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Letzte Änderung: 10.03.2010
Umweltschonende Mobilität ist wichtig für den Umweltschutz. Das Umweltbundesamt stellt nun aktualisierte Daten zu Emissionen und Energieverbrauch verschiedener Verkehrsträger im Personenverkehr zur Verfügung. Erst die wissenschaftliche Aufstellung, Berechnung und Auswertung dieser Daten machen Vergleiche zwischen Pkw, Bus, Bahn und Flugzeug möglich.
Im Verkehr sind über die technischen Maßnahmen hinaus eine Vielzahl von nichttechnischen Maßnahmen mit großen CO2-Einsparpotenzialen möglich. Dies ist das zentrale Ergebnis des neuen UBA-Sachstandberichts „CO2-Emissionsminderung im Verkehr in Deutschland“. Der Bericht weist erhebliche Minderungspotenziale für die Zeithorizonte 2020 und 2030 aus.
In zahlreichen Städten wird die Einfahrt in die Umweltzonen zum Jahreswechsel weiter verschärft: Frankfurt a. M. und Bremen lassen die rote Plakette nicht mehr zu. In Berlin und Hannover wird verpflichtend die grüne Plakette gefordert. In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg werden im kommenden Jahr Umweltzonen neu eingerichtet. Neben dem Schutz der Bürger vor gesundheitsschädlichem Feinstaub rückt nun auch das Stickstoffdixoid ins Blickfeld: Ab 2010 ist bundesweit ein Jahresmittelwert von 40 µg/m3 NO2 einzuhalten.
Die neue UBA-Broschüre „Daten zum Verkehr” fasst Informationen und Daten zu aktuellen Entwicklungen im Verkehr und den damit verbundenen Umweltauswirkungen zusammen. Darüber hinaus zeigt sie auf anschauliche Weise Probleme auf und gibt anhand von Beispielen Orientierung für eine nachhaltige Mobilität.
Der Güterverkehr belastet viele Menschen durch Abgase und Lärm und trägt in erheblichem Maße zum Klimawandel bei. Dass dies nicht so bleiben muss, zeigt die "Strategie für einen nachhaltigen Güterverkehr" des UBA. Der Bericht beschreibt die bisherige und zukünftige Entwicklung des Güterverkehrs, zeigt die Konflikte mit den Erfordernissen des Umweltschutzes auf und stellt Maßnahmen zur Minderung der Umweltbelastung vor.
Auf den Weltmeeren fahrende Schiffe pumpen Wasser zum Gewichtsausgleich in spezielle Tanks und lassen es an anderer Stelle wieder ab. Ungewollt werden so Bakterien, Algen, Krebse und Fische verbreitet, die einheimische Organismen verdrängen können. Nun wurden zwei neue deutsche Systeme zur Desinfektion von Ballastwasser anerkannt. „Dies ist ein großer Schritt für das ökologische Gleichgewicht der Meere.”, sagt UBA-Vizepräsident Holzmann.
Rad fahren verursacht keine Emissionen, macht kaum Lärm und beansprucht viel weniger Raum als Auto fahren. Die Vorteile des Radfahrens mit den Vorzügen des ÖPNV zu verbinden, ist Anliegen eines bundesweiten Modellversuchs des BMVBS, der vom UBA unterstützt und begleitet wird und der Städte dazu aufruft, Ideen für ein öffentliches Fahrradverleihsystem zu entwickeln.
Der Blaue Engel für lärmarme und Kraftstoff sparende Reifen hat jetzt noch strengere Vorgaben. Damit greift er sogar den ab 2012 geltenden EU-Grenzwerten vor. Alles im Sinne des Gesundheits- und Umweltschutzes. Und gut für den Geldbeutel: Mit Blauer Engel-Reifen können Autofahrer etwa 50 Euro pro Jahr für Kraftstoff sparen.
Der Verkehrssektor trägt in Europa in hohem Maße zu Treibhausgasemissionen, schlechter Luftqualität und Lärmbelastung bei. Deutschland gehört zu nur drei europäischen Ländern, die die Treibhausgasemissionen im Verkehr seit 1990 senken konnten. Dies geht aus dem neuen Bericht über Verkehr und Umwelt hervor, den die Europäische Umweltagentur (EUA) dem Europäischen Parlament in Brüssel vorstellte.
Wie viel CO2 ein Pkw ausstößt, ist den Käufern eines Autos oft nicht klar. Das UBA befürwortet daher Kennzeichnungen für Pkw, die den Verbrauch sowie CO2-Ausstoß auf den ersten Blick verständlich machen. „Die beschlossenen Konjunkturpakete umfassen unter anderem eine Abwrackprämie für Altfahrzeuge und die Einführung einer CO2-bezogenen Kfz-Steuer ab Mitte 2009”, sagt UBA-Präsident Troge.
Die Europäische Akademie für städtische Umwelt hat im Rahmen des vom UBA mit Mitteln des Bundesumweltministeriums geförderten Projekts „Silent City” ein Handbuch zur Lärmaktionsplanung erstellt. Dieses Handbuch hilft Kommunen, die Umgebungslärmrichtlinie effektiv umzusetzen.
