KomPass-Projekte

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KomPass arbeitet an vielen Projekten zur Anpassung an den Klimawandel.
Quelle: krockenmitte/photocase.com

Zu den Hauptaufgaben von KomPass gehört es, die Umsetzung und Weiterentwicklung der Deutschen Anpassungsstrategie zu betreuen und Wege in Richtung einer resilienten Gesellschaft aufzuzeigen. Mit Projekten – von denen einige hier vorgestellt werden – arbeitet KomPass an diesem Ziel: Von der Definition von Politikzielen über die Umsetzung von Maßnahmen bis hin zur Evaluation von Strategien.

Inhaltsverzeichnis

 

Politik der Klimaanpassung

 

Veränderungen sozialer und ökologischer Rahmenbedingungen (Leitplanken) für Anpassungspolitik und Anpassungskapazität in Deutschland

Projektlaufzeit: 2011-2014, FKZ 3711 41 102
Dieses Projekt zielt auf ein besseres Verständnis der Anpassungskapazität Deutschlands ab und entwickelt erste Vorstellungen von einer klimaresilienten Gesellschaft. Analog zu Transformationspfaden in Richtung einer treibhausgasarmen Gesellschaft wurden Zukunftsbilder und Wege in eine Gesellschaft entworfen werden, die an den Klimawandel angepasst ist. Im Projekt wurden Vorstellungen und Kriterien zur Beurteilung einer klimaresilienten Gesellschaft entwickelt und exemplarisch für den Sektor Bauen und Wohnen beschrieben. Auf dieser Basis wurden Empfehlungen zur Weiterentwicklung der deutschen Klimaanpassungspolitik ausgesprochen, wie in erster Linie die Bundespolitik Anpassungskapazität stärken und den Weg in eine klimaresiliente Gesellschaft unterstützen kann.

GoApply - Multidimensional Governance of Climate Change Adaption in Policy Making and Practice

Projektlaufzeit: 2016 – 2019
Das Vorhaben leistet einen Beitrag zur Umsetzung von Klimaanpassungsstrategien und Aktionsplänen in den Alpenländern. Dafür soll aus einer transnationalen Perspektive der Klimaanpassungs-Governance die vertikale Koordination zwischen den politischen Ebenen, die horizontale Integration zwischen den Fachpolitiken und Sektoren sowie die Anpassungskapazität von nichtstaatlichen Akteuren unterstützt werden. KomPass leitet das Arbeitspaket „Stakeholder Partizipation auf lokaler und regionaler Ebene“, welches Beispiele innovativer Stakeholderbeteiligung identifiziert und gemeinsam mit zwei Pilotregionen auf lokaler und regionaler Ebene weiterentwickelt und erprobt. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

Risiken erkennen und bewerten

Integrierte Risikobewertung – Entscheidungshilfen für Anpassung an den Klimawandel

Projektlaufzeit: 2011-2014, FKZ 3710 41 139
Ziel des Projekts war die Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung von Kriterien, Methoden und Instrumenten für eine integrierte Risiko- und Vulnerabilitätsbewertung als Entscheidungshilfe für Anpassung an den Klimawandel. Dieser Ansatz wurde zunächst exemplarisch am Systemkomplex Energie-Wasser-Biomasse erprobt (s. FKZ 370941123, Methode einer integrierten und erweiterten Vulnerabilitätsbewertung). Die Methode wurde in diesem Folgeprojekt auf zwei weitere Teilsysteme der Gesellschaft – ausgewählt wurden Außenhandel und soziale Ungleichheit – erweitert. Danach erfolgte eine zusammenfassende Auswertung über alle drei Module mittels eines qualitativen Synthesemodells.  Insgesamt zeigt die Studie, wie unterschiedliche Risiken, wie Klimawandel, Demographischer Wandel oder Globalisierungseffekte, sich gegenseitig verstärken können.

Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel

Projektlaufzeit: 2012-2015
Für die Weiterentwicklung der Deutschen Anpassungsstrategie und den Fortschrittsbericht 2015 wurde ein Gesamtbild der Vulnerabilität Deutschlands erstellt, um relevante Klimawirkungen abzuschätzen und vordringliche Handlungsnotwendigkeiten zu identifizieren. Das Projekt lieferte damit wichtige Grundlagen für eine Anpassungsplanung auf Bundesebene für alle betroffenen Ressorts. Hierfür wurde ein Netzwerk von Bundesoberbehörden und -institutionen aufgebaut, das gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Konsortium eine sektorenübergreifende Vulnerabilitätsanalyse für Deutschland erarbeitete.
Der vorliegende Bericht benennt sektorale als auch sektorenübergreifende und räumliche Schwerpunkte der Klimawirkungen in Deutschland. Außerdem wird die verwendete Methodik umfassend dokumentiert.

Klimaresiliente Regionen

Projektlaufzeit: 2012 - 2016, FKZ 3712 48 101
Das Projekt untersucht die Verwundbarkeit von (kritischen) Infrastrukturen vor dem Hintergrund des Klimawandels und entwickelt Ansätze zur Gestaltung klimaresilienter Infrastrukturen. Hierzu gehört die Berücksichtigung sozialer, organisatorischer und institutioneller Folgen, die mit der Anpassung bestehender bzw. alternativer Infrastrukturen verbunden sind. Auf dieser Basis sollen Politikempfehlungen zur Gestaltung klimaresilienter Infrastrukturen abgeleitet werden, die sich an die Bundesebene und andere Anpassungsakteure, beispielsweise Kommunen, richten. Das Projekt analysiert zudem die Verbreitung und Verankerung von „guten Beispielen“ der Klimaanpassung in der Gesellschaft. Es sollen Empfehlungen abgeleitet werden, wie der Bund Verbreitung und Verankerung von hervorragenden Beispielen zur Klimaanpassung unterstützen kann. Darüber hinaus wird die Berücksichtigung der sozialen Dimension in Aktivitäten zur Klimaanpassung untersucht. Es sollen konkrete Handlungsempfehlungen aus Sicht des Bundes zur Stärkung der Eigenvorsorge besonders betroffener sozialer Gruppen oder Milieus abgeleitet werden.

Klimaresiliente und zukunftsfähige Infrastrukturen

Projektlaufzeit: 2014-2017, FKZ 3714 48 101 0
Die Klimarobustheit von Infrastrukturen ist für die Deutsche Anpassungsstrategie ein wichtiges Thema aufgrund der hohen Anfälligkeit von Infrastrukturen vor allem durch Klima-Extremereignisse, ihrer zentralen Versorgungsfunktionen für Wirtschaft und Gesellschaft sowie der langen Planungszeiten und Lebensdauern. Das Vorhaben soll aufzeigen, wie heutige Infrastrukturen vernetzt sind und welche Schwachstellen bestehen, wie zukünftige Infrastrukturen unter den Bedingungen des Wandels vermutlich beschaffen sein werden und – unter dem Leitbild der Klimaresilienz und Nachhaltigkeit – sein sollten. Das Vorhaben soll – im Hinblick auf zukünftige Vulnerabilitätsanalysen des Bundes – untersuchen, auf welche sozio-ökonomischen Systeme (hier Infrastrukturen) der Klimawandel in Zukunft treffen könnte.

Behördenkooperation Klimawandel und- anpassung

Projektlaufzeit: 2015-2018, FKZ 3715 48 1030
Das F&E-Vorhaben zur Behördenkooperation ist seitens des Umweltressorts zur Unterstützung der behördenübergreifenden Zusammenarbeit im Rahmen der DAS-Umsetzung angelegt. Thematisch knüpft das Vorhaben an die Vulnerabilitätsanalyse des Bundes von 2015 an und ermittelt Schadenspotenziale ausgewählter Klimawirkungen. Anpassungsmaßnahmen zur Reduzierung dieser Schadenspotenziale werden identifiziert und soweit möglich monetär bewertet. Das Vorhaben entwickelt zudem einen Analyserahmen zur erfolgreichen Kombination von Anpassungsinstrumenten und entwickelt die Instrumente in der Behördenkooperation weiter. Als ein zentrales Ergebnis wird ein Vorschlag eines Politikinstrumentenmixes für die erfolgreiche Weiterentwicklung und Umsetzung der Deutschen Anpassungsstrategie erarbeitet.

