Projekte für den Wettbewerb "Blauer Kompass" nominiert

Die Grafik hat den Titel: Online-Voting Blauer Kompass und zeigt Erwachsene und Kinder beim gärtnern in der Stadtzum Vergrößern anklicken
Öffentliche Internetabstimmung in der KomPass-Tatenbank: Jede Stimme zählt!
Quelle: UBA

Auch in diesem Jahr haben sich viele wegweisende Projekte zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels beim Wettbewerb „Blauer Kompass“ des Umweltbundesamtes beworben. Bis zum 20. April konkurrierten die nominierten Projekte um den Publikumspreis in der KomPass-Tatenbank.

Der „Blaue Kompass“: spürbare Folgen des Klimawandels brauchen neuartige Lösungsansätze

Wärmer, trockener, extremer: bereits heute spüren und sehen wir die weitreichenden Folgen der Klimaänderung für Mensch und Natur. Wie sich das Klima in den vergangenen Jahren verändert hat und welche Folgen das auf Umwelt, Gesellschaft, Infrastrukturen und verschiedene Sektoren hat, wurde im kürzlich veröffentlichten Monitoringbericht zur Deutschen Klimaanpassungsstrategie deutlich. Das Jahresmittel der Lufttemperatur ist zwischen 1881 und 2018 um 1,5 Grad Celsius gestiegen, gab es 1951 nur drei Tage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad so waren es 2018 bereits 20 Tage. Menschen sorgen sich zunehmend um die Folgen dieser Hitzeextreme für ihre Gesundheit, auch das geht aus dem Bericht hervor. Die Zahlen zeigen: Strategien und Initiativen zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels sind neben ambitionierten Klimaschutzmaßnahmen wichtiger denn je.

Das Umweltbundesamt (UBA) zeichnet mit dem „Blauen Kompass“ daher bereits zum vierten Mal private und kommunale Unternehmen, Vereine, Verbände, Stiftungen, Forschungsinstitute und Bildungseinrichtungen aus, die Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland innovativ und wegweisend umsetzen. Die Idee des Wettbewerbs: die besten Projekte zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels sollen bundesweit bekannt gemacht werden und als Beispiele für eine gute Praxis Nachahmerinnen und Nachahmer motivieren, eigene Maßnahmen in ihrer Region zu initiieren und umzusetzen.

Wettbewerb „Blauer Kompass“ erzielt 2020 nochmals einen Teilnahmerekord

Insgesamt 160 Bewerbungen sind für die diesjährige Wettbewerbsrunde des „Blauen Kompass“ eingegangen – ein erneuter Teilnahmerekord. Die Folgen des Klimawandels sind zunehmend für Mensch und Natur spürbar und immer mehr gesellschaftliche Akteure ergreifen Maßnahmen zur Anpassung. Damit übernehmen sie eine wichtige Vorbildfunktion. Trotz ehrgeiziger Klimaschutzziele sind Anpassungen an die erwarteten Klimaänderungen erforderlich. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigen die Nominierten.

Die 15 nominierten Projekte

Von praxisorientierten Bildungsmodulen in der Landwirtschaft über klimaangepasstes Wohnen bis hin zum Hitzeschutz für Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen gibt es viele vorbildliche Aktionen. Folgende Projekte aus 10 Bundesländern sind für den „Blauen Kompass“ nominiert:

Kategorie 1: Private oder kommunale Unternehmen

Die Nominierten im Video finden Sie hier!

Kategorie 2: Bildungs- und Forschungseinrichtungen

Die Nominierten im Video finden Sie hier!

Kategorie 3: Vereine, Stiftungen und Verbände

Die Nominierten im Video finden Sie hier!

Bis zum 20. April konnte auf der KomPass-Tatenbank abgestimmt werden – das Projekt mit den meisten Stimmen gewann den Publikumspreis.

Welche drei Projekte neben dem Publikumspreis mit dem „Blauen Kompass“ ausgezeichnet werden, entschied Ende April eine Expertenjury. Die vier Preisträger des „Blauen Kompass“ werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Bundesumweltministerium in Berlin ausgezeichnet. Alle Gewinnerinnen und Gewinner erhalten jeweils eine Trophäe, Urkunde sowie Unterstützung bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zu jedem Projekt wird außerdem ein Kurzfilm gedreht.