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Letzte Änderung: 10.08.2010
Die individuellen Mobilitätsgewohnheiten lassen sich häufig nicht mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung im Verkehrssektor vereinbaren. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist die Benutzung des Autos selbstverständlich. Sie stellen die daraus resultierenden Ansprüche an die Gestaltung des öffentlichen Raumes und an das Verhalten aller im Verkehr nur selten in Frage.
Die Erfahrungen im Kindes- und Jugendalter prägen stark die Einstellungen zum Verkehr und zu den Verkehrsmitteln sowie das Verkehrsverhalten im Erwachsenenalter. Für Kinder und Jugendliche wird es jedoch zunehmend schwieriger, positive Erfahrungen beim zu Fuß gehen oder beim Radfahren zu sammeln. Der zunehmende Verkehr und eine wenig kindgerechte Stadt- und Verkehrsplanung schränken die Möglichkeiten für eine selbstständige, nicht-motorisierte Mobilität und des Spielens im öffentlichen Raum immer mehr ein.
Die derzeitige Verkehrserziehung richtet sich vor allem auf den Sicherheitsaspekt. Die gesundheitlichen Folgen der Verkehrsentwicklung wie Unfälle und Bewegungsarmut durch die Einschränkungen beim Spielen sowie die vom Straßenverkehr verursachte Schadstoff- und Lärmbelastung und der zunehmende Flächenverbrauch bleiben dabei häufig unberücksichtigt. Zukünftig sollte die Verkehrserziehung daher auch Beiträge zur Sozial-, Umwelt- und Gesundheitserziehung leisten.