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Letzte Änderung: 22.05.2013
Bei der Festlegung von Flugrouten und -verfahren ist das UBA zu beteiligen. So sieht es § 32 des Luftverkehrsgesetzes vor. Die nun veröffentlichte Studie macht Vorschläge, wie die Fluglärmauswirkungen verschiedener Routenalternativen ermittelt und bewertet sowie mit Auswirkungen auf die Kapazität des Flughafens und die Fliegbarkeit der Routen abgewogen werden können. Elemente der beschriebenen Methodik sind 2012 in die lärmfachliche Stellungnahme des UBA zu den geplanten Flugrouten für den neuen Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eingeflossen.
Mit der im April neu errichteten Umweltzone in Wendlingen am Neckar (Errichtung mit Stufe 3, Baden-Württemberg) sind nun in Deutschland 47 Umweltzonen aktiv. Weitere zwei sind mit Schramberg im Juli 2013 (Baden-Württemberg) und mit der großen Umweltzone Leonberg/Hemmingen und Umgebung (Errichtung im November 2013, Baden-Württemberg) in Planung.
Elektroautos scheinen leiser zu sein. Tatsächlich sind sie jedoch nur bei niedrigen Geschwindigkeiten leiser als Fahrzeuge mit klassischem Verbrennungsmotor. Sie stellen deshalb kein alleiniges Mittel zur Minderung des Straßenverkehrslärms dar. Gleichzeitig gibt es aber auch Fahrzeugklassen, bei denen elektrische Antriebe eine deutliche Lärmentlastung bringen, allen voran Mopeds und Motorräder, aber auch Müllsammelfahrzeuge und ÖPNV-Busse.
Zurzeit sind viele Städte noch unsicher, wie sie die Treibhausgasemissionen des städtischen Verkehrs am besten erfassen können. Das IFEU-Institut hat die Grundlagen dazu aufgearbeitet und Beispiele aus der aktuellen Praxis zusammengestellt. Der Bericht wurde im Auftrag des BMU von der giz erstellt.
Die neue Broschüre des Sekretariats der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ enthält empfehlenswerte Lehr- und Lernmaterialien für Lehrkräfte und Schüler zur nachhaltigen Mobilitätserziehung. Das UBA und andere Akteure haben zahlreiche Empfehlungen und Materialien beigesteuert.
Deutschland und Europa haben mit immer mehr Verkehr zu kämpfen. Folgen sind Lärm, Staub und Kohlendioxid mit den bekannten Wirkungen auf Mensch und Umwelt. Die aktuelle Ausgabe der „Daten zum Verkehr“ bildet zahlreiche Informationen dazu in Tabellen, Grafiken und griffigen Beispielen strukturiert und leicht verständlich ab. Die Broschüre gibt Orientierung für eine nachhaltige Mobilität.
Treibhausgase, Luftverschmutzung und Lärm müssen in Europa stärker gemindert werden, so der neue TERM-Bericht der EUA . Die bisher erreichten Verbesserungen sind größtenteils nur auf die verringerte Wirtschaftstätigkeit während der Wirtschaftskrise zurückzuführen. Daher müssten die verkehrspolitischen Ziele der EU zukünftig den Schwerpunkt stärker auf Maßnahmen zur weiteren Senkung der Umweltbelastungen legen.
Der Verkehr kann bis 2030 seine Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2005 um mehr als ein Drittel senken. Das hat Renewbility II, ein vom BMU und UBA gefördertes Forschungsvorhaben ermittelt. Aber nur mit Lkw und Pkw mit geringerem CO2- Ausstoß ist das nicht machbar, denn das Mehr an Verkehr hebt die positiven Effekte wieder auf. Stärker durchsetzen müssen sich daher auch die Verkehrsverlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsträger und die Dämpfung der Verkehrsnachfrage.
Die EU will die Treibhausgasemissionen des internationalen Seeverkehrs senken und lässt deshalb verschiedene marktwirtschaftliche Instrumente für ein regionales System prüfen. CE Delft und Ökoinstitut haben im Auftrag des UBA ein Diskussionspapier erstellt, um die Vorschläge zu analysieren. Ergebnis: Für die Umwelt wäre ein Emissionshandelssystem die beste Lösung.
Fernstraßen und Schienenwege verbinden – sie trennen aber auch Lebensräume von Tieren und tragen Lärm in Wohngebiete. Der Ausbau von Bundeswasserstraßen kann die Gewässerökologie empfindlich stören. Gutachter haben im Auftrag des UBA ein Grundkonzept für eine nachhaltige Bundesverkehrswegeplanung entwickelt. Darin spielen Umweltziele sowie Bürgerbeteiligung und Finanzierbarkeit eine große Rolle.
