Fakten zu Braun- und Steinkohle: Verstromung gefährdet Klimaziele

schwarze Kohlenstücke liegen zu einem Haufen aufgetürmt im Freuen, dahinter ist blauer Himmel mit weißen Wolken zu sehenzum Vergrößern anklicken
Kohleverstromung dominiert weiterhin den deutschen Strommix.
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Trotz Energiewende droht Deutschland sein Klimaziel zu verfehlen. Ein wesentlicher Grund: Rund 44 Prozent der Bruttostromerzeugung stammen immer noch aus Braun- und Steinkohle. Das aktualisierte UBA-Hintergrundpapier beleuchtet die fossilen Energieträger aus energiewirtschaftlicher, ökonomischer und umweltpolitischer Sicht. Ein zügiger Ausstieg aus der Kohle ist nicht nur möglich, sondern geboten.

Kohle ist der Brennstoff mit der schlechtesten Klimabilanz. Ihre Verbrennung geht einher mit der Freisetzung gesundheitsgefährdender Luftschadstoffe sowie toxischer Metalle. Die Braun- und Steinkohleverstromung verursachten hohe Umweltschäden, die sich in den Strompreisen nicht wieder finden. Weitere Kosten entstehen der Allgemeinheit durch Subventionen und Vergünstigungen. Aus UBA-Sicht soll und kann auf neue Kohlekraftwerke in Deutschland verzichtet werden. Auch im Jahr 2014 lag die deutsche Stromerzeugung deutlich über dem inländischen Verbrauch, rund 6 Prozent wurden exportiert.