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Letzte Änderung: 02.02.2012
Deutschland ist auf dem Weg zu einer Green Economy. Zum Erwirtschaften der gleichen Erträge werden weniger Rohstoffe, Flächen und Energie benötigt als vor 10 Jahren. Zugleich wächst die Bedeutung des Umweltschutzes als Wirtschaftsfaktor. Wie der Umweltwirtschaftsbericht zeigt, bestehen große Beschäftigungschancen vor allem beim Klimaschutz, der Steigerung der Ressourceneffizienz und dem Export von Umwelt- und Effizienztechnologien.
Das UBA kann noch umweltfreundlicher werden und auch nach 10 Jahre Umweltmanagement Einiges optimieren. Künftig sollen Dienstreisen zunehmend durch Videokonferenzen ersetzt und die CO2-Emissionen der Dienstwagen um zehn Prozent reduziert werden. Mehr Beschäftigte sollen umweltverträglich mit Bus, Bahn, Rad oder zu Fuß zur Arbeit kommen. Schon jetzt sind Nist- und Bruthilfen für Vögel, Bienenstöcke und seltene Hausschafrassen als biologische Rasenmäher gut für die Umwelt.
Wie sich Wirkungen des Klimawandels beziffern lassen und wie das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel ist, trägt eine Literaturstudie des UBA zusammen.
In zahlreichen Ländern und Regionen der Welt existieren oder entstehen Emissionshandelssysteme, um den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu begrenzen.
Diese enthalten meist Vorkehrungen zum Schutz der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie gegenüber Ländern mit geringeren Klimaschutzauflagen. Eine UBA-Kurzstudie hat die verschiedenen Ansätze untersucht und verglichen. Ein Ziel war, frühzeitig mögliche Hindernisse für die Verknüpfung von Emissionshandelssystemen zu einem globalen Kohlenstoffmarkt zu identifizieren.
Und diese Tendenz ist leider steigend. Schlimmer noch: Fast die Hälfte der schädlichen Subventionen begünstigt den Verbrauch von Öl, Kohle oder Gas - und konterkariert den Klimaschutz. In Zeiten der Rekordverschuldung gehören alle umweltschädlichen Subventionen endlich auf den Prüfstand. Ein UBA-Papier zeigt auf, wie der Abbau umweltschädlicher Subventionen einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten kann.
Die Diskussion um Wirtschaftswachstum und Wohlstand und den Zusammenhang zwischen beidem hat sich international wie national neu intensiviert. Es gibt Erfassungsdefizite z. B. bei den Kosten von Umweltveränderungen und zur Aufrechterhaltung des sozialen Zusammenhaltes. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist dafür nicht konzipiert. Ein Forschungsvorhaben im Auftrag des UBA hat mögliche ergänzende Indikatoren untersucht und schlägt einen "Nationalen Wohlfahrtsindex" (NWI) für Deutschland mit 21 Teilvariablen vor. Dieses Vorhaben resultierte aus einem Vorläuferprojekt, in dem interdisziplinär in Fachdialogen zur Weiterentwicklung der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie visionär diskutiert wurde.
Mit energetischen Sanierungen ließen sich bis zum Jahr 2030 im Gebäudesektor nahezu 30 Prozent der Treibhausgasemissionen einsparen. Doch derzeit wird nur etwa ein Drittel der wirtschaftlich lohnenden Energiesparpotenziale ausgeschöpft. Ein Grund: Es mangelt an qualifizierten Fachkräften. „Wir brauchen eine Ausbildungsoffensive für die energetische Gebäudesanierung.“, so UBA-Präsident Jochen Flasbarth.
2009 hat die Norm EN 16001 EU-weit einheitliche Kriterien für strukturierte Energiemanagementsysteme aufgestellt. Mit der Umsetzung dieser Norm können Unternehmen und Organisationen ihre Energieeffizienz verbessern und Energieeinsparpotenziale erkennen. Der neue Leitfaden des UBA und des BMU zeigt übersichtlich und praxisorientiert wie es geht und dass es sich sowohl in ökologischer als auch ökonomischer Hinsicht lohnt.
Die Klimaschutzziele der weltweit wichtigsten CO2-Emittenten reichen noch nicht aus, um die Erderwärmung auf maximal 2° Celsius zu begrenzen. Größere Anstrengungen sind jedoch nicht zwangsläufig mit höheren Kosten verbunden. Eine neue UBA-Studie zeigt, dass die Einbußen im Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bei weltweitem Handel mit Emissionsrechten höchstens 0,25 Prozent im Vergleich zum Referenzwert in 2020 betragen. Reduziert die EU ihre Emissionen bis 2020 gegenüber 1990 um 30 Prozent (statt um 20 Prozent), führt dies nur zu einer marginalen Abschwächung des BIP-Wachstums.
Das 2008 veröffentlichte Gutachten des UBA zur WTO-rechtlichen Zulässigkeit des Grenzsteuerausgleichs ist jetzt auch auf Englisch erschienen. Klimaschutzinstrumente führen bei in der EU hergestellten Produkten zu Mehrkosten, die außerhalb der EU produzierte Waren nicht tragen müssen. Grenzausgleichsabgaben können diese Zusatzbelastungen ausgleichen und faire Wettbewerbsbedingungen schaffen. Ein solcher Grenzsteuerausgleich ist aus WTO-rechtlicher Sicht möglich.
Eine neue Studie des Umweltbundesamtes untersucht die Rolle von Senken und Emissionen im Bereich Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) in bestehenden und geplanten Emissionshandelssystemen. Wichtig sind harmonisierte Vorgaben, damit die verschiedenen regionalen Emissionshandelssysteme zukünftig einen effektiven und effizienten internationalen Kohlenstoffmarkt bilden können.
Klimaschutz in Deutschland ist eine lohnende Investition, denn die notwendigen Investitionen sind geringer als die dadurch ausgelösten Energieeinsparungen. Das zeigt eine Studie, in der Kosten und Nutzen von ausgewählten Maßnahmen der Meseberger Beschlüsse zum Klimaschutz bis zum Jahr 2020 verglichen werden.
Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz nützen nicht nur dem Klima, sondern auch der Beschäftigung. Investitionen in Energieeffizienz und Emissionsminderungen stärken langfristig den Wirtschaftstandort Deutschland. Sie könnten - so eine aktuelle Studie - bis 2020 rund 630.000 neue Arbeitsplätze schaffen.
Ernstgemeinte Klimaschutzanstrengungen würden die jährliche Weltwirtschaftsleistung in diesem Jahrhundert lediglich um etwa 1,5 Prozent verringern. Das Ziel, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen, lässt sich also zu moderaten Kosten erreichen. Diese Studie zeigt, dass Energieeinsparungen und die Nutzung erneuerbarer Energieträger eine kostengünstige Alternative zur Nutzung der Kernenergie darstellen.