Silbernanopartikel stören Phytoplankton

Aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften wird Nanosilber in einer Vielzahl von Produkten eingesetzt, von Textilien bis hin zu Kosmetika. Wenn Nanosilber in hohen Konzentrationen vorhanden ist, stört es jedoch auch den Algenstoffwechsel, der für die Dynamik des aquatischen Nahrungsnetzes und die Produktion von terrestrischem Sauerstoff unerlässlich ist.

Ein Forschungsteam der Universität Genf (UNIGE) und der University of California (Santa Barbara) hat die Auswirkungen von Nanosilber auf die Alge Poterioochromonas malhamensis untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Nanosilber und sein Derivat, ionisches Silber, den gesamten Stoffwechsel der Algen stören. Ihre Membran wird durchlässiger, die zellreaktive Sauerstoffspezies nimmt zu und die ⁠Photosynthese⁠ ist weniger effektiv.
(Universität Genf, 25.11.2020)

Links Originalpressemitteilung der Universität Genf (in Englisch)
https://www.unige.ch/communication/communiques/en/2020/les-nanoparticules-perturbent-les-algues/

Nanopartikel im Biozid-Portal
Nanopartikel

 

Teilen:
Artikel:
Drucken Senden
Schlagworte:
 Biozide  Nanopartikel