Sprit sparen

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Sprit sparen beginnt beim Autokauf.
Quelle: Dusan Zidar / Fotolia

Unsere Tipps

  • Der Spritverbrauch hängt in erster Linie vom Auto ab. Kaufen Sie deshalb ein Auto mit möglichst niedrigem Spritverbrauch.
  • Fahren Sie niedertourig, vorausschauend und gleichmäßig.
  • Wählen Sie den passenden Reifen und Reifendruck.
  • Verzichten Sie auf unnötige Lasten und Aufbauten.
  • Schalten Sie Nebenaggregate wie Klimaanlage nur an, wenn Sie diese wirklich brauchen.

Gewusst wie

Rund 80% der Treibhausgasemissionen eines Autos hängen direkt mit seinem Spritverbrauch zusammen. Der Spritverbrauch wiederum hängt – neben dem spezifischen Spritverbrauch des Autos (siehe Tipps zum Autokauf) – in hohem Maße vom Fahrstil ab. Das ist auch eine Kostenfrage. Die Einsparungen durch einen sparsamen Fahrstil betragen mehrere hundert Euro pro Jahr. Bei durchschnittlichen Werten sind das über 400 Euro und 700 kg weniger CO2 (25% Spriteinsparung, 15.000 km pro Jahr, 8 l/100 km, 1,40 €/l).

Niedertourig, vorausschauend und angemessen fahren: Schalten sie nach dem Anfahren schnell hoch: Bei Tempo 30 in den dritten, bei Tempo 40 in den vierten und bei Tempo 50 in den fünften Gang. Fahren Sie dann gleichmäßig in hohen Gängen bei niedrigen Drehzahlen. Dadurch sinken Kraftstoffverbrauch (20 bis 25%) und Geräuschpegel. Automotoren kommen mit niedertourigem Fahren problemlos klar. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe wählen Sie die Ökotaste beziehungsweise verzichten Sie auf das Sportprogramm. Durch vorrausschauendes Fahren mit ausreichendem Sicherheitsabstand „schwimmen“ Sie im Verkehr mit und vermeiden spritfressendes Beschleunigen und Bremsen. Auch Höchstgeschwindigkeiten benötigen übermäßig viel Sprit: So spart ein Auto, das 90 km/h statt 110 km/h fährt, bei gleicher Streckenlänge 23% Kraftstoff und damit 23% der Spritkosten. Orientieren Sie sich an den Richtwerten 30 km/h Innerorts, 80 km/h auf Landstraßen und 100 km/h auf Autobahnen.

Die richtigen Reifen: Wählen Sie einen zur Jahreszeit passenden Reifen und überprüfen Sie regelmäßig den vom Hersteller empfohlenen Reifendruck. Ein um 0,5 bar zu niedriger Reifendruck erhöht den Benzindurst um rund 5 Prozent. Das sind Mehrkosten von etwa 84 Euro und 140 kg zusätzliche CO2-Emissionen. Ein falscher Reifendruck ist auch ein Sicherheitsrisiko und führt zu vorzeitigem Reifenverschleiß. Winterreifen sind lauter, nutzen schneller ab und verursachen bis zu zehn Prozent mehr Kraftstoffverbrauch. Winterreifen sollten deshalb nur im Winter ihren Dienst tun. Beachten Sie auch unsere Hinweise zum Kauf von neuen Reifen.

Unnötige Aufbauten und Lasten entfernen: Dachgepäckträger erhöhen den Luftwiderstand. Nach Messungen des ADAC steigt der Kraftstoffverbrauch bei einem Mittelklassewagen mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h um bis zu 25%. Fahrrad-, Ski- oder Gepäckträger sollten deshalb unbedingt entfernt werden, wenn sie nicht im Einsatz sind. Vermeiden Sie auch im Auto unnötiges Mehrgewicht. Bei 100 kg Zuladung verbraucht Ihr Auto bis zu 0,7 Liter Kraftstoff pro 100 km mehr.

Nebenaggregate im Blick: Nutzen Sie Nebenaggregate wie Klimaanlage und Heckscheibenheizung nur, wenn Sie diese wirklich brauchen. Auch diese Geräte verbrauchen Strom und damit Kraftstoff. Eine Klimaanlage kann den Kraftstoffverbrauch im Stadtverkehr um etwa zehn bis 30% und damit schon bei einem Kleinwagen um bis zu 2 Liter pro 100 km erhöhen. Eine beheizte Heckscheibe erhöht ihn um vier bis sieben Prozent.

Kurzstrecken zu Fuß oder mit dem Rad: Ein kalter Motor verbraucht erheblich mehr Kraftstoff als ein betriebswarmer Motor. Durchschnittlich verbraucht ein Mittelklassewagen direkt nach dem Start hochgerechnet 30 Liter auf 100 km. Erst wenn der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat, stellt sich der normale Spritverbrauch ein. Auch der Verschleiß des Motors ist aus dem gleichen Grund bei Kurzstrecken außerordentlich hoch. Der Umstieg bei Kurzstrecken auf Fuß oder Rad ist daher nicht nur gesünder, sondern auch spritsparend und Motor schonend.

Was Sie noch tun können:

  • Sparsames Autofahren kann in Kursen erlernt werden. Entsprechende Angebote gibt es beispielsweise vom ADAC, Automobilherstellern oder Fahrschulen.
  • Lassen Sie den Motor nicht im Stand warmlaufen. Das ist nicht nur verboten, sondern auch überflüssig. Die richtige Betriebstemperatur erreicht der Motor am schnellsten, wenn Sie sofort losfahren.
  • Schalten Sie den Motor bei Kurzstopps aus (Rote Ampel, Bahnschranke, Be- und Entladen). Schon nach 30 Sekunden Leerlauf hat Ihr Motor mehr Schadstoffe produziert als durch einen Neustart.
  • Verwenden Sie Leichtlauföle und Leichtlaufreifen.
  • Umweltfreundlich mobil sein: Beachten Sie unsere Tipps zu "Bus und Bahn fahren", zu "Fahrrad und Radeln" und zu "Fahrgemeinschaften".
  • Entsorgen Sie Ihr Auto korrekt (Tipps zur Altautoentsorgung).
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 PKW  Personenkraftfahrzeug  Autotreibstoff