Gefriertruhe, Gefrierschrank

Eiswürfelzum Vergrößern anklicken
Gefriergeräte gehören zu den größten Stromfressern im Haushalt
Quelle: Tran-Photography / Fotolia.com

Inhaltsverzeichnis

 

Unsere Tipps

  • Kaufen Sie Gefriergeräte mit niedrigem Stromverbrauch (A+++-Geräte).
  • So groß wie nötig, so klein wie möglich: Zu große Gefriergeräte kosten unnötig Strom.
  • Öffnen Sie Gefrierschrank und -truhe jeweils nur kurz, damit möglichst wenig warme Luft einströmt.
  • Entsorgen Sie Ihre Altgeräte sachgerecht bei der kommunalen Sammelstelle.
 

Gewusst wie

Sparsame Geräte: Gefriergeräte laufen rund um die Uhr und gehören wie Kühlgeräte zu den größten Stromfressern im Haushalt. Die Stromkosten bewegen sich – je nach Modell und Alter – zwischen 30 und 80 Euro im Jahr. Bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 15 Jahren ergibt dies Stromkosten in Höhe von 450 bis zu 1.200 Euro. Der jährliche Stromverbrauch ist auf jedem Gerät in Kilowattstunden (kWh) angegeben. Die sparsamsten Gefriergeräte tragen aktuell das Kennzeichen A+++ (EU-Label). Im Allgemeinen sind Gefriertruhen außerdem sparsamer als Gefrierschränke.

Die richtige Größe: Bei Gefriergeräten gilt die Erfahrung, dass sich das Einfrierverhalten der Gerätegröße anpasst: Je größer das Gerät, umso größer wird die persönliche Vorratshaltung. Dabei ist zu beachten: Je größer das Gefrierfach beziehungsweise das Gefriervolumen, desto größer sind die Stromkosten. Denn auch der nicht genutzte Stauraum erhöht den Energieverbrauch. Kalkulieren Sie deshalb Ihren Vorratsbedarf an Gefriergut eher vorsichtig. Die Stiftung Warentest gibt als Richtgröße für das Gefriervolumen 50 bis 80 Liter bei geringer und 100 bis 130 Liter bei ausgeprägter Vorratshaltung an. Wichtig: Bei separatem Gefriergerät ist ein Gefrierfach im Kühlschrank überflüssig. Wenn möglich, sollte das Gefriergerät an einen kühlen Ort (z.B. Keller) gestellt werden.

Entsorgung über Wertstoffhof: Insbesondere Altgeräte enthalten noch vollhalogenierte Kohlenwasserstoffe (FCKW), die die Ozonschicht schädigen und zum Treibhauseffekt beitragen, oder teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW), die ein hohes Treibhauspotenzial haben. Verbraucher müssen nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz ihre alten Geräte bei kommunalen Sammelstellen abgeben. Dies ist für sie kostenlos. Manche Kommunen organisieren auch die Abholung, z.B. über die Sperrmüllabfuhr. Daneben gibt es teilweise auch Rücknahmeangebote der Hersteller und des Handels. Funktionstüchtige Geräte können Sie über Gebrauchtwarenbörsen oder -häuser einer weiteren Nutzung zuführen.

Was Sie noch tun können:

  • Kaufen Sie Geräte mit halogenfreien Kältemitteln (in der Regel Isobutan (R 600a)) und halogenfreien Schäumungsmitteln.
  • Öffnen Sie Deckel/Türe nicht zu lange.
  • Temperatur regulieren: Minus 18 °C im Gefriergerät reichen aus.
  • Gefriergeräte nicht in die Nähe von Wärmequellen (z.B. Herd) stellen und nicht direkter Sonneneinstrahlung aussetzen.
  • Das Gerät regelmäßig abtauen.
  • Der Reif von Lebensmitteln verbraucht Energie, daher die Lebensmittel gut verpacken.
<>
 

Hintergrund

Die Verwendung von vollhalogenierten, Ozonschicht schädigenden Kohlenwasserstoffen (FCKW) als Kälte- und Schäumungsmittel in Kühlgeräten ist seit 1995 in Deutschland verboten. Seit dem 1. Januar 2015 ist in der EU auch das Inverkehrbringen von Haushaltskühl- und gefriergeräten verboten, die teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW) mit einem Treibhauspotenzial von 150 oder mehr enthalten. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren sind aber immer noch viele betroffene Geräte im Einsatz. Durch illegal entsorgte Gefrierschränke können FCKW oder HFKW unkontrolliert in die Atmosphäre entweichen und zur weiteren Zerstörung der Ozonschicht und/ oder zur Erwärmung der Erdatmosphäre beitragen.

In Haushaltsgeräten wird heute zumeist Isobutan (R 600a) als Kältemittel und Pentan (R 601) als Schäumungsmittel eingesetzt. Diese halogenfreien Kohlenwasserstoffe haben kein Ozonabbaupotenzial und nur ein sehr geringes Treibhauspotenzial.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Themenseiten:

Teilen:
Artikel:
Drucken Senden
Schlagworte:
 Elektrische Haushaltskühl- und -gefriergeräte