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Letzte Änderung: 10.08.2010
Der Dieselmotor stellt nach dem rein elektrischen Antrieb die wichtigste Antriebsquelle für den schienengebundenen Verkehr dar. Dieselgetriebene Schienenfahrzeuge spielen beim Nahverkehr, dem Rangierbetrieb und auf nichtelektrifizierten Strecken eine dominierende Rolle. Dabei muss man grundsätzlich zwischen Triebwagen und Diesellokomotiven unterscheiden.
Der zur Zeit in Deutschland eingesetzte Fahrzeugpark weist ein stark differierendes Alter der Fahrzeuge und eine sehr unterschiedliche Motorisierung auf. Bei Triebwagen und Rangierlokomotiven reicht die Motorisierung bis etwa 560 kW, wobei hier eine Durchmischung von alten Fahrzeugen mit relativ neuen Triebwagen existiert. Bei Streckenlokomotiven mit einem Leistungsbereich von 560 bis 3000 kW ist der Bestand insgesamt überaltert. Das trifft besonders für die verwendeten Dieselmotoren zu. Die Fahrzeuge sind bis zu 40 Jahre alt.
Um Aussagen zu den Schadstoffemissionen aus dem heutigen dieselbetriebenen Schienenverkehr zu machen, hat das Umweltbundesamt ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben, das 2003 abgeschlossen wurde.
Das Ziel dieses Projektes bestand in der Erarbeitung von Emissionsdaten des dieselbetriebenen Schienenverkehrs und der möglichst genauen Ermittlung des Emissionsverhaltens - also der Emissionsfaktoren - der Bahnmotoren unter Berücksichtigung des Fahrverhaltens, des Motorenalters und des Einsatzes von Schadstoffminderungstechnologien.