Sie sind hier: Startseite > Wasser, Trinkwasser und Gewässerschutz - Aktuelles > EG-Wasserrahmenrichtlinie > Nationale Umsetzung > Ergebnisse der Bestandsaufnahme 2004 in Deutschland
Letzte Änderung: 10.08.2010
Erreicht Deutschland die Umweltziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie? Sind in zehn Jahren unsere Gewässer in einem guten Zustand? Welche Erfolge haben wir im Gewässerschutz bisher erzielt und wo liegen hier künftig die Schwerpunkte umweltpolitischen Handelns? Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme, bei der die Bundesländer die Belastungen der Gewässer untersucht sowie die Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten auf den Gewässerzustand abgeschätzt haben, sind in einer Broschüre des BMU und des UBA mit dem Titel "Die Wasserrahmenrichtlinie - Ergebnisse der Bestandsaufnahme 2004 in Deutschland" zusammengefasst. Weitere Webseiten finden Sie unter nachfolgender Zusammenfassung der Ergebnisse.
Die Flüsse und Seen Deutschlands sind zwar weitgehend sauber, müssen aber wieder eine naturnahe Gestalt bekommen, damit sie als Lebensraum funktionieren können. Bei 60% der Oberflächengewässer und über 50% des Grundwassers wird der angestrebte "gute Zustand" nur mit weiteren Maßnahmen erreichbar sein. Bei weiteren 25% der Oberflächengewässer ist es unsicher.
Wichtigste Ursachen für die Flüsse sind Veränderungen der Gewässermorphologie und fehlende Durchgängigkeit gefolgt von Nährstoffbelastungen. Für Seen, Küstengewässer und das Grundwasser (hier Nitrat) sind die Nährstoffbelastungen erste Priorität. Das bis 2006 vorzubereitende Monitoring wird sich auf die biologischen Wirkungen dieser Belastungen konzentrieren müssen, um die Ergebnisse der Bestandsaufnahme zu prüfen.
Als Bereiche, für die vordringlich Maßnahmen vorzubereiten sind, schälen sich bereits die Landwirtschaft, die Schifffahrt und die Wasserkraft heraus. Die Maßnahmeplanung soll dort, wo Verfehlungen der Ziele der Richtlinie offensichtlich sind (z.B. bei den vergleichsweise seltenen Überschreitungen von Qualitätsnormen für Stoffe) sofort beginnen, sonst zwischen 2007 und 2009 erfolgen. Die Agrar-Umweltprogramme für den Zeitraum 2007 - 2013 müssen mit den heute vorliegenden Ergebnissen so gestaltet werden, dass sie die Umsetzung der Richtlinie unterstützen.