ImpactChain: Folgen des globalen Klimawandels für Deutschland

Projektlaufzeit 2016-2020, FKZ 3716 48 1020
Der mittlerweile fünfte Sachstandsbericht des IPCC zeigt: Der Klimawandel wird global bereits bestehende Risiken, wie Armut, Umweltverschmutzung und Artensterben verstärken und die wirtschaftliche Entwicklung gefährden. Ein zunehmender Klimawandel wird laut IPCC die Entwicklungschancen vieler Staaten gefährden und soziale Ungleichheiten verschärfen.
Durch einen immer intensiveren internationalen Handel zwischen den Weltregionen werden Klimafolgen im Ausland auch für die nationale Wirtschaft an Bedeutung gewinnen. Deutschland ist stark vom internationalen Austausch abhängig, doch sind die indirekten Folgen der weltweiten Klimaänderungen für Deutschland bisher kaum systematisch aufbereitet. Der nationale Prozess der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) weist diesbezüglich eine Lücke auf.
Das Vorhaben soll dazu beitragen, diese Lücke zu füllen. Als Ergebnis sollen die zentralen internationalen Wirkungsketten hinsichtlich ihrer Relevanz für Deutschland identifiziert, systematisiert und bewertet werden. Im Vordergrund stehen dabei die indirekten Wirkungen des Klimawandels über den Außenhandel auf Wirtschaftsbereiche in Deutschland bzw. die Handlungsfelder der DAS. Es sollen weiterhin mögliche Handlungsoptionen erarbeitet, aufbereitet und im Sinne der Politikberatung kommuniziert werden.

 

Maßnahmen identifizieren und planen

Dialoge zur Klimaanpassung

Projektlaufzeit: 2011-2014, FKZ 3711 41 105
Im Zusammenhang mit der Anpassung an den Klimawandel spielen Sensibilisierung, Information und Förderung des Austauschs sowie die Vernetzung verschiedener Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und NGOs eine wichtige Rolle. Die themenspezifischen Stakeholderdialoge und Konferenzen transferierten zum einen handlungsrelevantes Wissen an die Akteure, die die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen verantworten. Zum anderen trug das Projekt durch die Erfahrungssammlung auf Seiten des Bundes sowie eine Analyse von diversen Dialogprozessen zur Weiterentwicklung der Deutschen Anpassungsstrategie bei.

Kooperation und Beteiligungsprozess zur Weiterentwicklung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Projektlaufzeit 2015-2017, FKZ 3714 48 102 0
Der Anpassungsprozess in Deutschland war und ist durch eine Reihe von Beteiligungsverfahren zur Umsetzung der DAS und des APA gekennzeichnet. In diesem Vorhaben werden die bisherigen Kooperations- und Beteiligungsverfahren im Rahmen der DAS evaluiert. Anhand der Ergebnisse und Erfahrungen sollen Empfehlungen für zukünftige Ansätze zur Beteiligung abgeleitet werden. Zusätzlich beinhaltet das Vorhaben die Planung, Organisation und Durchführung neuer Dialogveranstaltungen. Das soll dazu beitragen, den Anpassungsprozess in Deutschland und eine Verstetigung bereits angestoßener Aktivitäten zu unterstützen.

Kosten und Nutzen von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel, Analyse von 28 konkreten Anpassungsmaßnahmen

Projektlaufzeit: 2009-2012, Forschungskennzahl 3709 41 121
Ziel dieses Forschungsprojektes war es, ein konsistentes Instrumentarium für sektorübergreifende Kosten-Nutzen-Analysen von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zu entwickeln und dieses Instrumentarium auf eine Reihe von Fallbeispielen aus allen Handlungsfeldern der Deutschen Anpassungsstrategie anzuwenden. Auf diese Weise sollte eine Grundlage geschaffen werden, um die vorhandenen Anpassungsmöglichkeiten über Handlungsfelder hinweg zu priorisieren, geeignete Maßnahmen für die Umsetzung auszuwählen und diese zeitlich einzuordnen. Als Ergebnisse des Projekts liegen eine Literaturstudie und ein Abschlussbericht vor.