Das Bundesverfassungsgericht erklärt die Kürzung der Pendlerpauschale für verfassungswidrig: Sie sei bis zur Neuregelung – auch rückwirkend – ab dem 1. Kilometer zu gewähren. Das Bundesfinanzministerium hat eine Neuregelung erst ab 2010 angekündigt.
Diese faktische Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale fördert den motorisierten Verkehr und den Flächenverbrauch. UBA fordert daher schnell eine konsequent umweltgerechte Neuregelung.
Bei der regionalen Wirtschaftsförderung von strukturschwachen Räumen muss damit gerechnet werden, dass als unbeabsichtigte Nebenwirkung Verkehr erzeugt wird. Ein Forschungsbericht des UBA zeigt Wege, wie diese Wirkung vorab geprüft und die Entstehung zusätzlichen Verkehrs vermieden oder vermindert werden kann.
Eine Bewertung der umweltrelevanten Eigenschaften von Pkw gibt es beim ADAC-EcoTest. Hier werden u.a. die Schadstoff- und CO2-Emissionen im realen Betrieb gemessen und ausgewertet.
Die Elbe ist – wie alle anderen großen Flüsse Deutschlands – eine Bundeswasserstraße. Ob und wie sich die Binnenschifffahrt an der Elbe mit ökologischen Anforderungen in Einklang bringen lässt, beschreibt ein neues Hintergrundpapier des Umweltbundesamtes.
Um den Verbrauch und die CO2-Emission von Pkw mit verfügbarer Technik um 20 Prozent zu senken, betragen die Mehrkosten für die Herstellung je nach Autotyp 280 bis 900 Euro. Aber: Sparsamere Autos belasten die Umwelt weniger, verursachen geringere Betriebskosten und haben deutliche Vorteile im internationalen Wettbewerb.
Am 23. November 2007 gab das Verwaltungsgericht Dessau-Roßlau einer Klage der Deutschen Umwelthilfe statt. Sie hatte beim Umweltbundesamt (UBA) Einsicht in Messreihen zur Leistungsfähigkeit von Partikelminderungssystemen für die Nachrüstung von Diesel-Pkw beantragt. Das UBA veröffentlicht hiermit die Daten sowie eine Stellungnahme mit einigen Informationen, wie diese Daten in die derzeitige Diskussion über Partikelfilter einzuordnen sind.
Die im Auftrag des UBA am Flughafen Köln/Bonn durchgeführte Studie bestätigt aufs Neue: Wer in der Nacht Fluglärm ausgesetzt ist, hat ein erhöhtes Risiko, Herz- und Kreislauf- oder psychische Krankheiten zu bekommen. „Wir sollten im Sinne einer nachhaltigen Mobilität kritisch darüber nachdenken, welche Nachtflüge wirklich notwendig sind“, sagte dazu UBA-Präsident Jochen Flasbarth.
Rollgeräusche tragen wesentlich zum Geräuschverhalten von Kraftfahrzeugen bei. Welchen Einfluss Reifen bei der Typprüfung von Kfz haben, welche Spielräume sich für Fahrzeughersteller ergeben und wie diese in den gesetzlichen Regelungen behandelt werden, beleuchtet ein Forschungsprojekt im Auftrag des Umweltbundesamtes.
Das UBA spricht sich erneut gegen die Verwendung des Kältemittels HFKW-1234yf in PKW-Klimaanlagen aus. Grund dafür sind vor allem sicherheitstechnische Probleme, die in Versuchsreihen bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) nachgewiesen wurden. Die PKW-Klimaanlagen sollten künftig nur noch mit dem umweltfreundlichen natürlich Kältemittel R744 ausgestattet sein.
Die Bundesregierung will die Anschaffung von Partikelminderungssystemen für Diesel-Pkw mit 330 € fördern und damit die Nachrüstung attraktiver machen. Auch 2010 soll es die Barförderung für maximal 200.000 Nachrüstungen geben. Das Förderprogramm für das Jahr 2010 kann erst nach Verkündung des Haushaltsgesetzes 2010 starten.
Für Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an Luftfahrzeugen werden auf Flugplätzen Triebwerksprobeläufe durchgeführt, die die Nachbarschaft mit Lärm belasten. Als Grundlage für eine zukünftige Beurteilung wurde in einer Studie im Auftrag des UBA ein Vorschlag für eine einheitliche Methodik zur Ermittlung dieser Geräuschemissionen erarbeit.
Durch verändertes Fahrverhalten können AutofahrerInnen den CO2-Ausstoß des eigenen Fahrzeugs senken und dabei mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen. Wie das geht? Dafür hat das Umweltbundesamt 10 Tipps zusammengestellt. Auch solche, die zeigen, dass Energiesparen im täglichen Verkehr bei richtiger Verkehrsmittelwahl nicht heißt, weniger oder unkomfortabler mobil zu sein.
