Instrumente und Maßnahmen: Flächenschutzpolitik

Die Bundesregierung will das Wachstum der Siedlungs- und Verkehrsfläche verlangsamen. Das Umweltbundesamt informiert daher über Maßnahmen und Instrumente, die helfen können, den Flächenverbrauch in Deutschland einzuschränken.

Vorschläge zur Verringerung des Flächenverbrauchs

Die Bundesregierung hat im Zuge der Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2002 beschlossen, das Wachstum der Siedlungs- und Verkehrsfläche von 129 Hektar pro Tag im Jahr 2000 auf 30 Hektar pro Tag im Jahr 2020 zu verringern. Um dieses Ziel zu erreichen, unterbreitet das Umweltbundesamt eine Reihe von Vorschlägen zu Instrumenten und Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, den Flächenverbrauch weiter einzudämmen.

Zu diesen Vorschlägen zählen

  • den Regionen und Kommunen angemessene Obergrenzen für den künftigen Flächenverbrauch zu setzen, die im Einklang mit dem 30-Hektar-Ziel stehen; dazu sollten die Länder ihre Raumordnung und Landesplanung konsequent auf das Ziel des Flächensparens ausrichten,
  • die Innenentwicklung von Siedlungen sowie die Instandsetzung und Modernisierung bestehender Gebäude und Infrastrukturen durch die öffentliche Hand zu fördern, anstatt neue Wohn- und Gewerbegebiete und Infrastrukturen auf der „grünen Wiese“ zu bauen, sowie
  • den Handel mit Flächenzertifikaten zu erproben.

Weiterführende Informationen zu den empfohlenen Maßnahmen und Instrumenten zur Senkung des Flächenverbrauchs finden Sie auf den Themenseiten des Umweltbundesamts in den beiden Artikeln „Flächensparen – Böden und Landschaften erhalten“ und „Handel mit Flächenzertifikaten“.

In einer Neubausiedlund wird ein neues Haus gebaut
Bauen "auf der grünen Wiese" zersiedelt die Landschaft und lässt Innenstädte veröden
Quelle: Kaarsten / Fotolia.com