Gute Praxis der Anpassung an den Klimawandel in Deutschland

Projektlaufzeit: 2011-2014, FKZ 3711 41 104
Um sich auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten, sind effektive Anpassungsmaßnahmen von großer Bedeutung. Unklar ist jedoch oft, welche Maßnahmen am besten geeignet sind. Hierfür wurden Kriterien der „guten Praxis“ entwickelt. Diese sollen die verschiedenen Akteure, vor allem lokale und regionale Verwaltungen sowie Verbände und kleinere Unternehmen, bei der Entwicklung nachhaltiger Anpassungsmaßnahmen unterstützen. Das konsistente und kompakte Set umfasst die Kriterien Wirksamkeit, Robustheit, Nachhaltigkeit, finanzielle Tragbarkeit, positive Nebeneffekte und Flexibilität. Die Methodik, wie diese Kriterien identifiziert wurden, ist im Abschlussbericht zum Vorhaben detailliert aufgezeigt.  Praxisbeispiele, bei denen die Kriterien angewendet wurden, sind im Handbuch zur guten Praxis der Anpassung an den Klimawandel veröffentlicht.
Auf der Webseite von KomPass steht zudem eine Online-Datenbank – die sogenannte „Tatenbank“ – zur Verfügung, welche deutschlandweit erfolgreich umgesetzte Beispiele aus der Anpassungspraxis sammelt und präsentiert.

Ökonomie des Klimawandels – Ökonomische Risiken und Chancen für Staat und Privatwirtschaft

Projektlaufzeit: 2011-2013, FKZ 3710 41 137
Ziel des Forschungsvorhabens war es, Maßnahmenvorschläge im Bereich der Finanzierungs- und Anreizstrukturen für die Umsetzung der nationalen Anpassungsstrategie an den Klimawandel zu erarbeiten. Die systematische ökonomische und ökologische Bewertung von Maßnahmen und Politikinstrumenten zur Anpassung an den Klimawandel ist in Deutschland ein Novum. Das Vorhaben entwickelt Vorschläge und erarbeitet die dazu notwendigen Kriterien und Analysewerkzeuge - unter Berücksichtigung und expliziter Darstellung der Forschungslücken. Es liefert damit einen wichtigen Beitrag zur Identifikation von praktikablen Politikmaßnahmen zur Förderung der Anpassung an den Klimawandel. Als Fazit schlagen die Verfasser eine Liste an Maßnahmen vor, die der Staat ergreifen sollte um autonome Anpassung zu fördern. Die Ergebnisse wurden im Abschlussbericht zusammengefasst. Maßnahmenvorschläge in der direkten Zuständigkeit des Bundes werden im UFOPLAN-Vorhaben 3712 48 102 (Poliy Mix) weiter ausgearbeitet.

Vorschlag für einen Policy Mix für den Aktionsplan Anpassung an den Klimawandel II

Projektlaufzeit: 2012-2015, FKZ 3712 48 102
Ziel des Vorhabens war es, wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für die Fortschreibung des Aktionsplans Anpassung (APA) der deutschen Bundesregierung zu erarbeiten. Dies wurde mit den folgenden wesentlichen Arbeitsschritten umgesetzt:

  • Zusammenstellung von Anpassungsmaßnahmen;
  • Identifizierung geeigneter Politikinstrumente mit Schwerpunkt auf der Bundesebene, die zur Umsetzung dieser Maßnahmen beitragen können;
  • Entwicklung einer multikriteriellen Bewertungs- und Priorisierungsmethodik für Anpassungsmaßnahmen und Politikinstrumentenvorschläge, ein besonderer Fokus lag auf einer Methodik zur Abschätzung der (administrativen) Umsetzungskosten für Politikinstrumente.

Zur Umsetzung der im Vorhaben erarbeiteten Bewertungsmethodik wurde die Bewertungs- und Priorisierungshilfe „PrioSet“ im Excel-Format entwickelt und auf die im Vorhaben erarbeiteten Maßnahmen- und Instrumentenvorschläge angewandt. Im Ergebnis wird ein Kernset von fachlich prioritären Anpassungsmaßnahmen und zugehörigen Politikinstrumenten vorgeschlagen.

