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Wie viel Potenzial steckt in der Geothermie?

Das Potenzial zur energetischen Nutzung der Geothermie ist sehr groß. Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung (TAB) beim Bundestag rechnet mit einem jährlichen technischen Angebotspotenzial für die geothermische Stromerzeugung in Deutschland in Höhe von 312 TWh pro Jahr über einen geschätzten Nutzungszeitraum von 1.000 Jahren. Derzeit sind 18 tiefe Geothermieanlagen mit rund 7,3 MW elektrischer und rund 188 MW thermischer Leistung in Betrieb, die im Jahr 2010 etwa 0,028 TWh Strom erzeugen. Darüber hinaus befinden sich 13 Anlagen im Bau und 81 Anlagen in Planung. Die Bereitstellung von Wärme aus Geothermie stieg von 1,5 TWh im Jahr 2000 auf 5,6 TWh im Jahr 2010.

Der weitere Ausbau hängt vom Stand der Technik, der Wirtschaftlichkeit und der Umweltverträglichkeit ab. Die Geothermie ist immer noch eine sehr teure Technologie. Die notwendigen Explorationsmaßnahmen und insbesondere die aufwändigen Bohrungen begrenzen den Ausbau. Außerdem bestehen einige ökologische Hindernisse. So scheiden bereits genutzte Flächen – wie z. B. Siedlungen oder Verkehrswege – zur Nutzung der Geothermie aus. Wasserschutzgebiete sowie der Erhalt wertvoller Naturräumen – wie Moore oder Waldgebiete – schränken die Zahl der geeigneten Standorte weiter ein.

Im „Energieziel 2050: 100% erneuerbare Energien“ hat das Umweltbundesamt die Potenziale der Geothermie für die zukünftige Energieversorgung berücksichtigt. Trotz der genannten Einschränkungen ergibt sich ein erschließbares technisch-ökologisches Potenzial im Jahr 2050 von ca. 50 TWh pro Jahr bei einer installierten Netto-Leistung von 6,4 GWel. Die Geothermie birgt daher nach Wind und Sonne das größte Ausbaupotenzial, um unsere Energieversorgung bis 2050 zu 100% aus erneuerbaren Energien zu decken.   

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 Energiewende

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