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Umweltbewusstsein und Nachhaltiger Konsum

Klimaneutral leben: Verbraucher starten durch beim Klimaschutz

Letzte Änderung: 17.05.2013

Eine „klimaneutrale Gesellschaft” ist kein abstraktes Ziel, sondern enthält konkrete Vorstellungen für unseren zukünftigen und zukunftsfähigen Alltag. Sie wird unser Leben in einzelnen Bereichen grundlegend verändern, in anderen Bereichen werden wir weiter machen können wie bisher. Wesentliche Bausteine dieses Alltags sind bereits sichtbar.

Wir können und sollten schon heute wesentliche Bausteine eines „klimaneutralen Lebens” in unserem privaten Bereich umsetzen. Die Broschüre „Klimaneutral leben: Verbraucher starten durch beim Klimaschutz” will Sie auf Ihrem persönlichen Weg hin zu einem klimaneutralen Lebensstil bestärken. Sie will zeigen, dass es verschiedene Wege zum Ziel gibt. Nicht jeder Weg passt zu jedem. Aber das Ziel ist lohnend und erreichbar: Klimaneutral leben!

Klimaneutral Leben: Welche Schritte wählen Sie?

 

Die Grafik zeigt eine Tag-Cloud, in der wesentliche Bausteine eines „klimaneutralen Lebens“ aufgelistet werden: Zum Beispiel Geldanlage in Windenergie, Zahlung einer Kompensation für den kompletten CO2eq-Ausstoß, Wohnen im Passivhaus, Unterstützung von Umweltverbänden oder Car-Sharing.Schreiben Sie uns Ihre Maßnahmen und Ihre Erfahrungen zu „Klimaneutral leben”.

Lesen Sie die Erfahrungen und Meinungen Anderer.

 

Die Grafik zeigt eine gut gekleidete Frau mit einer Einkaufstasche, auf der groß der Schriftzug „Bio“ zu lesen ist.

Steckbrief „Sabine T.”

Charakter:
Genießerin. Sie verkörpert das, was als LOHAS bezeichnet wird: Lifestyles of Health and Sustainability. Gut für mich, gut für die Umwelt. Verzicht ist für sie ein Fremdwort.

Maßnahmen:
1. Wohnen in einem gut gedämmten Mehrfamilienhaus
2. Car-Sharing
3. Rad statt Auto auf Kurzstrecken
4. Bezug von Ökostrom
5. Einkauf von Bio-Produkten
6. Kauf von energieeffizienten Haushaltsgeräten („A++-Geräte”)
7. Unterstützung von Umweltverbänden

Persönlicher CO2eq Neben CO2 gibt es weitere klimawirksame Treibhausgase wie Methan und Lachgas. Wenn hier von CO2-Äquivalenten (CO2eq) gesprochen wird, ist die Summe dieser drei Treibhausgase gemeint. -Ausstoß:
7,9 t CO2eq pro Jahr

CO2eq-Einsparungen bei anderen:
Mitgliedschaft in Umweltverbänden ist nicht bezifferbar.

Die Abbildung stellt die CO2eq-Bilanz von Sabine T. der CO2eq-Bilanz des Otto-Normalverbrauchers gegenüber. Sabine T. liegt mit 7,9 t CO2eq pro Jahr um rund 3 t CO2eq unter dem Durchschnittsverbrauch. Dies liegt vor allem an deutlich geringeren Werten in den Bereichen Strom und Heizung.
Abbildung: CO2eq-Bilanz von Sabine T.
vergrößerte Darstellung PNG / 60 KB

 

Die Grafik zeigt einen Geschäftsmann im Anzug, der mit Blick auf die Uhr und dem Laptop auf den Beinen auf seinem Aktenkoffer durch die Luft fliegt.Steckbrief: Linus L.

Charakter:
Beruflich erfolgreich – als Führungskraft viel unterwegs, immer unter Zeitdruck. Geld spielt für ihn keine Rolle, Zeit hingegen schon. Für alltägliche Dinge hat er keinen Kopf frei.

Maßnahmen:
Zahlung einer Kompensation für seinen kompletten CO2eq-Ausstoß (gemäß Gold-Standard)

Persönlicher CO2eq-Ausstoß:
18,3 t CO2eq pro Jahr

CO2eq-Einsparungen bei anderen:
18,3 t CO2eq pro Jahr

Die Abbildung stellt die CO2eq-Bilanz von Linus L. der CO2eq-Bilanz des Otto-Normalverbrauchers gegenüber. Linus L. liegt mit 18,3 t CO2eq pro Jahr um rund 7 t CO2eq über dem Durchschnittsverbrauch. Dies liegt vor allem an deutlich größeren Werten in den Bereichen Mobilität und Konsum. Des Weiteren zeigt die Grafik den durch die Kompensationszahlung eingesparten Wert in Höhe von 18,3 t CO2eq an.
Abbildung: CO2eq-Bilanz von Linus L.
vergrößerte Darstellung PNG / 76 KB

 

Weitere Informationen

Kommentare von Besucherinnen und Besuchern

Guten Tag, mit Interesse habe ich die Broschüre Klimaneutral leben gelesen und festgestellt, dass ich schon immer entsprechend der Beispielperson Katharina C. lebe. Das wird allerdings dazu führen, dass ich mit Altersarmut zu rechnen habe, weil das Weniger ist mehr dann leider nicht für die Rente reicht. Bin ich Zeit meines Lebens mit einem Teilzeitjob ausgekommen, geht auch das heute nicht mehr.
Liebe Grüße trotzdem.
A.G.

Ich habe Ihre Broschüre intensiv studiert und finde sie sehr eindrucksvoll. Gewünscht hätte ich mir allerdings, dass Sie den Anteil von Landwirtschaft, Massentierhaltung und völlig überzogenem Fleischkonsum viel stärker hervorgehoben hätten. Klimapolitik muss Agrarpolitik werden und umgekehrt. Schade, dass Sie die vegetarische Ernährung in Ihrer Broschüre auf der Innenseite des letzten Deckblattes ganz verschämt versteckt haben, dass man fast die Lupe zum Lesen nehmen muss. Warum nur diese Zurückhaltung beim Benennen und Anprangern des größten Verursacher klimarelevanter Gase, der fleischproduzierenden Landwirtschaft?
Helmut O., Berlin

Herzlichen Glückwunsch! Die sieht echt richtig gut aus die Broschüre. Auch das Layout find ich total gelungen und sehr sehr schön. Super!
Katharina S., Berlin

Ziemlich klasse Broschüre. Habe sie soeben ausgedruckt im Eingangsbereich unserer Kanzlei ausgelegt und werde ab Morgen jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin damit nerven, sie mindestens einmal durchzulesen.
Ich fühl mich sehr angesprochen. Vom Inhalt, der Aufmachung und der positiven Darstellung, dass jeder etwas tun kann.
Sabine S., Regensburg

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Broschüre "Klimaneutral leben", die ist richtig gut geworden und sehr empfehlenswert! Mein erster Beitrag zum Klimaschutz: eigenes CO2-Konto angelegt und auf Ökostrom umgestiegen. Dann ist es nicht mehr so schlimm, dass wir unser Mietshaus teilweise mit Strom heizen müssen.
Brigitte Z., Remseck

Ich finde sie wirklich überzeugend. Glückwunsch! Klar zu machen, dass unterschiedliche Wege zum Erfolg führen können, was die entscheidenden Stellschrauben sind und dass es letztlich auf die Nachhaltigkeit des gesamten Lebensstils ankommt, ist wirklich gut gelungen. Vielleicht hätte der Aspekt der Regionalität noch stärker berücksichtigt werden können.
Ulf S., Berlin

Ich bin entsetzt, dass eine Einrichtung wie das UBA den Begriff „klimaneutral“ verwendet! Weder ist dieser Begriff naturwissenschaftlich haltbar noch umweltpsychologisch, da er suggeriert, dass jeder seine Emissionen (in einer begrenzten Atmosphäre) kompensieren könnte.
Ulf B., Berlin

Kommentar zum Kommentar
Auch das Umweltbundesamt ist der Ansicht, dass die CO2eq-Vermeidung an erster Stelle steht und Kompensation kein politisches Allheilmittel darstellt. Wenn das Umweltbundesamt diesen Begriff in der Verbraucherbroschüre „Klimaneutral leben“ verwendet, dann deshalb, weil wir der Ansicht sind, dass der Begriff – im Hinblick auf erfolgreiche Umweltkommunikation – gewichtige Vorteile hat:

Lassen Sie mich zusammenfassen: Die Broschüre „Klimaneutral leben“ hat den Anspruch, die Chancen, die der Begriff Klimaneutral beinhaltet, herauszustellen. Sie versteht sich dabei auch als Empfehlung, beim Kompensationsansatz weniger auf die Produktkompensation und mehr auf produktunabhängige Kompensation als eine schnell umsetzbare Strategie für Leitmilieus zu fokussieren. Auf diese Weise kann die Notwendigkeit der deutlichen Verminderung des CO2eq-Ausstoßes als fester Bewusstseinsbestandteil von Konsumbürgern verankert werden.
Dr. Michael Bilharz, Fachgebiet III 1.1 – Nachhaltige Konsumstrukturen, Umweltbundesamt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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