Der Indikatorenbericht des Statistischen Bundesamtes analysiert die Entwicklung der von der Bundesregierung ausgewählten Nachhaltigkeitsindikatoren und bewertet sie mit Hilfe von „Wettersymbolen“. Bei den vier verkehrsbezogenen Indikatoren gibt es keine sonnigen Aussichten: Das bedeutet, dass die gesetzten Ziele bei gleichbleibender Entwicklung deutlich verfehlt würden.
Gute Beispiele für Bürgerbeteiligung in den Kommunen und deren Bedeutung für einen umweltfreundlichen Stadtverkehr werden am 6. und 7. Juni auf der vierten „kommunal-mobil“-Fachtagung im UBA in Dessau-Roßlau vorgestellt. Titel: Beteiligungsprozesse – unterschätztes Potenzial in der Verkehrsplanung.
Dank technischer Entwicklungen sind die Schadstoffemissionen des Straßenverkehrs stark gesunken. Aber nur emissionsarme Lkw und Pkw reichen nicht, Treibhausgas- und Schadstoffemissionen zu senken. Denn das Mehr an Verkehr hebt die positiven Effekte wieder auf. Noch stärker durchsetzen müssen sich Rad fahren und Zu-Fuß-Gehen in Kombination mit einem leistungsfähigen Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln und Car-Sharing. Allein durch Verlagerung des Verkehrs vom Auto auf das Fahrrad könnten 40 Mio. t/a CO2 eingespart werden.
Der ökologische Umbau unserer Mobilitäts- und Verkehrssysteme ist möglich und zahlt sich sowohl für einzelne Personen als auch für die Volkswirtschaft aus. Zusätzlich zum Nutzen für Umwelt und Klima sparen Verkehrsteilnehmer durch regelmäßiges Zufußgehen, Radfahren und die Nutzung des ÖPNV und der Bahn bares Geld. Und fast alle untersuchten Maßnahmen steigern Wirtschaftsleistung und Beschäftigung!
Schienenlärm ist die Achillesferse des umweltfreundlichen Bahnverkehrs. Für neue Züge gibt es europaweite Geräuschgrenzwerte. Jedoch ist bislang wenig über die Lärmbelastung durch kürzlich zugelassene Fahrzeuge bekannt. Eine Studie des UBA gibt nun einen Überblick über den Stand der Technik: Viele Fahrzeuge liegen deutlich unter den Grenzwerten. Allerdings sind die nachgewiesenen Unterschiede bei neuen Güterwagen nicht vollständig erklärbar.
In Schwellenländern wächst der Wohlstand – und mit ihm das Verkehrsaufkommen. Autos verstopfen die Straßen, sorgen für schlechte Luft und beschleunigen den Klimawandel. Deshalb suchen Expertinnen und Experten nach Wegen zu einem nachhaltigen Verkehr. Green Radio spricht mit Hedwig Verron vom Umweltbundesamt.
Immer mehr Deutsche teilen sich Autos oder nehmen Car-Sharing-Angebote wahr.
Von 2003 bis heute hat sich die Anzahl der Menschen, die solche Angebote
nutzen, etwa verachtfacht. Car-Sharing hat sich damit als wichtige umweltfreundliche Verkehrsform etabliert. Das UBA plädiert dafür, den Umstieg zwischen Bahn, Bus, Fahrrad und Car-Sharing zu erleichtern, zum Beispiel mit der Einführung einer verkehrsmittelübergreifenden Mobilitätskarte.
Viele Lärmaktionspläne schlagen Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen als eine Maßnahme zur Lärmminderung - vor allem zum Schutz der Nachtruhe - vor. Manche Kommunen haben dies bereits umgesetzt, andere beginnen jetzt Versuche mit Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen. Auf einer Fachtagung des UBA und des ALD wurden die bisherigen Erfahrungen ausgetauscht und das Pro und Contra diskutiert.
In der Logistikbranche haben zunehmend auch Klimaschutzaktivitäten Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Das UBA hat einen Leitfaden veröffentlicht, der die Transportunternehmen dabei unterstützt, ihre Treibhausgasemissionen zu berechnen und CO2-Minderungsstrategien einzuleiten. In einer weiteren Studie werden Hemmnisse aufgedeckt, die einer Verkehrsverlagerung auf umweltfreundlichere Transportmittel bisher entgegenstehen.
Die Nachrüstung von Partikelfiltern bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wird auch 2013 wieder staatlich gefördert. Für Nachrüstungen, zu denen Anträge bis 15. Februar 2013 beim BAFA eingehen, beträgt der Fördersatz unverändert 330 Euro. Danach beträgt der Fördersatz 260 Euro.