Sie sind hier: Startseite > Umweltökonomie und Umweltmanagement - Aktuelles
Letzte Änderung: 16.02.2010
Die Diskussion um Wirtschaftswachstum und Wohlstand und den Zusammenhang zwischen beidem hat sich international wie national neu intensiviert. Es gibt Erfassungsdefizite z. B. bei den Kosten von Umweltveränderungen und zur Aufrechterhaltung des sozialen Zusammenhaltes. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist dafür nicht konzipiert. Ein Forschungsvorhaben im Auftrag des UBA hat mögliche ergänzende Indikatoren untersucht und schlägt einen "Nationalen Wohlfahrtsindex" (NWI) für Deutschland mit 21 Teilvariablen vor.
Ernstgemeinte Klimaschutzanstrengungen würden die jährliche Weltwirtschaftsleistung in diesem Jahrhundert lediglich um etwa 1,5 Prozent verringern. Das Ziel, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen, lässt sich also zu moderaten Kosten erreichen. Diese Studie zeigt, dass Energieeinsparungen und die Nutzung erneuerbarer Energieträger eine kostengünstige Alternative zur Nutzung der Kernenergie darstellen.
In Deutschland nimmt die Siedlungs- und Verkehrsfläche
immer weiter zu. Ein Grund: Das Bauen „auf der grünen Wiese” ist für die Beteiligten besonders kostengünstig. Für die Allgemeinheit entstehen so jedoch hohe Kosten für die Infrastrukturen. Die Studie gibt Handlungsempfehlungen, um die Kosten der Baulandentwicklung sichtbar zu machen und Fehlanreize abzubauen. So könnten Folgekosten für die Allgemeinheit und die Flächeninanspruchnahme reduziert werden.
Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz nützen nicht nur dem Klima, sondern auch der Beschäftigung. Investitionen in Energieeffizienz und Emissionsminderungen stärken langfristig den Wirtschaftstandort Deutschland. Sie könnten - so eine aktuelle Studie - bis 2020 rund 630.000 neue Arbeitsplätze schaffen.
Viereinhalb Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland waren im Jahr 2006 vom Umweltschutz abhängig, fast 1,8 Millionen Beschäftigte. Vor allem drei Faktoren trugen zu diesem neuen Höchststand bei: ein starker Beschäftigungszuwachs bei erneuerbaren Energien, wachsende Exporte deutscher Umwelttechnik und zusätzliche Arbeitsplätze bei den umweltorientierten Dienstleistungen. Die Ergebnisse beruhen auf einer aktualisierten Schätzmethode, die führende Wirtschaftsforschungsinstitute für das Umweltbundesamt erarbeiteten.
Wofür entscheiden Sie sich beim Getränkekauf? Für die pfandlosen, aber umweltschädlichen Einwegflaschen - oder lieber für Mehrwegflaschen und ökologisch vorteilhafte Einweggetränkeverpackungen wie den Getränkekarton? Die UBA-Studie zeigt: Der Anteil von Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einwegverpackungen sank 2007 weiter auf 54,7% gegenüber von fast 60% im Vorjahr.
Die Idee einer ökologischen Industriepolitik gewinnt international an Bedeutung. In einem Workshop haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zentrale Aspekte einer ökologischen Industriepolitik diskutiert. Die Dokumentation enthält die Beiträge des Workshops und liefert grundlegendes Wissen für dieses zentrale umweltpolitische Handlungsfeld.
Die Untersuchung der deutschen Förderpolitik umfasst direkte Förderprogramme sowie verschiedene indirekt auf Innovationen wirkende Instrumente der Umweltpolitik, wie Abgaben oder das Ordnungsrecht. Sie wird durch eine Analyse ausländischer Best-Practice-Beispiele, unter anderem die kalifornische Klimapolitik und das japanische Top-Runner-Programm, ergänzt.
Die Umsetzung von 5 der insgesamt 29 in Meseberg beschlossenen Maßnahmen zum Klimaschutz bis zum Jahr 2020 schafft 100.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Und das spart auch noch 25 Mio. Tonnen CO2.
Die Förderung von Umweltinnovationen stellt ein wichtiges Politikziel der Europäischen Union dar. Jedoch ist die Umsetzung in konkrete Maßnahmen noch häufig von Schwierigkeiten und Defiziten gekennzeichnet. Dies ist das Ergebnis einer systematischen Untersuchung von 24 europäischen Einzelpolitiken und drei Rahmenstrategien der EU. Die Studie zeigt außerdem, welche Ansatzpunkte auf EU-Ebene bestehen, Umweltinnovationen verstärkt zu fördern.
