Reparatur/Wiederverwendung

Werden Gebrauchtwaren einer unmittelbaren Wiederverwendung durch einen anderen Nutzer zugeführt, so trägt dies substanziell zur Abfallvermeidung bei. Durch die verlängerte Nutzung der Produkte werden die in ihre Herstellung eingegangenen Umweltressourcen besonderes effizient genutzt. Darüber hinaus ist die mit den Wiederverwendungsbestrebungen einhergehende Intensivierung von Reparatur- und Aufbereitungsaktivitäten dazu geeignet, Impulse für eine reparaturgerechtere Produktgestaltung zu geben und Anreize für neue Geschäftsmodelle zu setzen.

Aus diesem Grund wird die Förderung der Wiederverwendung im „Abfallvermeidungsprogramm des Bundes unter Beteiligung der Länder“ als ein wichtiger Schwerpunkt benannt und es wird ausgeführt, dass auf lokaler Ebene die Einrichtung von Strukturen zur Wiederverwendung oder Mehrfachnutzung von Produkten (Gebrauchtwaren) entweder durch öffentlich rechtliche Institutionen oder Private aus Sicht der Abfallvermeidung und der Wiederverwendung von großer Bedeutung ist.

Es gibt in Deutschland gute Beispiele, wo derartige Strukturen von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern und sozialwirtschaftlichen Betrieben aufgebaut wurden und in Kooperation verschiedener Partner erfolgreich arbeiten. In Hinblick auf die Intensivierung und weitere Verbreitung dieser Ansätze gibt es allerdings noch eine Reihe Detailfragen und den Bedarf, die verschiedenen Aktivitäten besser zu verzahnen.

Vor diesem Hintergrund planen das Umweltbundesamt, das Bundesumweltministerium und das Ökopol Institut im Frühjahr 2015 dazu drei thematische Dialogveranstaltungen.

Protokoll 1. und 2. Dialog

Moderation: Herr Jepsen, Ökopol Institut für Ökologie und Politik GmbH

Ablaufpläne

Dialog 1 Förderung der Wiederverwendung von Produkten – Akteurskooperationen, Erfahrungen, gute Beispiele und Handlungshilfen

10:30 Begrüßung und Einführung
inkl. Vorstellungsrunde & Klärung von Dialogregeln

11:00 Einschätzungen zu zentralen Herausforderungen
aus unterschiedlichen Perspektiven
Kurzstatements von Vertretern der verschiedenen Akteursgruppen

  • Herr Thärichen, vku - Verband kommunaler Unternehmen e.V.
  • Herr Heldt, Verbraucherzentrale NRW
  • Herr Vendramin, Interessengemeinschaft der sozialwirtschaftlichen Reparatur und Recyclingzentren
  • Frau Preuß-Bruns, Niedersächsisches Umweltministerium
  • Frau Enterlein, Naturschutzbund Deutschland

anschließend Diskussion

12:00 MÖGLICHKEIT ZUM MITTAGSIMBISS IN DER BMUB-KANTINE

12:45 Praktische Beispiele für unterschiedliche Kooperationsmöglichkeiten

Kurzvorstellung von Beispielen unterschiedlicher Organisations- und
Kooperationsformen zur Förderung der Wiederverwendung in verschiedenen
Regionen:

anschließend Diskussion

14:15 Hilfestellungen zu konkreten Aspekten

Vorstellung und Diskussion von Hilfestellungen zu den folgenden Aspekten:

15:15 KAFFEEPAUSE

15:45 Welche Konzepte tragen? Welcher Klärungsbedarf besteht noch?

Austausch von Meinungen und Einschätzungen zwischen den Teilnehmenden,
Kleingruppendiskussion und Plenumsdebatte

ca. 17:45 ENDE DES ERSTEN DIALOGES

Anschließend besteht die Möglichkeit zur Fortführung der Gespräche bei einem
gemeinsamen Abendessen in einem nahegelegenen Restaurant– die Kosten dafür

  • können leider nicht übernommen werden

Dialog 2 Qualitätssicherung im Rahmen von Dachmarken sowie Erfolgsmonitoring

9:00 Einführung

Rückblick und Zwischenfazit der Moderation zum Tag 1

9:30 Das Qualitätsversprechen von Dachmarken

Impulsvorträge und Diskussion zu den Aspekten:

10:45 KAFFEEPAUSE

11:15 Mengenmonitoring: Wünsche & Möglichkeiten

Impulsvorträge und Diskussion zu den Aspekten:

Diskussion der Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten aus Sicht der
verschiedenen handelnden Akteure

12:15 MÖGLICHKEIT ZUM MITTAGSIMBISS IN DER BMUB-KANTINE

13:00 Lessons Learned

Austausch zum erreichten Klärungsstand und Diskussion
von konkreten Vorschlägen zur weiteren Verbreitung
Resümee & Ausblick der Veranstalter

Ca. 15:00 ENDE DES 2. DIALOGES

 

Protokoll 3. Dialog

Ablaufplan

Dialog 3 Wirksame Unterstützung von Reparaturnetzwerken

10:00 Begrüßung und Einführung
(inkl. Vorstellungsrunde & Klärung von Dialogregeln)
BMUB/UBA/Ökopol

10:30 Einschätzungen zu IST- Situation und den Perspektiven einer
Reparaturwirtschaft aus Sicht unterschiedlicher Akteure

Kurzstatements von Vertretern verschiedener Akteursgruppen
aus den Bereichen:

anschließend Diskussion

11:15 Herausforderungen - Praxisbeschreibungen des IST Standes
Situation des Reparaturhandwerkes – Nachfrage Situation, technische
Herausforderungen, Kostentreiber und Unterstützungsbedarf;
Herr Vangerow, Vangerow GmbH, Keltenstraße 8, 72766 Reutlingen

Reparatur durch Hersteller – Serviceangebote (Servicezentren, Wartungsverträge
etc.) und Anforderungen (Qualitätsversprechen, Verfügbarkeit u.a.)
Frau Trojer, B/S/H, Carl-Wery-Straße 34 81739 München

CA. 12:00 MITTAGSPAUSE

Qualifizierte Reparatur in Sozialbetrieben –Anforderungen, notwendige Hilfsmittel,
Unterstützungsbedarf und Kooperationsmöglichkeiten
Herr Hunfeld, Kolping Bildungswerk Diözese Osnabrück e.V., Franz-Schratz-Str. 8,
48499 Salzbergen

Reparaturinitiativen – Treiber, Möglichkeiten und Grenzen kooperativer
Reparaturaktivitäten
Herr Hansing, anstiftung, Daiserstraße 15, 81371 München

anschließend Diskussion

13:45 Lösungsperspektiven – Ansätze zur Unterstützung von Reparaturaktivitäten

KFZ-Reparaturen als Beispiel eines funktionierenden Reparatursektors –
Rahmenbedingungen, Kooperationsstrukturen
Herr Sontag, Verband des KFZ-Gewerbes Schleswig-Holstein, Faluner Weg 28,
24109 Kiel

Erfahrungen aus dem Aufbau eines regionalen Reparaturnetzwerks in Wien
Herr Schwarzlmüller, die umweltberatung, Buchengasse 77, 1100 Wien

Reparierbarkeit und Reparaturinformationen als mögliche Elemente von verbindlichen
Ökodesign-Anforderungen
Frau Dr. Oehme, Umweltbundesamt

anschließend Diskussion

14:30 KAFFEEPAUSE

15:00 Schlussfolgerungen – Mögliche Schritte auf dem Weg zu wirksamen Reparaturnetzwerke

Austausch von Meinungen und Einschätzungen zwischen den Teilnehmenden
– Kleingruppen
Plenumsdiskussion zu den Einschätzungen und möglichem Empfehlungen

16:15 Resümee
BMUB/UBA/Ökopol

CA. 17:00
ENDE DES DIALOGES