PFC in Pflanzenschutzmitteln

Bauer bringt Pflanzenschutzmittel auf seinem Feld auszum Vergrößern anklicken
Jährlich werden auf einem Hektar Acker etwa neun Kilogramm Pflanzenschutzmittel eingesetzt.
Quelle: Penny Williams / Fotolia.com

Per-und polyfluorierte Alkylsubtanzen (PFC, PFAS) werden in Pflanzenschutzmitteln eingesetzt, um bessere Anwendungseigenschaften der Mittel zu erzielen. Das Ausbringen von PFC-haltigen Pflanzenschutzmitteln stellt in der Regel einen direkten Eintrag von PFC in die Umwelt dar. In den letzten Jahren ist die Verwendung von PFC in Pflanzenschutzmitteln in Deutschland allerdings stark rückläufig.

Pflanzenschutzmittel enthalten neben den eigentlichen Wirkstoffen eine Vielzahl von Beistoffen, welche die Eigenschaften für die Anwendung der einzelnen Mittel verbessern. Zudem können unterschiedliche Pflanzenschutzmittel zeitgleich in Tankmischungen ausgebracht werden, deren Eigenschaften weiter durch das Beimischen sogenannter Zusatzstoffe verbessert werden können. Die Beimischung oberflächenaktiver PFC als Bei- oder Zusatzstoffe kann zum Beispiel die Benetzung oder Haftung von Pflanzenschutzmitteln auf Pflanzen verbessern oder auch die Schaumbildung vermindern.

In der Regel stellt die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln einen direkten Eintrag sowohl der enthaltenen Wirkstoffe als auch der Bei- und Zusatzstoffe in die Umwelt dar. Somit führt die Verwendung der extrem beständigen PFC als Bei- oder Zusatzstoff zu einer Kontamination der Böden und auch des Grundwassers durch Versickerung.

Nach Informationen des Umweltbundesamtes ist in Deutschland in den letzten Jahren die Verwendung von PFC-haltigen Bei- und Zusatzstoffen in Pflanzenschutzmitteln stark rückläufig.

Teilen:
Artikel:
Drucken Senden
Schlagworte:
 PFC  Pflanzenschutzmittel