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Fläche, Boden, Land-Ökosysteme

Fläche, Boden und Land-Ökosysteme sind schützenswerte Ressourcen. Der wachsende Flächenverbrauch und ein zunehmender Verlust von qualitativ hochwertigen Böden stellen eine Bedrohung für die Intaktheit der Land-Ökosysteme dar. Versiegelungen, Umwandlung von natürlichen Flächen in landwirtschaftliche Nutzflächen und Bodendegradation führen zu einer Verknappung dieser Ressourcen und wirken sich negativ auf die Artenvielfalt aus.

In einem bevölkerungsreichen Land wie Deutschland ist die Fläche eine knappe Ressource. Die stetige Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche verursacht negative Folgen für die Umwelt. Außerdem stehen diese Flächen dann zum Beispiel nicht mehr als Erholungsflächen zur Verfügung.

Je nach Art der Flächennutzung werden die Böden unterschiedlich in ihrer Qualität beeinträchtigt. Etwa 46 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen sind versiegelt, das heißt bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt. Damit gehen wichtige Bodenfunktionen, vor allem die Wasserdurchlässigkeit und die Bodenfruchtbarkeit, verloren.

Nährstoffeinträge (vor allem Stickstoff) aus der Luft belasten Land-Ökosysteme und gefährden die biologische Vielfalt. Zur Bewertung dieser Belastung stellt man ökosystemspezifische Belastungsgrenzen (Critical Loads) den aktuellen Stoffeinträgen aus der Luft gegenüber. Trotz rückläufiger Stickstoffbelastungen in Deutschland besteht weiterhin Handlungsbedarf – vor allem bei den Ammoniak-Emissionen.

Wichtiges in Kürze

  • Ein Diagramm stellt in Balkenform für jedes Jahr dar, wie viel Hektar Fläche in Deutschland zwischen 1993 und 2017 pro Tag neu für Siedlungs- und Verkehrsflächen ausgewiesen wurden. Ergänzend wird als Linie der Vier-Jahres-Durchschnitt abgebildet.
    Indikator: Siedlungs- und Verkehrsfläche

    In den Jahren 2014 bis 2017 wurden täglich 58 Hektar für Siedlungs- und Verkehrszwecke neu in Anspruch genommen.Der Anstieg soll laut Bundesregierung bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag sinken. Bis 2030 soll der tägliche Anstieg unter 30 Hektar liegen.Es müssen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, damit diese Ziele erreicht werden können. weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt den Anteil der unzerschnittenen verkehrsarmen Räume mit mindestens 100 km² an der Landfläche Deutschlands für die Jahre 2000, 2005, 2010 und 2015 sowie den Zielwert. Wegen methodischer Unterschiede sind die Werte nicht uneingeschränkt vergleichbar.
    Indikator: Landschaftszerschneidung

    Mit den unzerschnittenen verkehrsarmen Räumen (UZVR) wird die Zerschneidung der Landesfläche durch Verkehrsachsen beschrieben.Im Jahr 2015 machten unzerschnittene, verkehrsarme Räume 23,5 % der Landfläche Deutschlands aus.Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil bei 25,4 % zu halten. weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt für die Jahre 1970 bis 2015 die Entwicklung der Bestände typischer Vogelarten in unterschiedlichen Landschaftstypen sowie einen Gesamt-Index. Der Gesamt-Index sinkt von 1970 (107 %) bis 2015 (70 %) deutlich.
    Indikator: Artenvielfalt und Landschaftsqualität

    Der Indikator hat sich in den zehn Jahren 2005 bis 2015 weiter verschlechtert und lag 2015 bei 70,3 %.Negativ haben sichin diesem Zeitraum vor allem die Werte der Teilindikatoren für das Agrarland und für die Küsten und Meere entwickelt.Die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sieht vor, dass der Indikator bis 2030 auf 100 % steigen soll. weiterlesen

  • Das Diagramm zeigt den Flächenanteil empfindlicher Ökosysteme in Deutschland, auf dem die Belastungsgrenzen für Eutrophierung im Zeitraum 2005 bis 2015 überschritten wurden sowie das Ziel für 2030. Im Jahr 2005 lag der Wert bei 77 %, 2015 bei 68 %.
    Indikator: Eutrophierung durch Stickstoff

    68 % der Fläche empfindlicher Ökosysteme Deutschlands waren 2015 durch zu hohe Stickstoffeinträge bedroht.Die Bundesregierung strebt mit der Neuauflage der Nachhaltigkeitsstrategie 2016 an, den Anteil dieser Flächen zwischen 2005 und 2030 um 35 % zu senken. Dadurch ergibt sich nach den derzeitigen Berechnungsgrundlagen ein Wert von 50 % im Jahr 2030.Nur wenn die Anstrengungen verstärkt werden, den… weiterlesen

