswirkungen des Klimawandels abwenden und positive Auswirkungen verstärken. Dies ist besonders für Systemakteure im Baugewerbe, den Stromerzeugern und den Verantwortlichen für Energieinfrastruktur relevant.

Wer war oder ist beteiligt?

Projektleitung 

Fridtjof Nansen Institute (FNI) in Zusammenarbeit mit Stockholm Environmental Institute (SEI)

Beteiligte/Partner 

Forschungspartner: Lund Institute of Technology; Industriepartner: Norwegian Electricity Industry Association (EBL); Federation of Norwegian Industries; Statkraft; Statnett; Svenska Kraftnät; Vattenfall

Ansprechpartner

Fridtjof Nansen Institut (FNI)
1326 Lysaker
Norway

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Handlungsfelder:
 Energiewirtschaft  Industrie und Gewerbe