CCplan - Analyse, Bewertung und Politikempfehlungen zur Anpassung nationaler rechtlicher, planerischer und informatorischer Politikinstrumente an Klimawandel

Projektlaufzeit: 2013-2016, FKZ 3713 48 105
CCplan soll die nationale Umsetzung der europäischen Anpassungsstrategie begleiten. Es wird untersucht, wie die Anforderungen auf nationaler Ebene umgesetzt werden können. Notwendig ist dazu insbesondere die Analyse und Weiterentwicklung rechtlicher, planerischer und informatorischer Politikinstrumente. Im Rahmen des Vorhabens soll auf Ebene des Bundes ressortübergreifend erhoben werden, in welche Rechtssetzungen bereits Regelungen zur Anpassung an den Klimawandel einbezogen wurden. Bei der Weiterentwicklung planerischer und rechtlicher Instrumente ist ein Hauptaugenmerk auf mögliche übergreifende strategische Steuerungselemente zu legen, die zu effektiven und konsistenten Regelungswerken entwickelt werden können.

Der Projektkatalog

Projektlaufzeit: 2013-2015
Im Projektkatalog werden wissenschaftliche Forschungsprojekte dokumentiert, die für die Schritte im Prozess der Anpassung an den Klimawandel Wissen schaffen. Seit 2008 werden Forschungsprojekte zusammengetragen, um einen Überblick über die Forschungslandschaft im Bereich Anpassung an den Klimawandel zu geben; diese Informationen sind auch in englischer Sprache verfügbar. In diesem Projekt wurden die Struktur und Inhalte des Projektkataloges für die Zielgruppen Wissenschaft, Politik und Verwaltung modernisiert und aktualisiert. Es wurden Verbindungen zur Tatenbank („Tat“ als Ergebnis eines Forschungsprozesses) geschaffen und Informationen über Klimawirkungen und Vulnerabilitäten des Klimastudienkatalogs verknüpft.

Erfolgsfaktoren für die Förderung zur Anpassung an den Klimawandel

Projektlaufzeit: 2013-2016, FKZ 3713 48 102

Das UFOPLAN Forschungsvorhaben verfolgte zwei übergeordnete Ziele. Erstens sollten Erfolgsfaktoren bei der Förderung von Anpassungsmaßnahmen identifiziert werden. Dazu wurden durch verschiedene Finanzierungsprogramme geförderte und umgesetzte Anpassungsmaßnahmen recherchiert, für die KomPass-Tatenbank des Umweltbundesamtes aufbereitet, und hinsichtlich ihrer Förderfaktoren untersucht. Zweitens sollte die Idee der Verleihung des Wettbewerbs „Blauer Kompass“ weiterentwickelt, ein erneuter Wettbewerb durchgeführt und basierend darauf ein Konzeptrahmen für die Verstetigung des Wettbewerbs erstellt werden, um die Breitenwirkung von guten Beispielen der Klimaanpassung zu fördern.
Sechs Erfolgsfaktoren für Förderprogramme im Themenbereich „Anpassung an den Klimawandel“ konnten im Projekt identifiziert werden: Kontinuität, Praxisbezug, Anschlussfähigkeit, Mainstreaming, Förderkonditionen und Unterstützung. Sie geben Hinweise darauf, wie Förderprogramme gestaltet sein sollten, welche Aspekte bevorzugt gefördert werden sollten und was bei der Förderung von Anpassung allgemein beachtet werden sollte. Im Rahmen des Vorhabens konnte 2015/2016 erfolgreich ein zweiter Wettbewerb „Blauer Kompass“ durchgeführt werden.

Analyse innovativer Beteiligungsformate zum Einsatz bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der DAS

Projektlaufzeit: 2016-2019, FKZ 3716 48 1030

Im Projekt soll ein systematisches Evaluierungsinstrument zur Wirkung von Beteiligungsprozessen in der Klimawandelanpassung erarbeitet werden. Ziel des Projektes ist es, in drei Kommunen innovative, informelle Beteiligungsprozesse zur Starkregenvorsorge durchzuführen. Beteiligt werden können z.B. betroffene Bürgerinnen und Bürger, Interessengruppen und lokale Stakeholder. Durch eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Starkregen sollen sie zur Eigenvorsorge und Eigeninitiative motiviert werden. Von der Erarbeitung von Starkregenkarten bis zur Initiierung lokaler Aktionsgruppen ist das Projekt offen für unterschiedlichste Maßnahmen. Eine zentrale Frage des Vorhabens ist, inwieweit sich der Grad der Mitgestaltungsmöglichkeit auf das Aktivierungspotenzial von Beteiligungsformaten auswirkt.

Vertiefte ökonomische Analyse einzelner Politikinstrumente und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel

Projektlaufzeit: 2016-2019, FKZ 3716 48 1000

Erste Kataloge von Maßnahmen und Instrumenten im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) wurden bereits definiert. Im Forschungsvorhabens „Vertiefte ökonomische Analyse einzelner Politikinstrumente und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“ soll nun eine gesamtwirtschaftliche Analyse erfolgen. Die Übersetzung von Klimaschäden in Geldeinheiten, die Bewertung von Anpassungsreaktionen und die Zusammenschau in einer Kosten-Nutzen-Analyse der Klimafolgenanpassung trägt dazu bei, die gewählten Maßnahmen und Instrumente auch ökonomisch zu begründen. Hierbei sollen folgende Forschungsfragen beantwortet werden:

  • In welcher Höhe kann Anpassung erwartbare Schadenskosten durch den Klimawandel reduzieren und welche Kosten sind damit verbunden?
  • Welche Wechselwirkungen zwischen Maßnahmen und Politikinstrumenten der Klimaanpassung treten auf? Welche Nebeneffekte auf andere Politikbereiche?
  • Wie können ökonomische Analyseansätze genutzt werden, um geeignete Politikinstrumente zur Klimaanpassung zu identifizieren?
  • Wie wirkt Klimaanpassung auf Wachstum, Beschäftigung und regionale sowie sektorale Wertschöpfung und – in erweiterter Perspektive – welche relevanten anderen gesellschaftlichen Wirkungen werden erzeugt?

Ein Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der Spezifizierung des zugrunde liegenden gesamtwirtschaftlichen Modells PANTA RHEI für die Abbildung von Klimaschäden und Anpassungsstrategien. Als Ergebnis soll ein umfassender zukünftiger Policy Mix der Klimaanpassung entwickelt werden und den nächsten Aktionsplan Anpassung zur DAS fachlich unterstützen.

 

Maßnahmen erfolgreich umsetzen

Erfolgsbedingungen in der Kommunikation zum Umgang mit Extremereignissen

Projektlaufzeit: 2012-2015, FKZ 3712 48 103
Bedingt durch den Klimawandel werden Extremereignisse wie Hitzewellen, Hochwasser und Starkniederschläge in Zukunft zunehmen. Durch eine gezielte und effektive Eigenvorsorge können die Folgen derartiger Ereignisse entscheidend abgemildert werden. Vor diesem Hintergrund ist eine zielgruppengerechte Kommunikation der Risiken und Vorsorgemöglichkeiten von großer Bedeutung. Im Rahmen dieses Projekts wurde das vorhandene Wissen über handlungsmotivierende Kommunikation zur Eigenvorsorge durch die Anwendung verschiedener wissenschaftlicher Techniken erweitert. Es wurden Kommunikationsprodukte zum Thema Hitze für die Zielgruppe 65+ entwickelt und angewendet. Die Ergebnisse des Vorhabens sind im Abschlussbericht dokumentiert.

Kommunen befähigen, die Herausforderungen der Anpassung an den Klimawandel systematisch anzugehen (KoBe)

Projektlaufzeit: 2012-2014, FKZ 3711 41 116
Im Rahmen der Nationalen Anpassungsstrategie wird der lokalen Ebene bei der Anpassung an den Klimawandel eine zentrale Rolle zugewiesen. Einerseits verspricht die räumliche Nähe zu den konkreten Bedingungen und Strukturen eine problemadäquate Bewältigung der mit dem Klimawandel verbundenen Risiken und Chancen. Andererseits werden Kommunen vor die Herausforderung gestellt, in ihren jeweils spezifischen Rahmenbedingungen Kapazitäten aufzubauen, um die Herausforderungen der regionalen Folgewirkungen des Klimawandels zu bewältigen. Das Forschungsvorhaben "Kommunen befähigen, die Herausforderung der Anpassung an den Klimawandel systematisch anzugehen (KoBe)" befasste sich mit der Fragestellung, welche Faktoren und Bedingungen die Anpassungskapazität von Kommunen in Deutschland maßgeblich beeinflussen. Dazu wurden im Projekt empirische Befragungen mit kleineren und mittleren Kommunen wie auch eine Fachworkshopreihe mit insgesamt elf Kommunen durchgeführt. Vor diesem Hintergrund erarbeitete das Projekt Vorschläge und Unterstützungsangebote zum systematischen Aufbau von Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel auf lokaler Ebene.
Weitere Informationen zum Vorhaben sind auf unserer Projekt-Webseite eingestellt.
Die Ergebnisse sind im Abschlussbericht dokumentiert.