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Flächenverbrauch für Rohstoffabbau

Der Abbau von Rohstoffen im Tagebau geht mit einer unwiderruflichen Zerstörung von Böden und Landschaften einher. Wasserhaushalt und Wasserqualität können dauerhaft beeinträchtigt werden. Durch den Abbau von Rohstoffen kamen 2017 pro Tag etwa 7,5 Hektar (ha) Fläche "unter den Bagger", davon 4,2 ha für Baumineralien, 2,1 ha für Braunkohle, 1 ha für Torf und 0,3 ha für Industriemineralien. weiterlesen

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Siedlungs- und Verkehrsfläche

Der Flächenverbrauch für Siedlungen und Verkehr hat Auswirkungen auf die Umwelt. Versiegelte Flächen schaden Böden und begünstigen Hochwasser. Die Zersiedelung erzeugt zudem mehr Verkehr. Die Bundesregierung will den Flächenverbrauch bis 2020 auf 30 ha pro Tag und bis 2030 auf weniger als 30 ha pro Tag senken. Das integrierte Umweltprogramm des BMU formulierte für 2030 ein Ziel von 20 ha pro Tag. weiterlesen

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Struktur der Flächennutzung

Mehr als die Hälfte der deutschen Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. Dieser Anteil sinkt langsam, während der für Siedlungen und Verkehr stetig steigt. Ziel einer nachhaltigen Flächennutzung ist daher, den Flächenverbrauch durch Siedlungen und Verkehr zu senken und gleichzeitig vorhandene Siedlungs- und Verkehrsflächen optimal zu nutzen und ökologisch aufzuwerten. weiterlesen

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Altlasten und ihre Sanierung

Altlasten stellen eine große ökologische Belastung dar. Ihre Sanierung trägt dazu bei, den Umweltzustand erheblich zu verbessern, Standorte in eine Nachnutzung zu bringen und Investitionshemmnisse zu beseitigen. weiterlesen

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Waldzustand: Kronenverlichtung

Wälder sind Lebensraum für Pflanzen und Tiere, filtern Schadstoffe aus der Luft, schützen vor Erosion und Lawinen, wirken regulierend im Wasserhaushalt, dienen dem Menschen als Ort für Erholung und liefern den Rohstoff Holz. Diese vielfältigen Funktionen im Naturhaushalt und für den Menschen können nur gesunde Wälder erfüllen. Die Kronenverlichtung zeigt den Gesundheitszustand von Waldbäumen an. weiterlesen

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Humusstatus der Böden

Der Humusanteil ist eine entscheidende Größe für die Struktur und die biologischen wie ökologischen Funktionen der Böden. Eine bundesweite Auswertung der organischen Substanz der Oberböden zeigt ein differenziertes Muster nach Bodenausgangsgesteinen, Landnutzung und Klimaregionen. weiterlesen

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Ozon - Einhaltung von Zielwerten zum Schutz der Pflanzen

Bodennahes Ozon kann Pflanzen schädigen. Wirkungsschwellenwerte (Critical Levels) markieren, welche Ozonbelastung nicht überschritten werden darf, um Schäden an Kultur- und Wildpflanzen zu vermeiden. Die Zielwerte zum Schutz der Vegetation nach EU-Richtlinie 2008/50/EG werden in Deutschland vielerorts überschritten. Neue Bewertungsmethoden führen zu einer noch präziseren Risikobewertung. weiterlesen

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Bodenversiegelung

Etwa 46 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen sind versiegelt, das heißt bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt. Damit gehen wichtige Bodenfunktionen, vor allem die Wasserdurchlässigkeit und die Bodenfruchtbarkeit, verloren. Mit der Ausweitung der Siedlungs- und Verkehrsflächen nimmt auch die Bodenversiegelung zu - im Jahr 2011 um rund 100 Quadratkilometer. weiterlesen

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Fläche

Jede Flächennutzung ist mit Umweltfolgen verbunden. Die meisten Flächen werden in Deutschland von der Land- und der Forstwirtschaft sowie für Siedlungen und Verkehr (SuV) belegt. Die Ausdehnung der SuV-Fläche ist ein großes Umweltproblem. Ziel der Bundesregierung ist, das Wachstum der SuV-Fläche von 58 Hektar pro Tag im Zeitraum 2014 bis 2017 auf unter 30 Hektar pro Tag im Jahr 2030 zu reduzieren. weiterlesen

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Land-Ökosysteme

Land-Ökosysteme sind vielfältigen äußeren Belastungen ausgesetzt und können ihre natürliche Funktions- und Ertragsfähigkeit verlieren. Der Schutz von natürlichen Land-Ökosystemen wie Wäldern oder Heiden ist entscheidend für die nachhaltige Nutzung dieser Gebiete. weiterlesen

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Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt