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Letzte Änderung: 05.03.2013
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Das Wachstum von Wirtschaft und Verkehr führt zu erhöhten Umweltbelastungen zum Beispiel infolge des ebenfalls steigenden Ressourcen- und Energieverbrauchs. Diese wiederum führen zu einschneidenden Veränderungen der Umwelt in ihrer stofflichen und biologischen Zusammensetzung. Die Änderungen in der Qualität von Wasser, Boden und Luft können erhebliche nachteilige Folgen für die Gesundheit des Menschen und für die Natur haben.
Im Fachbereich II laufen Fragen des Umweltschutzes und des Gesundheitsschutzes zusammen. Grundlage bildet unter anderem das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung und dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft initiierte "Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit".
Der Fachbereich II orientiert sich am Leitgedanken einer nachhaltigen Entwicklung, bei der der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen den Maßstab für das menschliche Handeln ausmacht und an Umweltqualitätszielen, die die Funktionen der Ökosysteme sicherstellen. Das Ziel ist, die menschliche Gesundheit zu schützen und eine lebenswerte Umwelt zu erhalten.
Diese anspruchsvolle und komplexe Aufgabe wird durch enge Kopplung von experimenteller Forschung und wissenschaftlich-administrativer Tätigkeit bearbeitet. Meilensteine des Lösungsweges sind dabei:
Für Entscheidungen darüber, ob und welche Maßnahmen möglicherweise zum Schutz vor Schäden an der Umwelt und Schäden durch eine verunreinigte oder auf andere Weise durch den Menschen in Mitleidenschaft gezogene Umwelt erforderlich sind, ist die genaue Kenntnis der Situation notwendig. Aus diesem Grunde ist die Beobachtung des Zustandes unserer Umwelt und der menschlichen Gesundheit eine unerlässliche Voraussetzung für sinnvolles Handeln im Umweltschutz.
Die erforderlichen Informationen gewinnt der Fachbereich II zum Teil in eigener experimenteller Arbeit. Beispiele hierfür sind die Durchführung bundesweiter Untersuchungen (Umwelt- und Humanprobenbank) oder der Betrieb des Luftgütemessnetzes. Hierzu gehört ferner ein reger Informationsaustausch mit Einrichtungen der Bundesländer und mit wissenschaftlichen Institutionen. Eines der wesentlichen Ergebnisse einer langfristigen Beobachtung des Umweltzustandes ist das Aufdecken von Trends, die Aussagen über Erfolge oder Misserfolge umweltpolitischer Maßnahmen ermöglichen.
Diese Daten werden nicht nur national genutzt. Vielmehr vermittelt der Fachbereich II seine Arbeitsergebnisse auch an international tätige Organisationen auf europäischer und weltweiter Ebene.
Wer den Zustand unserer Umwelt bewerten will, muss über geeignete Maßstäbe verfügen. Der Fachbereich II erarbeitet solche Maßstäbe, deren wesentlicher Bestandteil Umweltqualitätsziele und Bewertungskonzepte sind. In diese Arbeit fließt auch die vergleichende Betrachtung von Risiken ein.
Das Umweltbundesamt wird durch verschiedene Kommissionen und Fachbeiräte mit Experten aus Wissenschaft und Praxis unterstützt.
Die Umweltzustandsbeobachtung, die gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung sowie die Umweltqualitäts- und Umwelthandlungsziele bilden die Grundlage für Maßnahmen- und Instrumentenvorschläge anderer Fachbereiche. Gemeinsames Ziel dieser Arbeit ist der Schutz von menschlicher Gesundheit und Umwelt. Erarbeitete Handlungsvorschläge reichen von Empfehlungen an Hersteller und Verbraucher bis zur Vorbereitung rechtlich verbindlicher Regelungen.
Die zunehmende Entwicklung einheitlicher europäischer Regelungen und der Abschluss internationaler Vereinbarungen erfordern eine intensive fachliche Einflussnahme, um das in Deutschland erreichte Schutzniveau und die bewährten Strategien zum Schutz von Mensch und Umwelt auch international zu vermitteln. Die Fachleute des Fachbereiches II arbeiten deshalb in zahlreichen internationalen Gremien mit. Die enge Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird mit den im Fachbereich angesiedelten WHO-Kollaborationszentren ,,Air Quality Management and Air Pollution Control" und ,,Research on Drinking Water Hygiene" dokumentiert.