Der Klimalotse für Kommunen

Projektlaufzeit: 2012-2016, FKZ 3712 48 100
Bereits seit 2010 betreibt das Umweltbundesamt den „Klimalotsen“, einen Online-Leitfaden zur Anpassung an den Klimawandels für Kommunen und Unternehmen. Um den bisherigen Erkenntnissen aus dem Umgang mit dem Leitfaden sowie der aktuellen Datenlage über den Klimawandel Raum zu geben, wird derzeit eine neue Version des Online-Tools, der „Klimalotse 2.0“, erarbeitet. Neben technischen und visuellen Innovationen sowie der Integration neuester Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis wird der Klimalotse künftig verstärkt auf die Ansprüche kleiner und mittlerer Kommunen eingehen. Ein Forschungsbericht beschäftigt sich mit Entscheidungsprozessen zur Anpassung an den Klimawandel in Kommunen. Der Fokus der Analyse liegt dabei auf den Anstößen und Hindernissen zur Auseinandersetzung mit der Thematik sowie auf den verschiedenen kommunalen Ansätzen zur Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen.

Transformation von Infrastrukturen (TRAFIS)

Projektlaufzeit: 2016 – 2019, FKZ 3715 48 102 0
Funktionale Infrastrukturkopplungen werden in TRAFIS systematisiert und hinsichtlich möglicher Wirkungen auf Klimaresilienz und Ressourceneffizienz untersucht. Im Weiteren soll TRAFIS aufzeigen, wie eine gezielte Transformation von Infrastruktursystemen hin zu nachhaltigen, insbesondere klimaresilienten und ressourcenleichten Infrastrukturen speziell durch die Bundesebene gesteuert werden kann.

 

Anpassung beobachten und bewerten

Monitoring der Deutschen Anpassungsstrategie – Schließung von Indikatorenlücken

Projektlaufzeit: 2009-2014, FKZ 3711 41 106
Im Rahmen des Indikatoren-Projekts zur DAS wurden für die Umsetzung und Weiterentwicklung der Deutschen Anpassungsstrategie ein Indikatorensystem entwickelt und ein ressortübergreifendes, kontinuierliches Berichterstattungssystem aufgebaut und etabliert. Die Identifizierung der Indikatoren erfolgt in Zusammenarbeit mit Experten aus Bundes- und Landesbehörden sowie Fachleuten aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die im Projekt erzielten Ergebnisse sind in den ersten indikatorengestützten Bericht zur Anpassung an den Klimawandel in Deutschland und in die Entwicklung eines Organisationskonzepts für die routinemäßige Folgeberichterstattung einflossen.

Akteurszentrierte Untersuchung der Erfolgsbedingungen und Hemmnisse für Anpassungsstrategien

Projektlaufzeit: 2013-2016, FKZ 3713 48 101
Das Projekt untersucht die wesentlichen Erfolgsbedingungen und -faktoren von Politikprozessen der Klimaanpassung in vergleichender Perspektive. Einem einheitlichen konzeptionellen Ansatz folgend werden sowohl (außer-)europäische als auch nationale und regionale Prozesse betrachtet. Prozesse zur Anpassung an den Klimawandel können als Veränderungsprozesse verstanden werden, die von bestimmten Randbedingungen, Verhaltensmustern und Faktoren beeinflusst werden. In diesem Sinne soll der „Models of Change“-Ansatz auf das Thema Klimaanpassung übertragen werden. Auf der Basis empirischer Analysen sollen Empfehlungen für die künftige Gestaltung und Steuerungsschwerpunkte für den Politikprozess in Deutschland mit einem mittelfristigen Zeithorizont abgeleitet werden. Hierzu gehört unter anderem, in welcher Form Akteure/Akteursgruppen auf regionaler oder kommunaler Ebene unterstützt werden können, um die Befähigung zur Klimaanpassung zu erhöhen. Des Weiteren werden Empfehlungen ausgesprochen, inwieweit erfolgreiche Klimaanpassungsprozesse auf andere Regionen und Akteure übertragen werden können.