Deutschland ist ein rohstoffarmes Land. Rund 70 Prozent des Energieaufkommens wird durch Importe diverser Energieträger gedeckt. Um die Versorgung zu sichern, sollte die Importabhängigkeit verringert und die Vielfalt an Lieferländern und Transportstrukturen erhöht werden. weiterlesen

Energie
Als eine zentrale Säule des nachhaltigen Systems gelten die erneuerbaren Energien. Sowohl die Europäische Union als auch die deutsche Bundesregierung haben sich Ziele zu deren Ausbau gesetzt: Europaweit soll der Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 bei 20 % des Primärenergieverbrauchs liegen. Deutschland strebt danach, den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis 2020 auf 35 % zu erhöhen. Bis zum Jahr 2025 bzw. 2035 sollen diese Anteile auf 40 bis 45 % bzw. auf 55 bis 60 % und bis 2050 auf 80 ansteigen. Der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch soll bis zum Jahr 2020 auf 18 % und respektive bis zum Jahr 2050 auf 60 % erhöht werden.
Zum Verständnis ist es wichtig, Primär-, End- und Nutzenergie zu unterscheiden: Die Primärenergie wird entlang einer Energieumwandlungskette unter Energieverlusten in Endenergie (zum Beispiel Strom) überführt. Über die Endenergie wird dann unter weiteren Verlusten Nutzenergie für die jeweiligen Endgeräte bereitgestellt. Nutzenergieformen sind etwa Raumwärme, mechanische Energie, Beleuchtung und Informationstechnologien. Erst die Nutzenergie ist die Energiemenge, die tatsächlich für die gewünschte Energiedienstleistung verwendbar ist.
Im Datenbereich „Energie“ wird sowohl dargestellt, wie viel Energie in Deutschland insgesamt verbraucht wird und aus welchen Quellen diese stammt, als auch wie und wofür die Energie genutzt wird und welche Erzeugungs- und Umwandlungstechnologien dabei zum Einsatz kommen.
Bestandsveränderungen im Energiebereich
Energieträger wie Kohlen, Erdöl oder Erdgas und daraus hergestellte Produkte wie Heizöl werden preis- und nachfrageorientiert beschafft und verbraucht. Neben der Konjunktur und der Temperatur beeinflussen diese Bestandsänderungen den ausgewiesenen Primärenergieverbrauch für das jeweilige Jahr. weiterlesen
Primärenergieverbrauch
Der Primärenergieverbrauch ist seit Beginn der 1990er Jahre rückläufig. Bis auf Erdgas ist der Einsatz aller konventionellen Primärenergieträger seither zurückgegangen. Dagegen nehmen die erneuerbaren Energien zu. Ihr Anteil steigt, besonders seit dem Jahr 2000, kontinuierlich an. weiterlesen
Energieverbrauch nach Energieträgern, Sektoren und Anwendungen
Der Endenergieverbrauch (EEV) in Deutschland ist seit Beginn der 1990er Jahre kaum gesunken. Im langjährigen Trend ist nur der Wärmeverbrauch rückläufig, während der Verbrauch von Kraftstoff nahezu konstant ist und der Stromverbrauch steigt. Sektoral betrachtet ist der Energieverbrauch im Verkehr und in den privaten Haushalten jeweils gestiegen. weiterlesen
Stromerzeugung erneuerbar und konventionell
Dem stetig wachsenden Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung steht nicht im gleichen Maße ein Rückgang der konventionellen Stromerzeugung gegenüber. Daher wurde in den letzten Jahren in Deutschland mehr Strom produziert als verbraucht. Bis zum Jahre 2003 hielten sich Erzeugung und Verbrauch noch in etwa die Waage, seither wird immer mehr Strom exportiert. weiterlesen
Energieverbrauch für erneuerbare Kraftstoffe
Die konventionellen Kraftstoffe sind im Verkehrsbereich die bedeutendsten Energieträger. Insgesamt hat sich der Kraftstoffverbrauch im Verkehrssektor in den letzten Jahren auf Grund eines immer höheren Verkehrsaufkommens erhöht – der Anteil von Biokraftstoffen fällt dagegen nach einem Höchststand im Jahr 2007 kontinuierlich. weiterlesen
Konventionelle Kraftwerke und erneuerbare Energien
Für eine sichere Elektrizitätsversorgung müssen Stromangebot und -nachfrage stets ausgeglichen sein. Mit dem wachsenden Anteil fluktuierender erneuerbarer Energien im Stromversorgungssystem steigen auch die Anforderungen an eine flexible bedarfsorientierte Strombereitstellung durch den übrigen Kraftwerkspark. weiterlesen
Stromverbrauch
Der Stromverbrauch in Deutschland ist seit Beginn der 1990er Jahre im Trend gestiegen. Den meisten Strom verbraucht die Industrie, gefolgt vom Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungssektor, den privaten Haushalten und dem Verkehrssektor. Um die im Energiekonzept formulierte Reduzierung des Stromverbrauchs zu erreichen, bedarf es weiterer Einsparmaßnahmen. weiterlesen
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Umwandlung von eingesetzter Energie in mechanische oder elektrische Energie und nutzbarer Wärme innerhalb eines thermodynamischen Prozesses. Die parallel zur Stromerzeugung produzierte Wärme wird zur Beheizung und Warmwasserbereitung oder für Produktionsprozesse genutzt. Der Einsatz der KWK mindert den Energieeinsatz und Kohlendioxid-Emissionen. weiterlesen
Energiebedingte Emissionen
Als energiebedingte Emissionen bezeichnet man die Freisetzung von Treibhausgasen und Luftschadstoffen, die durch die Umwandlung von Energieträgern z.B. in Strom und Wärme entstehen. Sie machen etwa 85 % der deutschen Treibhausgas-Emissionen aus. Der Trend ist seit 1990 leicht rückläufig. Hauptverursacher mit etwa der Hälfte der energiebedingten Treibhausgas-Emissionen ist die Energiewirtschaft. weiterlesen








