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Fachbereich III -Nachhaltige Produktion und Produkte, Abfallwirtschaft

Letzte Änderung: 20.08.2009

Organisationsstruktur

Leitung: Jutta Penning

Foto: Jutta Penning Rohstoffgewinnung, Herstellung, Gebrauch und Entsorgung von Produkten sind mit vielfältigen Belastungen für unsere Umwelt verbunden. Der Fachbereich III analysiert entlang dieser Prozesskette Probleme, sucht sinnvolle Lösungen, fördert deren Anwendung in der Praxis, informiert Fachwelt und Öffentlichkeit über Weiterentwicklungen und unterstützt die Bundesregierung sowie weitere Stellen durch zielgerichtete Handlungsvorschläge. Dabei werden Vorarbeiten zu rechtlichen Regelungen, ökonomischen und sonstigen Instrumenten geleistet.

Ein typisches Beispiel für die Arbeit dieses Fachbereiches ist die Aktion "Umweltzeichen". Mit diesem Zeichen, gemeinhin "Blauer Umweltengel" genannt, können Produkte und Verfahrensweisen ausgezeichnet werden, die im Vergleich zu anderen, die demselben Gebrauchszweck dienen, günstigere Umwelteigenschaften aufweisen.

Anstrichstoffe, die weniger Lösemittel und andere Schadstoffe enthalten, technische Geräte, die weniger Lärm erzeugen, Produkte, die aus Altstoffen hergestellt wurden – das sind nur einige typische Beispiele aus der großen Anzahl der Umweltzeichenprodukte. Bevor es jedoch zu einer Kennzeichnung kommt, müssen Produkt und sein Werdegang analysiert werden. Im Idealfall sollte der Weg des Produktes von der "Wiege bis zur Bahre" verfolgt werden, damit nur solche Produkte ausgezeichnet werden, die an möglichst allen Stationen eine "weiße Umweltweste" haben. Mit modernen wissenschaftlichen Methoden, wie Ökobilanzen und Stoffstromanalysen, spürt der Fachbereich III den Umweltbelastungen in allen Umweltmedien und auf allen Lebenswegstationen der Produkte nach und setzt sich für deren Verringerung ein.

Metallgewinnung und -verarbeitung, Steine - Erden - Industrie, Chemische Industrie, Maschinenbau, Bauwesen, Verpackungswesen.... Jeder Bereich aus Industrie, Handwerk und Handel wird im Fachbereich III bezüglich seiner Auswirkungen auf Luft und Wasser, seines Abfallaufkommens, seines Energie- und Rohstoffverbrauchs analysiert und medienübergreifend bewertet.

Dabei werden die national und international verfügbaren Informationen genutzt, um den Stand der Technik zu ermitteln und - falls erforderlich - gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden weiter zu entwickeln. Innovative Entwicklungen können auch finanziell gefördert werden. Im Vordergrund stehen Lösungen, bei denen Schadstoffe möglichst von vorn herein vermieden oder weitgehend vermindert werden: Ein weitgehender produktions- und produktintegrierter Umweltschutz ist das Ziel dieser Arbeit.

Expertinnen und Experten des Fachbereichs III arbeiten in vielen internationalen Gremien mit, insbesondere in Arbeitsgruppen der Europäischen Union, um die in Deutschland erreichten fortschrittlichen Lösungen auch in anderen Staaten bekannt zu machen und dort anwenden zu helfen. Ein wichtiges Ziel ist die Europäisierung oder Internationalisierung anspruchsvoller Standards auf hohem Umweltschutzniveau.

Der Fachbereich III erfasst national und international auftretende Störfälle und analysiert diese, um technische und organisatorische Maßnahmen zu deren künftiger Vermeidung oder zumindest Begrenzung zu entwickeln.

Auch die Abfallwirtschaft bildet einen wichtigen Schwerpunkt in der täglichen Arbeit. Der Grundgedanke ist dabei ein abgestuftes Konzept, das an die erste Stelle die Vermeidung von Abfällen stellt. Unvermeidbare Abfälle sollen verwertet oder, wo dies sinnvoller ist, umweltschonend entsorgt werden. Auch hier geht es um aus Umweltschutzsicht sinnvolle technische und organisatorische Lösungen mit möglichst geringen Kosten.

Die im Fachbereich III eingerichtete Anlaufstelle Basler Übereinkommen ist zuständige Genehmigungsbehörde für die Abfalldurchfuhr durch Deutschland. Durch Information und Beratung von Industrie, Behörden und Öffentlichkeit leistet sie ferner einen Beitrag zur Verhinderung illegaler grenzüberschreitender Transporte von gefährlichen Abfällen.

Neben den Fragen der Abfallwirtschaft werden Anforderungen an die Abwasserbehandlung erarbeitet und experimentell die Anwendungsgrenzen verschiedener Behandlungsverfahren ermittelt. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt im Bereich der Abwasserhygiene und der Verfahrensentwicklung für die Abwasserbehandlung.

 

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