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Wasser, Trinkwasser und Gewässerschutz

Flüsse und Seen

Letzte Änderung: 10.08.2010

Hydromorphologische Güte – Seen

Zu den für Seen relevanten Belastungen gehören neben Nährstoffeinträgen auch Veränderungen des Wasserregimes durch Regulierung und/oder Wasserentnahmen und Eingriffe in die Uferstruktur.

Bei der Eutrophierung von Seen ist der Zusammenhang zwischen Siedlungsdichte und landwirtschaftlicher Nutzungsintensität im Einzugsgebiet und den Folgen dieses Nährstoffeintrages auf die verschiedenen Organismen des Seeökosystems relativ gut bekannt. Weniger bekannt sind hingegen die Auswirkungen der hydrologischen Veränderungen und der morphologischen Eingriffe in die Seeuferzone auf die Lebensräume von Makrozoobenthos (Tiere des Gewässerbodens) und Wasserpflanzen, die Laichplätze von Fischen und die Brutplätze von Wasservögeln.

Eine erste Erfassung der hydromorphologischen Belastungen der Seen in Deutschland erfolgte 2004 im Rahmen der Bestandsaufnahme der Belastungen nach Art. 5 der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Die Belastungen wurden anhand folgender Merkmale ermittelt:

Bei einem hohen Verbauungsgrad der Ufer kann es möglicherweise auch bei sehr guter Wasserqualität zu ökologischen Defiziten kommen. Ein Beispiel dafür ist der Bodensee. Hier wurden 59 % der Uferlänge am Obersee und 43 % der Uferlänge am Untersee als nicht naturnah eingestuft. Genauere biologische Untersuchungen müssen nun zeigen, ob sich der See trotzdem in einem „ökologisch guten Zustand“ entsprechend den Vorgaben der WRRL befindet.

 

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