Der Emissionshandel ist seit 2005 zentrales Umweltschutzinstrument. Jetzt liegen erste Erfahrungen vor und mit dem EU-Klimapaket vom Januar 2008 steht die Weiterentwicklung zur Diskussion. Die neue Studie untersucht, inwieweit der Emissionshandel mit anderen Umweltschutzinstrumenten – wie der Energiebesteuerung – zusammenwirkt. Außerdem betrachtet sie die internationale Verknüpfung von Emissionshandelssystemen und gibt Empfehlungen für mögliche Zusammenschlüsse.
Das europäische Umweltmanagementsystem EMAS ist das ideale Sprungbrett zur umfassenden Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die EMAS-Teilnehmer berichten in ihren Umwelterklärungen über ökologische Aspekte ihres Handelns. Während große Unternehmen anhand der Leitlinien der Global Reporting Initiative berichten, haben viele mittelständische Unternehmen nicht die finanziellen und personellen Kapazitäten. Deshalb haben BMU und UBA einen Leitfaden herausgegeben, der Anregungen für Nachhaltigkeitsberichte gibt.
Experten der Unternehmsberatung Roland Berger Strategy Consultants erwarten bis 2020 einen Zuwachs von 120 Prozent bei Umweltschutztechnik. Die Berater hatten über 90 führende Unternehmen zu Marktchancen in sechs Bereichen befragt: Energieerzeugung und -speicherung, Energieeffizienz, Mobilität, Kreislaufwirtschaft, Wasserwirtschaft und den effizienten Umgang mit Rohstoffen.
Viele weniger entwickelten Länder verfügen über beachtliche, bislang jedoch noch nicht ausgeschöpfte Potentiale zur Nutzung erneuerbarer Energien. Eine neue Studie untersucht die Rolle des Clean Development Mechanism (CDM) bei der Erschließung dieser Potentiale.
Luftschadstoffe der Industrie, Treibhausgase aus der Energieerzeugung oder gesundheitsschädlicher Feinstaub aus Autos und Lkw verursachen sogenannte externe Umweltkosten, für die oft nicht die Verursacher, sondern die Allgemeinheit aufkommen muss. Um deren Höhe abzuschätzen, hat das Umweltbundesamt eine „Methodenkonvention zur Schätzung externer Umweltkosten” erarbeitet und eine Studie in Auftrag gegeben, die wichtige Kostenparameter auf dieser Grundlage ermittelt.
Das
UBA hat die Wirkungen der Ökosteuer auf Unternehmen
und private Haushalte untersuchen lassen. Ergebnis: Die
Ökologische Steuerreform wirkt in die gewünschte
Richtung. Entgegen vielfacher Kritik aus Wirtschaft und
Politik hat die Ökosteuer positive Effekte auf Umwelt
und Wirtschaft.
Ein Umweltmanagementsystem bietet Behörden die Chance, ihrer Vorbildfunktion im Umweltbereich gerecht zu werden und gleichzeitig die öffentlichen Haushalte zu entlasten. Der Praxisleitfaden richtet sich an Behördenleitungen und Umsetzungsverantwortliche und beantwortet anhand der einzelnen Schritte zur Einführung des europäischen Umweltmanagementsystems EMAS die wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang.
Eine ökologische Industriepolitik basiert zu wesentlichen Teilen darauf, daß ökoeffiziente Innovationen durch die Umweltpolitik vorangetrieben werden. Technische Innovationen können Umweltmaßnahmen kosteneffizienter umsetzen. Die Organisation for Economic Co-operation and Development hat in ihrer Studie „Environmental Policy, Technological Change and Patent Activity” untersucht, in wieweit Umweltpolitiken Ökoinnovationen fördern können. Die Studie zeigt unter anderem, dass Länder, die frühzeitig Umweltinnovationen einführen und damit eine Vorreiterrolle einnehmen, gegenüber anderen Ländern einen Wettbewerbsvorteil haben.
