Neue Nutzungsformen

AbfallvermeidungsDialoge: Download Vorankündigung

Das Prinzip „Nutzen statt Besitzen“ ist unter dem Dach der sogenannten „Sharing Economy“ zu einem Trendthema avanciert. Neue Nutzungsformen, die die geteilte Nutzung von Produkten und Dienstleistungen ermöglichen, finden zunehmend Anklang in der Bevölkerung. Laut der Umweltbewusstseinsstudie 2014 befürworten drei Viertel der Deutschen das Tauschen, Ausleihen, Reparieren oder Weitergeben von vorhandenen Produkten anstelle eines Neukaufs und versprechen sich davon einen wesentlichen Beitrag zu einem guten Leben.

Die Verbreitung neuer Nutzungsformen kann ökologische Vorteile mit sich bringen. Gerade die sogenannten Produktdienstleistungssysteme können zu Umweltentlastungspotenzialen wie etwa Materialverbrauchsreduktion und Ressourcenschonung führen. Denn die verlängerte oder intensivere Nutzung eines materiellen Produkts lastet die eingesetzten Ressourcen effizienter aus. Wenn dadurch insgesamt weniger Produkte im Umlauf sind, leisten derartige Produktdienstleistungssysteme einen Beitrag zur Abfallvermeidung. Aus diesem Grund formuliert das Abfallvermeidungsprogramm des Bundes unter Beteiligung der Länder:

„Für den Bereich der Abfallvermeidung durch Konsumenten wird die größere Verbreitung und intensive Nutzung von Produktdienstleistungssystemen befürwortet. (…) Diese Produktdienstleistungssysteme sollten durch geeignete rechtliche und politische Rahmenbedingungen unterstützt und von der öffentlichen Hand als eine konkrete Art der Abfallvermeidung beworben werden.“

Die Abfallvermeidungswirkung von Produktdienstleistungen hängt jedoch stark von den jeweils spezifischen Angebots- und Nutzungsbedingungen ab. Angesicht der Heterogenität der Angebote und der Dynamik aktueller Entwicklungen stellen sich für politische Entscheidungsträger und potenzielle Unterstützer solcher Angebote deshalb die Fragen, wie erfolgsversprechende Ansätze identifiziert, in kooperativer Form wirksam unterstützt und verständlich dargestellt werden können.

Um diese und weitere Aspekte zu diskutieren und konkrete Empfehlungen zu erarbeiten, luden das Bundesumweltministerium (BMUB) und das Umweltbundesamt (UBA) im Juni 2016 ausgewählte Vertreterinnen und Vertreter ein zu drei AbfallvermeidungsDialogen des Dialogzyklus
Abfallvermeidung durch neue Nutzungsformen – Identifikation, Ausgestaltung und Unterstützung abfallvermeidender Produktdienstleistungssysteme in das Umweltbundesamt, Berlin

  • Dialog 7: Abfallvermeidung durch Produktdienstleistungssysteme – Potenziale, Konzepte und Praxis am 9. Juni 2016
  • Dialog 8: Abfallvermeidung durch Produktdienstleistungssysteme – Erfolgsbedingungen für Akteurskooperationen am 21. Juni 2016
  • Dialog 9: Abfallvermeidung durch Produktdienstleistungssysteme –– Kommunikation und Profilierung am 22. Juni 2016

AbfallvermeidungsDialoge 7 - 9