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Letzte Änderung: 10.08.2010
Pigmente werden zum Einfärben von z.B. Kunststoffen, Farben, Lacken und Gläsern sowie in keramischen Glasuren verwendet. Cadmium-Pigmente wurden weitgehend substitutiert während Bleichromate nach wie vor verwendet werden.
Schwermetallhaltige Stabilisatoren werden Kunststoffen, vor allem PVC, zugegeben, um sie gegen Zersetzung durch Temperatur, Sauerstoff und Licht zu schützen. Cadmium-Stabilisatoren werden heutzutage in der EU kaum noch eingesetzt, bleihaltige Stabilisatoren dagegen noch relativ häufig.
Cadmiumverbindungen werden generell als gesundheitsschädigend
und umweltgefährlich eingestuft. Bestimmte anorganische Cadmiumverbindungen
sind darüberhinaus toxisch, sehr toxisch oder krebserzeugend
für den Menschen.
Blei ist ein systemisch wirkendes Zellgift. Soweit nicht gesondert
bewertet, sind alle Bleiverbindungen als fruchtschädigend (Kat
1), fertilitätsschädigend (Kat 3) und als umweltgefährlich
eingestuft.
Aufgrund ihrer Stoffeigenschaften, Freisetzungspotenziale (insbesondere in der Verarbeitung und bei der Abfallentsorgung) und rechtlicher Anforderungen, sollten Cadmium(verbindungen) und Blei(verbingungen) als Pigmente und Stabilisatoren nach Möglichkeit substituiert werden. Verschiedene Alternativen sind auf dem Markt verfügbar und für viele Anwendungen liegen bereits ausreichende Erfahrungen vor, um ihre Eignung als Substitute zu bewerten.
Teil 5.3 des Leitfadens gibt einen Überblick über die Anwendungsfelder und Einsatzmengen von Cadmium- und Bleiverbindungen in Pigmenten und Stabilisatoren. Die Freisetzungspotenziale im Lebenszyklus und mögliche Substitute werden beschrieben. Hierbei werden jeweils Informationen zu i) technischer Eignung und Kosten ii) bereits existierenden Anwendungen in Produkten und durch Firmen sowie iii) ökologisch-gesundheitlichen Vor- und Nachteilen der einzelnen Alternativen vorgestellt.