Seit
Einführung der Ökosteuer 1999 und sukzessiver Erhöhung auf
15,3 Cent pro Liter Kraftstoff bis 2003 ist ein interessanter Effekt zu
beobachten: Der Trend zu kontinuierlich steigendem Kraftstoffverbrauch
in Deutschland hat sich umgekehrt. Befürworter und Kritiker der Ökosteuer
streiten darüber, wie diese Zahlen zu interpretieren sind. Die Kritiker
meinen, der Anstieg der Fahrleistungen belege, dass die Ökosteuer
keinen Einfluss auf die Fahrleistung habe. Die Befürworter der Ökosteuer
sind anderer Meinung: Die Ökosteuer wirke, wie die Trendwende beim
Kraftstoffabsatz zeige.
Was stimmt nun? Das Umweltbundesamt ist dieser Frage nachgegangen…
Das UBA führt vom 26. - 27. April in Kooperation mit der UNECE das internationale Forum „Greening Real Estate Markets” durch, an dem auch der Exekutivsekretär der UNECE und der Präsident des UBA teilnehmen werden. Themen sind beispielsweise die Vorteile ökologischer Gebäude für den Immobilienmarkt und die Schaffung staatlicher Anreize für umweltbewussteres Bauen.
Der 2008 veröffentlicht Bericht des UBA zu umweltschädlichen Subventionen in Deutschland ist jetzt auch auf Englisch erschienen. 42 Milliarden Euro Subventionen schaden der Umwelt und konterkarieren somit Umweltschutz-Bemühungen. Die negativen Wirkungen reichen von der Förderung des Klimawandels über die Beeinträchtigung der Wasser-, Boden- und Luftqualität bis hin zur Erhöhung der Flächeninanspruchnahme. Der Bericht zeigt Wege zum Abbau umweltschädlicher Subventionen auf.
Wegen seiner umweltorientierten Beschaffung, wie beispielsweise die Nutzung von Ökostrom und Recyclingpapier, erhält das UBA von der EU-Kommission den EMAS-Preis 2009 in der Kategorie „Öffentliche Verwaltung”. Am 19. November nahm UBA-Vizepräsident Dr. Thomas Holzmann die Auszeichnung in Stockholm entgegen.
Deutsche Unternehmen haben im Jahr 2008 potenzielle Umweltschutzgüter im Wert von knapp 75 Mrd. Euro produziert, dies sind 5,7 Prozent der gesamten Industriegüterproduktion. Von 2005 bis 2008 stieg das Produktionsvolumen um fast 37 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich die Produktionsvolumina in den Bereichen Erneuerbare Energien, Luftreinhaltung und Gewässerschutz. Ein großer Teil des Wachstums geht auf die gestiegenen Umweltgüterexporte zurück.
Ein Forschungsprojekt im Auftrag des UBA analysiert ökonomische Instrumente zur Senkung der Emissionen von Seeschiffen. Die Ergebnisse werden in zwei Studien präsentiert: Eine Studie prüft die Ausweitung des europäischen Emissionshandels auf den Seeverkehr, die zweite Studie bewertet verschiedene markwirtschaftliche Instrumente zur Emissionsminderung von Luftschadstoffen für die Pilotregion Ostsee.
Das 2008 veröffentlichte Gutachten des UBA zur WTO-rechtlichen Zulässigkeit des Grenzsteuerausgleichs ist jetzt auch auf Englisch erschienen. Klimaschutzinstrumente führen bei in der EU hergestellten Produkten zu Mehrkosten, die außerhalb der EU produzierte Waren nicht tragen müssen. Grenzausgleichsabgaben können diese Zusatzbelastungen ausgleichen und faire Wettbewerbsbedingungen schaffen. Ein solcher Grenzsteuerausgleich ist aus WTO-rechtlicher Sicht möglich.
Die Diskussionen über die Zusammenhänge zwischen Welthandel, Klimawandel und Umweltinnovationen stehen erst am Anfang. In einem Workshop wurden diese Zusammenhänge unter der Perspektive einer ökologischen Industriepolitik diskutiert. Die Beiträge des Workshops finden Sie in der Dokumentation.
Sie haben überdurchschnittlich hohe Welthandels- und Patentanteile: deutsche Unternehmen sind in grünen Märkten sehr erfolgreich und bereiten sich mit Innovationen auf die Herausforderungen der Zukunft vor.
Der Umweltschutz ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten im Umweltbereich. „Umwelt und Wirtschaft sind kein Gegensatz”, sagte UBA-Präsident Andreas Troge und empfiehlt, umweltfreundliche Produkte und Techniken zu fördern.
