Glasherstellung soll ressourceneffizienter werden

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Je mehr Glasprodukte aus Altglas hergestellt werden, desto besser für die Ressourcenschonung.
Quelle: Nik / Fotolia.com

Aus Altglas werden neue Glasprodukte, das ist in Deutschland bereits lange Alltag. Die bei der Aufbereitung der Altglas-Scherben anfallende Feinkorn-Fraktion ist im Moment jedoch noch ein Fall für die Deponie. Mit Förderung des Umweltinnovationsprogramms soll sich dies ändern.

Bei der Glasproduktion fallen feine Stäube bei der Abgasreinigung sowie Feinkorn beim Aufbereiten der Altglas-Scherben an. Diese Materialien können bisher nicht eingeschmolzen und für die Produktion verwendet werden, weil sie zu einer hohen Verstaubung des Ofenraums und der Regeneratorkammern und damit zu Prozessstörungen und Schäden an der Anlage führen würden.

In der Wiegand-Glashüttenwerke GmbH, die Glasbehälter für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie herstellt, wird am Standort Steinbach am Wald in Bayern nun mit Förderung des Umweltinnovationsprogramms eine Anlage in Betrieb gehen, die diese Feinfraktionen zu Briketts presst und vollautomatisch dosiert in die Schmelzwanne mit den Scherben aus Altglas und Primärrohstoffen gibt. Das spart jährlich 25.000 Tonnen Abfall und die gleiche Menge an Primärrohstoffen.

 

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Schlagworte:
 Altglasrecycling  Glasrecycling  Umweltinnovationsprogramm