Ein Forschungsprojekt im Auftrag des UBA analysiert ökonomische Instrumente zur Senkung der Emissionen von Seeschiffen. Die Ergebnisse werden in zwei Studien präsentiert: Eine Studie prüft die Ausweitung des europäischen Emissionshandels auf den Seeverkehr, die zweite Studie bewertet verschiedene markwirtschaftliche Instrumente zur Emissionsminderung von Luftschadstoffen für die Pilotregion Ostsee.
Der Staat spart Gesundheitskosten, wenn er vermehrt in die Infrastruktur für Radler und Fußgänger investiert. Dies ist das Ergebnis einer Studie der WHO zu den Kosten und Nutzen der gesundheitlichen Auswirkungen von Gehen und Radfahren. Das österreichische Lebensministerium hat jetzt die Ergebnisse der Studie in einer Broschüre auf Deutsch im Internet zur Verfügung gestellt.
Das Reifen-Fahrbahngeräusch ist ab Geschwindigkeiten von ca. 30 bis 40 km/h die dominierende Geräuschquelle im Straßenverkehr. Neben lärmarmen Reifen helfen lärmmindernde Fahrbahnbeläge die Lärmbelastung zu reduzieren. In den letzten 20 Jahren wurden viele Fahrbahnbeläge neu entwickelt oder stark verbessert - jedoch ist nicht jeder Fahrbahnbelag für jede Straße geeignet.
Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) nimmt jährlich über 350 gängige Pkw-Typen unter die Öko-Lupe und gibt Entscheidungshilfen für den umweltbewussten Autokauf. Die aktuelle VCD-Auto-Umwelt-Liste 2009/10 kann im Internet bestellt werden.
Deutsche Luftfahrzeugbetreiber, die bis zum 31. August 2009 ihre Monitoringkonzepte zur Erfassung ihrer Transportdaten und Emissionen bei der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) vorgelegt haben, werden sicher bei der kostenlosen Zuteilung der Zertifikate berücksichtigt. Die Berichtspflichten treten 2010 in Kraft. Ab 2012 sind auch die Zertifikate abzugeben.
Die bisherige Praxis der überörtlichen und der kommunalen Verkehrsplanung entspricht nicht den Umweltanforderungen. Neben dem Klimaschutz finden vor allem der Schutz von Natur und Landschaft sowie der Artenvielfalt zu wenig Berücksichtigung. Die Bindung der Verkehrsplanung an die Umweltschutz- und vor allem an die Klimaschutzziele ist dringend geboten. Dies und andere Ergebnisse dokumentiert der Workshop-Bericht „Perspektiven der deutschen Verkehrsplanung”.
Der geplante Grenzwert von durchschnittlich 120 Gramm CO2-Außstoß pro Kilometer bei Neuwagen wird schrittweise bis 2015 eingeführt. Anders als von der EU-Kommission vorgeschlagen, müssen 2012 zunächst nur 65 % der Neuwagen eines jeden Herstellers die Norm erfüllen, ein Jahr später 75 %, 2014 dann 80 % und ab 2015 schließlich alle Neuwagen. Dabei wäre eine sofortige Verringerung des CO2-Ausstoßes sehr einfach möglich, wie das Umweltbundesamt mit dem Umbau eines VW-Golf durch das Institut für Kraftfahrwesen der RWTH Aachen gezeigt hat. „Die Autoindustrie ist seit 1998 in die falsche Richtung gelaufen” sagt UBA-Präsident Troge.
Im Auftrag des Umweltbundesamtes wurden die Wirkungen von Feinstäuben auf die menschliche Gesundheit diskutiert sowie Möglichkeiten und Minderungspotenziale zur Reduzierung von Feinstaub im Verkehrssektor untersucht.
Die Studie der Europäischen Umweltagentur (EUA) kommt unter anderem zu dem Schluss, dass der Verkehr in Europa mit bis zu 290 Mrd. € in Europa jährlich subventioniert wird. Dabei erhält der Straßenverkehr mit etwa 125 Mrd. € im Jahr die meisten Subventionen. Umweltbezogene Ziele spielen für den Großteil der Subventionen keine Rolle. Das UBA veröffentlicht diese Studie nun zusammen mit der EUA in deutscher Sprache.
Über 17.000 Geschäftsreisende starten stündlich allein in Deutschland. Die Folgen für Umwelt und Klima sind erheblich. Das UBA unterstützt den neuen Leitfaden „Geschäftsreisen – erfolgreich, effizient, umweltverträglich” des Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD). Er zeigt speziell für kleine und mittlere Unternehmen, wie sich Geschäftsreisen umweltschonend und ökonomisch effizienter gestalten lassen.
Personen, die erhöhtem Nachtfluglärm ausgesetzt sind, haben häufiger höhere Blutdruckwerte als Menschen in ruhigeren Wohngebieten. Dies hat eine internationale Studie unter Beteiligung des UBA ergeben. Schon ein Anstieg des nächtlichen Fluglärmpegels um 10 dB(A) im Schallpegelbereich zwischen 30-60 dB(A) erhöht das Risiko für Bluthochdruck bei Frauen und Männern um rund 14 Prozent.