Die Studie der Europäischen Umweltagentur (EUA) kommt unter anderem zu dem Schluss, dass der Verkehr in Europa mit bis zu 290 Mrd. € in Europa jährlich subventioniert wird. Dabei erhält der Straßenverkehr mit etwa 125 Mrd. € im Jahr die meisten Subventionen. Umweltbezogene Ziele spielen für den Großteil der Subventionen keine Rolle. Das UBA veröffentlicht diese Studie nun zusammen mit der EUA in deutscher Sprache.
Systematisches Umweltmanagement tut nicht nur Unternehmen gut, auch Behörden sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Das UBA ist ab jetzt mit vier Standorten im EMAS-Register der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau eingetragen und darf damit das EMAS-Logo tragen, die höchste europäische Auszeichnung für betrieblichen Umweltschutz.
Klimaschutz in Deutschland ist eine lohnende Investition, denn die notwendigen Investitionen sind geringer als die dadurch ausgelösten Energieeinsparungen. Das zeigt eine Studie, in der Kosten und Nutzen von ausgewählten Maßnahmen der Meseberger Beschlüsse zum Klimaschutz bis zum Jahr 2020 verglichen werden.
Märkte für Umwelttechnik bieten Unternehmen große Zukunftschancen. Elf Fallstudien stellen spezielle Umwelttechniken und deren Entwicklungschancen detailliert dar. Die Untersuchungen analysieren die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen und die Innovationsdynamik dieser Techniken. Sie stellen wichtige Akteure dar und zeigen Ansatzpunkte für eine Stärkung des deutschen und europäischen Innovationssystems.
BMU und UBA legen erstmals einen umfassenden Überblick über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen in Deutschland vor. Die Studie vermittelt ein umfassendes und quantifiziertes Bild des Status Quo der Nachhaltigkeitsberichterstattung auf nationaler und internationaler Ebene. Demnach berichten in Deutschland vor allem Unternehmen aus der chemischen Industrie, dem Verkehr und der Nachrichtenübermittlung sowie aus dem Handel besonders aktiv über Nachhaltigkeitsthemen. International sind es Banken und Versicherer, Energie- und Wasserversorger sowie Unternehmen aus der Bergbaubranche.
Klare und ambitionierte umweltpolitische Ziele fördern die Innovationsbereitschaft der Unternehmen im Umweltschutz. Das zeigt die Analyse, die im Auftrag des UBA den Stellenwert der Umweltpolitik für Wachstum und Innovationen ermitteln sollte. Anhand ausgewählter Handlungsfelder (Energie- und Rohstoffeffizient, erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und nachhaltige Wasserwirtschaft) werden die Marktpotenziale sowie die Stärken, Schwächen, Chancen und Herausforderungen für deutsche Unternehmen dargestellt.
Die flexiblen projekt-basierten Kyoto-Mechanismen JI (Joint Implementation) und CDM (Clean Development Mechanism) können die internationale Verbreitung klimafreundlicher Techniken wesentlich unterstützen – und Klimaschutz dadurch erheblich günstiger machen. Eine neue Studie zeigt, dass der Markt für CDM-und JI-Projekte voraussichtlich stark wachsen wird.
![]()
Seit dem Geschäftsjahr 2005 sind börsennotierte Großunternehmen gesetzlich verpflichtet, neben finanziellen auch soziale und ökologische Leistungsindikatoren in ihre Lageberichterstattung zu integrieren. Mit der Studie „Lagebericht zur Lageberichterstattung” legt das UBA Empfehlungen zur Implementierung der neuen Regeln des Handelsgesetzbuchs vor. Unternehmen und Wirtschaftsprüfer können sich so mehr Klarheit über die neuen, noch ungewohnten Indikatoren verschaffen.
Das
Betriebliche Umweltmanagement befindet sich in Deutschland auf dem Vormarsch.
Fast 10.000 Unternehmen und Organisationen haben sich für das Europäische
EMAS-System, die internationale ISO 14001-Norm oder andere Umweltmanagement-Ansätze
entschieden. Und es werden ständig mehr.
Damit insbesondere mittelständische Unternehmen unter den vielen Ansätzen
den für sie Richtigen herausfinden, haben Bundesumweltministerium
und Umweltbundesamt eine neue Studie erstellen lassen.