Feinstaubquelle Staubsauger?

Eine Person saugt in einer Wohnung Staub.zum Vergrößern anklicken
Staubsauger setzen im Betrieb Staubemissionen frei.
Quelle: Olesia Bilkei / Thinkstock/iStock

Staub, Schmutz und Milben: Worauf Sie beim Saugen achten sollten.

Die Staubbelastung bleibt geringer, wenn Sie volle Staubbeutel rechtzeitig austauschen – außerdem saugen Sauger mit vollem Beutel schlechter. Tauschen Sie zudem Motorschutz- und Mikroabluftfilter – auch Hygienefilter genannt – regelmäßig aus. Und: Vermeiden Sie möglichst den Kontakt mit dem Staub, wenn Sie den Beutel austauschen oder die Box leeren. Im Staub können sich Pilzsporen, Milbenkot, Bakterien und eventuell auch Schadstoffe ansammeln. Vermeiden Sie zusätzliche Staubaufwirbelungen indem Sie die Staubsaugerdüse schonend auf dem Boden hin und her schieben.

Empfindliche Personen, wie Allergiker oder Asthmatiker sollten einen Beutelstaubsauger mit Zusatzfilter nutzen. Bei diesem Staubsaugersystem ist die Staub- und mikrobielle Belastung am geringsten. Dies wurde auch durch Orientierungsmessungen des UBA von Feinstäuben mit einigen Staubsaugergeräten bestätigt: Vergleich von Staubsaugersystemen mit einer vereinfachten Umweltbewertungen (VERUM 2.0).  

Im Test hat das UBA vier gängige Staubsaugersysteme im Hinblick auf ihre Umwelt- und Gesundheitsbelastung untersucht: Beutelstaubsauger mit Zusatzfilter, Beutelstaubsauger ohne Zusatzfilter, beutellose Systeme (Zyklone) und wasserbasierte Saugsysteme. Bei den Messungen handelt es sich um exemplarische Untersuchungen, die nicht repräsentativ alle am Markt vorhandenen Geräte und Funktionsweisen abdecken. Neben den Beutelstaubsaugern mit Zusatzfilter wiesen auch Zyklonstaubsauger eine geringe Staubbelastung im Betrieb auf. Wegen der relativ unhygienischen Entsorgung des Staubes schnitt dieses System jedoch schlechter ab. Der Beutelstaubsauger ohne Zusatzfilter wies eine erhöhte Staubemission auf. Beim wasserbasierten Staubsauger sieht das UBA die Gefahr der Verkeimung des Wassertanks, wenn dieser nicht regelmäßig gereinigt und das Wasser gewechselt wird.

Während Allergiker und Asthmatiker durch die Staubemissionen der Geräte gesundheitlich beeinträchtigt werden können, sind die gemessenen Werte für gesunde Personen bei allen getesteten Geräten unproblematisch. Weitere Hinweise für Allergiker finden Sie außerdem auf der Website des Allergieinformationsdienstes

Energieeffizienz und Lärmemissionen

Hinsichtlich Ressourcenverbrauch, Treibhausgasemissionen und Lärmbelastung gibt es keine relevanten Unterschiede bei den verschiedenen Staubsaugersystemen. Besonders energieeffiziente Geräte erkennen Sie an der Energieeffizienzklasse A(+++). Ein vorzeitiger Austausch alter Geräte aus Gründen der Energieeffizienz lohnt jedoch meist weder ökonomisch, noch ökologisch, wenn man den Kaufpreis sowie den Energie- und Ressourcenaufwand für die Herstellung des Gerätes mit einbezieht. 

Leise Sauger erkennen Sie am Label: Das EU-Etikett weist die Lautstärke des Staubsaugers in dB (A) als Schallleistungswert aus. Je kleiner der Wert, umso leiser der Staubsauger.

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